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Flutkatastrophe in Deutschland

Hilfe nach dem Hochwasser

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 08.12.2021
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Bei einer der schwersten Unwetter-Katastrophen in der Geschichte Deutschlands sind Ende Juli mehr als 170 Menschen ums Leben gekommen. Auch Wochen danach sind Regionen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern schwer gezeichnet von den Schäden, die die Überschwemmungen angerichtet haben. Der Wiederaufbau dessen, was in einer Nacht zerstört worden ist, wird Jahre dauern. Dank der überwältigenden Spendenbereitschaft konnten wir bereits schnell und gezielt Hilfe bereitstellen – und werden Betroffenen auch langfristig zur Seite stehen können.

In einem ersten Schritt haben wir über die Einrichtungen der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe Soforthilfe in Höhe von 3,42 Millionen Euro (Stand November 2021) an mehr als 7.000 Familien und Einzelpersonen ausgezahlt. Hier geht es um eine schnelle und unbürokratische Hilfe. Diese geht als Bargeldhilfe an Betroffene (300 Euro für Haushaltvorstand und 200 Euro für jede weitere Person, max. 1.500 Euro), die damit etwa Kleidung, Mobiliar oder Miete bezahlen können.

Außerdem haben wir Soforthilfe für soziale Einrichtungen bereitgestellt, damit diese wieder arbeitsfähig werden. Bislang wurden 196.400 Euro (Stand November 2021) ausgezahlt.

Bautrockner und Haushaltsbeihilfen

Wir haben in den betroffenen Regionen darüber hinaus 3.190 Bautrockner im Wert von etwa einer Million Euro verteilt. Die Trockner helfen dabei, die Häuser und Gebäude wieder in Stand setzen zu können.

Viele Häuser wurden samt Einrichtung zerstört. Wir richten daher Haushaltsbeihilfen ein. Pro Haushalt können bis zu 5.000 Euro für die Wiederbeschaffung von persönlichen Einrichtungsgegenständen beantragt werden. Dazu zählen zum Beispiel Möbel und Haushaltsgeräte.

Mittel- und Langfristige Hilfe befindet sich im Aufbau

Außerdem unterstützen wir die Menschen langfristig beim Wiederaufbau. Hierfür bauen wir mobile Beratungsteams in neun Regionen im Landesverband Rheinland-Westfalen-Lippe auf. Dort helfen Experten in mobilen Teams dabei, die komplexen Anträge der Länder auszufüllen, um die Hochwasserhilfen beantragen zu können. Sie kennen sich mit den Förderprogrammen und Richtlinien genau aus und stehen den Menschen zur Seite. Rund 620 Anträge sind bislang bei der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe eingereicht worden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Seelsorge und die psychologische Betreuung der Betroffenen. Wir stehen als verlässlicher Gesprächspartner bereit und unterstützen durch zusätzlich geschaffene Stellen die Menschen bei der Bewältigung der Flutkatastrophe.

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  • 3,42 Millionen Euro (Stand November 2021) haben wir bisher als Soforthilfe ausgezahlt an mehr als 7.000 Familien und Einzelpersonen, in Form von Bargeld oder per Überweisung.
  • Sogenannte Haushaltsbeihilfen können bis maximal 5.000 Euro werden ausgezahlt. Sie sollen es den Betroffenen ermöglichen, einen Teil des Hausstands zu ersetzen. Betroffene können den Antrag online ausfüllen.
  • In den Überflutungsgebieten haben wir 3.190 Bautrockner an Betroffene verteilt und an diakonische Einrichtungen geliefert.
  • Weitere Maßnahmen werden mit dem lokalen Partner, staatlichen Stellen und den kommunalen Krisenstäben abgestimmt.
  • Weiter geplant sind Hilfen für Wiederaufbau und Inventar über 5.000 Euro. Für diese Hilfen werden Bedürftigkeitsprüfungen notwendig sein. Alle Beträge werden in der zentralen Datenbank Phoenix hinterlegt, um Missbrauch zu vermeiden.
  • Für die langfristige Fluthilfe sind neun mobile Teams in den betroffenen Regionen unterwegs, um die Mensche beim Wiederaufbau zu unterstützen.
Wir halten Sie auf dem Laufenden
Nachrichten aus dem Projekt

