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Flutkatastrophe in Deutschland

Hilfe nach dem Hochwasser

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 22.09.2021
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Bei einer der schwersten Unwetter-Katastrophen in der Geschichte Deutschlands sind Ende Juli mehr als 170 Menschen ums Leben gekommen. Auch Wochen danach sind Regionen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern schwer gezeichnet von den Schäden, die die Überschwemmungen angerichtet haben. Der Wiederaufbau dessen, was in einer Nacht zerstört worden ist, wird Jahre dauern. Dank der überwältigenden Spendenbereitschaft konnten wir bereits schnell und gezielt Hilfe bereitstellen – und werden Betroffenen auch langfristig zur Seite stehen können.

In einem ersten Schritt haben wir über die Einrichtungen der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe Soforthilfe in Höhe von 3,2 Millionen Euro an rund 1.200 Familien und Einzelpersonen ausgezahlt. Hier geht es um eine schnelle und unbürokratische Hilfe. Diese geht als Bargeldhilfe (max. 1.500 Euro) an Betroffene, die damit etwa Kleidung, Mobiliar oder Miete bezahlen können.

Außerdem haben wir Soforthilfe für soziale Einrichtungen bereitgestellt, damit diese wieder arbeitsfähig werden. Bislang wurden in 10 Anträgen 45.000 Euro ausgezahlt.

Bautrockner und Haushaltsbeihilfen

Wir haben in den betroffenen Regionen darüber hinaus Bautrockner im Wert von etwa einer Million Euro verteilt. In einem ersten Schritt waren es 2600 Stück, weitere 590 werden in Kürze geliefert und verteilt. Die Trockner helfen dabei, die Häuser und Gebäude wieder in Stand setzen zu können.

Viele Häuser wurden samt Einrichtung zerstört. Wir richten daher Haushaltsbeihilfen ein. Pro Haushalt können bis zu 5.000 Euro für die Wiederbeschaffung von persönlichen Einrichtungsgegenständen beantragt werden. Dazu zählen zum Beispiel Möbel und Haushaltsgeräte.

Mittel- und Langfristige Hilfe befindet sich im Aufbau

Außerdem unterstützen wir die Menschen langfristig beim Wiederaufbau. Hierfür bauen wir ein Fluthilfebüro im Landesverband Rheinland-Westfalen-Lippe auf. Dort helfen Experten in mobilen Teams dabei, die komplexen Anträge der Länder auszufüllen, um die Hochwasserhilfen beantragen zu können. Sie kennen sich mit den Förderprogrammen und Richtlinien genau aus und stehen den Menschen zur Seite.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Seelsorge und die psychologische Betreuung der Betroffenen. Wir stehen als verlässlicher Gesprächspartner bereit und unterstützen durch zusätzlich geschaffene Stellen die Menschen bei der Bewältigung der Flutkatastrophe.

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  • 3,2 Millionen Euro haben wir bisher als Soforthilfe ausgezahlt an rund 1.200 Familien und Einzelpersonen, in Form von Bargeld oder per Überweisung.
  • Sogenannte Haushaltsbeihilfen bis maximal 5.000 Euro werden demnächst ausgezahlt. Sie sollen es den Betroffenen ermöglichen, einen Teil des Hausstands zu ersetzen. 
  • In den Überflutungsgebieten haben wir 2.600 Bautrockner an Betroffene verteilt und an diakonische Einrichtungen geliefert. Weitere 590 Trockner sind bestellt und werden in Kürze geliefert und verteilt.
  • Wir helfen mit Jugendfreizeiten und psychologischer Unterstützung für Kinder und Jugendliche.
  • Weitere Maßnahmen werden mit dem lokalen Partner, staatlichen Stellen und den kommunalen Krisenstäben abgestimmt.
  • Weiter geplant sind Hilfen für Wiederaufbau und Inventar über 5.000 Euro. Für diese Hilfen werden Bedürftigkeitsprüfungen notwendig sein. Alle Beträge werden in der zentralen Datenbank Phoenix hinterlegt, um Missbrauch zu vermeiden.
  • In den betroffenen Gebieten in Bayern ist die Diakonie Katastrophenhilfe zusammen mit der Diakonie Bayern aktiv.
Wir halten Sie auf dem Laufenden
Nachrichten aus dem Projekt

Michael Frischmuth hat bereits nach dem Hochwasser 2013 in Deutschland geholfen. Im Interview berichtet der Kontinentalverantwortliche für Europa von der Diakonie Katastrophenhilfe, wie die Hilfe bei den Betroffenen ankommt, und warum manches länger dauert. mehr...

