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Nothilfe für Betroffene des Ukraine-Kriegs

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 26.10.2026
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Seit der russischen Vollinvasion im Februar 2022 hat sich die humanitäre Lage in der Ukraine massiv verschärft. Zahlreiche Zivilist*innen wurden getötet oder verletzt, Wohnraum und wichtige Infrastruktur wurden zerstört. Millionen Menschen mussten fliehen. Rund 3,9 Millionen Menschen sind innerhalb der Ukraine vertrieben, vor allem aus frontnahen Gebieten. Die Aufnahme und Versorgung der Vertriebenen belastet viele Gemeinden.

Die Lage für die Zivilbevölkerung bleibt sehr ernst. In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 wurden mehr Zivilist*innen getötet und verletzt als im gesamten Jahr 2025. Fast ein Drittel der Bevölkerung ist auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Angriffe auf die Energieinfrastruktur führen besonders im Winter zu Strom-, Heizungs- und Wasserausfällen. Gleichzeitig sind viele Familien finanziell, psychisch und emotional stark erschöpft. Besonders problematisch sind der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, steigende Mieten und unzureichende Einkommen. Viele Haushalte können grundlegende Bedürfnisse wie Miete, Lebensmittel und Medikamente kaum noch decken. Vor allem Frauen, Alleinerziehende und Menschen mit Betreuungspflichten haben oft nur eingeschränkten Zugang zu Arbeit und stabilen Perspektiven.

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  • Kinder und Erwachsene erhalten psychosoziale Unterstützung, um mit Krieg, Flucht und belastenden Erfahrungen besser umzugehen. In Kindergärten und Grundschulen setzen unsere Partnerorganisationen Angebote nach der Methode „Healing Forest“ um und beziehen Eltern und Angehörige mit ein.
  • Binnenvertriebene Frauen in den Regionen Dnipropetrowsk, Kyjiw und Poltawa erhalten neue berufliche Perspektiven. Praxisnahe Kurse in gefragten Berufsfeldern, anerkannte Zertifikate und bei Bedarf finanzielle Unterstützung helfen ihnen, unter schwierigen Bedingungen einen Neuanfang zu schaffen.
  • Menschen mit Geschäftsideen werden auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet. In Gründer*innenseminaren erwerben sie unternehmerisches Wissen, erhalten Mentoring und finanzielle Zuschüsse, um ein kleines Unternehmen aufzubauen oder weiterzuentwickeln.
  • Familien in Not bekommen schnelle und gezielte Hilfe, damit sie ihre dringendsten Grundbedürfnisse decken können. Die Partnerorganisationen stellen Hilfsgüter, Heizmaterial und Bargeldhilfen bereit, damit Lebensmittel, Medikamente oder Miete bezahlt werden können.
  • Sammelunterkünfte werden instandgesetzt und ausgestattet, damit vertriebene Menschen sicher und in Würde leben können. Dazu gehören Reparaturen, Möbel, Geräte und funktionierende Heizsysteme.
  • Menschen erhalten rechtliche Beratung im Alltag, zum Beispiel bei fehlenden Dokumenten oder bei Wohn- und Eigentumsfragen. Bei Bedarf vermitteln die Partnerorganisationen an spezialisierte Rechtsdienste weiter.
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Nachrichten aus dem Projekt

Vom 23.09.2026
Tetiana Voronych, eine Mitarbeiterin der Caritas Donezk erzählt die Geschichte von Mariya und ihrer Familie aus dem Oblast DnipropetrowskCaritas Donetsk

Tetiana Voronych, eine Mitarbeiterin der Caritas Donezk, erzählt die Geschichte von Mariya und ihrer Familie

Der Krieg zwang Mariya und ihre Familie aus der Oblast Dnipropetrowsk zur Flucht. Die Erfahrungen der Familie stehen stellvertretend für Millionen Binnenvertriebene in der Ukraine.

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Vom 27.08.2026
Kinder bei Entspannungsübungen in MykolajiwVoices of Children

Wie Psycholog*innen Kindern helfen, mit dem Krieg in der Ukraine fertigzuwerden

Mit Mitteln der Diakonie Katastrophenhilfe unterstützen Mitarbeitende der Organisation Voices of Children Kinder mit psychologischer Betreuung, damit sie die Folgen des Krieges verarbeiten und langsam wieder ins Leben zurückfinden können.

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FAQ – Fragen und Antworten zur Nothilfe in der Ukraine

  • Die Hilfsbereitschaft, die auch unserem Hilfswerk seit Kriegsbeginn entgegengebracht wird, ist enorm. Uns erreichen zahlreiche Fragen, wie am besten geholfen werden kann. Aus unserer Sicht sind Geldspenden die effektivste Form der Hilfe. Wir sind mit unseren Partnern sowohl in der Ukraine als auch in den Nachbarländern aktiv. Für die Menschen, die in die Nachbarländer geflohen sind, bereiten wir Bargeldhilfen vor, so dass sie sich lebenswichtige Güter nach Bedarf kaufen können. Bargeld hilft den Menschen auf der Flucht am effektivsten.

    Für die weltweiten Projekte nimmt die Diakonie Katastrophenhilfe keine Sachspenden entgegen. Hilfsgüter wie Lebensmittel, Hygiene-Artikel, Kleider und Plastikplanen für Unterkünfte kaufen wir in der Regel auf lokalen und regionalen Märkten ein. Damit ist sichergestellt, dass die Hilfsgüter den genauen Bedarf treffen und den Verhältnissen im Land und den Gewohnheiten der Menschen entsprechen. Zudem sind die Kosten geringer und die regionale Wirtschaft wird gestärkt. Hier können Sie spenden.

  • Über Ihre Bereitschaft, sich persönlich für die Menschen in der Ukraine zu engagieren, freuen wir uns sehr. Leider können wir Ihr Angebot in dieser Form nicht annehmen, da wir selbst keine Helferinnen und Helfer in Krisengebiete vermitteln. Um bei Katastrophen wirkungsvoll helfen zu können, arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe in den Projektregionen in der Regel eng mit einheimischen Partnerorganisationen zusammen. Diese Partner sprechen die Landessprache, kennen ihr Land und die Gefahrenlage am besten, und sie wissen, was die Menschen bei einer Katastrophe am dringendsten brauchen. Mit ihrem Einsatz können Hilfsorganisationen wie wir in Kriegs- und Katastrophengebieten am effizientesten helfen.

  • Die Diakonie Katastrophenhilfe hilft Opfern von Krieg und Vertreibung in der Ukraine – unabhängig von Hautfarbe, Nationalität, Religion und Geschlecht. Ausschlaggebend für die Hilfe ist allein die Not.

  • Die Diakonie Katastrophenhilfe ist bereits seit der Annexion der Krim 2014 in der Ukraine aktiv und verfügt sowohl im Land als auch in den Anrainerländern über ein Netzwerk erfahrener Nothilfe-Organisationen.

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen

Bild von Carsten Obergfell

Carsten Obergfell

Service für Spenderinnen und Spender

+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de