In Gottesdiensten haben Diakonie und evangelische Kirche mobile Hochwasserhilfe-Teams vorgestellt. Die Expertinnen und Experten sollen die Menschen in den Überschwemmungsgebieten in den kommenden Monaten begleiten und unterstützen.mehr...

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 17.11.2021
Frank Schultze/ Diakonie Katastrophenhilfe

Diakonie und Kirche stellen mobile Teams zur Hochwasser-Hilfe vor

In Gottesdiensten haben Diakonie und evangelische Kirche mobile Hochwasserhilfe-Teams vorgestellt. Die Expertinnen und Experten sollen die Menschen in den Überschwemmungsgebieten in den kommenden Monaten begleiten und unterstützen.

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Vom 16.11.2021

Freizeit für Jugendliche und Kinder in Heimerzheim

Mit Spendenmitteln der Diakonie Katastrophenhilfe konnten sich Kinder, Jugendliche und Familien von der Überschwemmung eine kurze Auszeit gönnen: Zwei Ausflüge organisierte das mobile Helferteam für sie in Heimerzheim. Finanziert wurde das aus Spendenmitteln für die Diakonie Katastrophenhilfe.

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  • 13.10.2021
    Frank Schultze

    Die Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben hohe Schäden verursacht. Das Problem: Versicherungen zahlen dafür nicht unbedingt - es hängt davon ab, was exakt abgeschlossen wurde und was im Versicherungsvertrag steht.

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  • 12.10.2021
    Frank Schultze / Diakonie Katastrophenhilfe

    In Odendorf trat in der Flutnacht der Orbach massiv über die Ufer und zerstörte ganze Häuser. Aus Spendengeldern für die Diakonie Katastrophenhilfe wurden vor Ort bis heute etwa 70.000 Euro an Soforthilfe ausbezahlt. Ein Besuch vor Ort.

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  • 28.09.2021
    Frank Schultze/ Diakonie Katastrophenhilfe

    Es wird immer kälter und in vielen Wohnungen und Häusern in den Flutgebieten funktionieren die Heizungen noch nicht wieder. Die Diakonie Katastrophenhilfe verteilt daher mobile Heizgeräte.

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  • 24.09.2021
    Frank Schultze / Diakonie Katastrophenhilfe

    Bisher wurden rund 3,2 Millionen Euro als Soforthilfe ausgezahlt, davon fast 700.000 Euro in die sehr stark von dem Hochwasser betroffenen Gebiete rund um Bad Neuenahr. Die Gelder kommen aus Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe, welche die Diakonie Katastrophenhilfe eingenommen hat.

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  • 22.09.2021
    Hermann Bredehorst

    Michael Frischmuth ist unser Kontinentalverantwortlicher für Europa und hat bereits nach dem Hochwasser 2013 in Deutschland Betroffenen geholfen. Im Interview erklärt er, worauf es bei nachhaltiger Hilfe ankommt – und warum mobile Teams hierbei eine entscheidende Rolle einnehmen.

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  • 15.09.2021
    Frank Schultze / Diakonie Katastrophenhilfe

    In Swisttal hat mit Elke Feuser-Kohler die erste Vollzeitkraft in einem mobilen Einsatz-Team ihre Arbeit aufgenommen. Bezahlt wird ihre Stelle durch Spendengelder für die Diakonie Katastrophenhilfe. Ihre Aufgabe: die psychosoziale Begleitung von Betroffenen in den Flutgebieten.