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 22.09.2021
Hermann Bredehorst

„Unsere Fluthilfe kommt erst an dritter Stelle“

Michael Frischmuth hat bereits nach dem Hochwasser 2013 in Deutschland geholfen. Im Interview berichtet der Kontinentalverantwortliche für Europa von der Diakonie Katastrophenhilfe, wie die Hilfe bei den Betroffenen ankommt, und warum manches länger dauert.

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Vom 15.09.2021
Frank Schultze / Diakonie Katastrophenhilfe

Fluthelferin im mobilen Einsatz

In Swisttal hat mit Elke Feuser-Kohler die erste Vollzeitkraft in einem mobilen Einsatz-Team ihre Arbeit aufgenommen. Bezahlt wird ihre Stelle durch Spendengelder für die Diakonie Katastrophenhilfe. Ihre Aufgabe: die psychosoziale Begleitung von Betroffenen in den Flutgebieten.

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  • 10.09.2021
    Frank Schultze

    Zwei Monate nach der Katastrophe haben viele Haushalte mit Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern ihre Keller entschlammt und begonnen, ihre Grundmauern trocken zu legen. Dank der Soforthilfen, konnten viele Betroffene die erste Zeit nach der Katastrophe überstehen. In Kürze können Betroffene nun Haushaltsbeihilfen von bis zu 5.000 Euro beantragen. Außerdem haben wir 4.000 Heizkörper bestellt, die demnächst dezentral über die lokalen diakonischen Einrichtungen verteilt werden.

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  • 11.08.2021
    Frank Schultze

    Zu Beginn der Woche war Dagmar Pruin, die Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe, im Katastrophengebiet, um sich einen persönlichen Eindruck von den immensen Schäden zu machen. Welche Herausforderungen auf die Region zukommen, wird durch einen eindrücklichen Fakt deutlich: Das Büro, das die Diakonie Katastrophenhilfe nach der Flutkatastrophe im Jahr 2013 in Magdeburg eröffnet hat, wurde erst Ende 2020 geschlossen. Sieben Jahre nach der Katastrophe.

     

     

  • 05.08.2021

    Anstehen für Bautrockner: Die Geräte wurden durch Spenden an die Diakonie Katastrophenhilfe finanziert. Ein ZDF-Team hat die Verteilung der Geräte gefilmt.

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  • 04.08.2021
    Bernhard Meinke

    Wie ist der Alltag in einer Region, die durch das Hochwasser stark zerstört wurde? Und auf was kommt es jetzt an? Unser Mitarbeiter Bernhard Meinke hat in seiner Heimat Bad Neuenahr hautnah erlebt, was eine solche Katastrophe mit sich bringt: das Furchtbare, aber auch, was in solchen Zeiten Zusammenhalt und Solidarität bedeuten.

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  • 29.07.2021

    Um die Soforthilfe für die Betroffenen zu koordinieren und die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe zu unterstützen, hat die Diakonie Katastrophenhilfe ihren Nothilfe-Koordinator Tommy Bouchiba ins Katastrophengebiet geschickt. Der Berater hat auf der ganzen Welt Erfahrung darin gesammelt, nach einem Erdbeben oder einem Tsunami die lokale Bevölkerung beim Wiederaufbau zu begleiten. Nun baut er Stützpunkte auf und fragt sich bereits, was aus der Katastrophe zu lernen ist.

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  • 28.07.2021

    Entscheidend für die Hilfe im Katastrophengebiet ist, dass die Unterstützung bei jenen ankommt, die sie am dringendsten benötigen – Eindrücke von einem Besuch vor Ort.

  • 23.07.2021
    Hermann Bredehorst

    Am Donnerstag hat eine Delegation von der Diakonie Deutschland, der Diakonie Katastrophenhilfe und des Diakonischen Werks Rheinland-Westfalen-Lippe die vom Hochwasser schwer getroffene Gemeinde Kall in der Nordeifel besucht. Im Gepäck hatte sie von Spendengeldern finanzierte Trocknungsgeräte.

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  • 21.07.2021

    Dank der überwältigenden Spendenbereitschaft stellen die evangelische Kirche und die Diakonie in einem ersten Schritt vier Millionen Euro für die Betroffenen bereit. Mit dem Geld erhalten die Menschen Bargeldzahlungen, bei denen sie selbst entscheiden können, wofür sie diese verwenden wollen. Um den Kindern etwas Ablenkung zu verschaffen, sind außerdem Freizeitangebote und psychologische Betreuung geplant.

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen

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Carsten Obergfell

Service für Spenderinnen und Spender

+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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