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  • 10.09.2021
    Frank Schultze

    Zwei Monate nach der Katastrophe haben viele Haushalte mit Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern ihre Keller entschlammt und begonnen, ihre Grundmauern trocken zu legen. Dank der Soforthilfen, konnten viele Betroffene die erste Zeit nach der Katastrophe überstehen. In Kürze können Betroffene nun Haushaltsbeihilfen von bis zu 5.000 Euro beantragen. Außerdem haben wir 4.000 Heizkörper bestellt, die demnächst dezentral über die lokalen diakonischen Einrichtungen verteilt werden.

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  • 16.08.2021

    Die Lage in den von der Unwetterkatastrophe schwer geftroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ist dramatisch. Die Aufräum-und Sanierungsarbeiten werden Jahre dauern. Gemeinsam mit unserem Partner vor Ort, dem Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe, helfen wir bei der Soforthilfe und beim nachhaltigen Wiederaufbau.

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  • 11.08.2021
    Frank Schultze

    Zu Beginn der Woche war Dagmar Pruin, die Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe, im Katastrophengebiet, um sich einen persönlichen Eindruck von den immensen Schäden zu machen. Welche Herausforderungen auf die Region zukommen, wird durch einen eindrücklichen Fakt deutlich: Das Büro, das die Diakonie Katastrophenhilfe nach der Flutkatastrophe im Jahr 2013 in Magdeburg eröffnet hat, wurde erst Ende 2020 geschlossen. Sieben Jahre nach der Katastrophe.

     

     

  • 05.08.2021

    Anstehen für Bautrockner: Die Geräte wurden durch Spenden an die Diakonie Katastrophenhilfe finanziert. Ein ZDF-Team hat die Verteilung der Geräte gefilmt.

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  • 04.08.2021
    Bernhard Meinke

    Wie ist der Alltag in einer Region, die durch das Hochwasser stark zerstört wurde? Und auf was kommt es jetzt an? Unser Mitarbeiter Bernhard Meinke hat in seiner Heimat Bad Neuenahr hautnah erlebt, was eine solche Katastrophe mit sich bringt: das Furchtbare, aber auch, was in solchen Zeiten Zusammenhalt und Solidarität bedeuten.

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  • 29.07.2021

    Um die Soforthilfe für die Betroffenen zu koordinieren und die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe zu unterstützen, hat die Diakonie Katastrophenhilfe ihren Nothilfe-Koordinator Tommy Bouchiba ins Katastrophengebiet geschickt. Der Berater hat auf der ganzen Welt Erfahrung darin gesammelt, nach einem Erdbeben oder einem Tsunami die lokale Bevölkerung beim Wiederaufbau zu begleiten. Nun baut er Stützpunkte auf und fragt sich bereits, was aus der Katastrophe zu lernen ist.

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  • 28.07.2021

    Entscheidend für die Hilfe im Katastrophengebiet ist, dass die Unterstützung bei jenen ankommt, die sie am dringendsten benötigen – Eindrücke von einem Besuch vor Ort.

  • 23.07.2021
    Hermann Bredehorst

    Am Donnerstag hat eine Delegation von der Diakonie Deutschland, der Diakonie Katastrophenhilfe und des Diakonischen Werks Rheinland-Westfalen-Lippe die vom Hochwasser schwer getroffene Gemeinde Kall in der Nordeifel besucht. Im Gepäck hatte sie von Spendengeldern finanzierte Trocknungsgeräte.

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  • 21.07.2021

    Dank der überwältigenden Spendenbereitschaft stellen die evangelische Kirche und die Diakonie in einem ersten Schritt vier Millionen Euro für die Betroffenen bereit. Mit dem Geld erhalten die Menschen Bargeldzahlungen, bei denen sie selbst entscheiden können, wofür sie diese verwenden wollen. Um den Kindern etwas Ablenkung zu verschaffen, sind außerdem Freizeitangebote und psychologische Betreuung geplant.

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen

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Carsten Obergfell

Service für Spenderinnen und Spender

+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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