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Trotz Krieg Zuflucht bieten

Trotz Krieg Zuflucht bieten

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es weltweit mehr als 200 Kriege mit Millionen Toten und Abermillionen Flüchtlingen. Die vertriebenen Menschen zu versorgen und vor weiterer Gewalt zu schützen, ist eine der großen Herausforderungen in dieser menschengemachten Katastrophe.

Kriege auf dem Rücken der Zivilbevölkerung

Die Mehrzahl aller Kriege und bewaffneten Konflikte seit 1945 wurde in den armen Ländern der Welt ausgetragen, in Asien, Afrika und Lateinamerika. Dabei starben schätzungsweise mehr als 40 Millionen Menschen, die überwiegend Zivilisten waren. Die großen Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung resultieren meist aus den indirekten Folgen eines Kriegs wie der zerstörten Infrastruktur, mangelnder Versorgung mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser.

Deshalb fliehen die Menschen oft in Massen, wie die Kriege in Syrien und in der DR Kongo zeigen. Doch das erhöht nicht immer ihre Sicherheit. Viele Flüchtlinge werden zu Geiseln der Kriegsparteien, ihre Lager werden angegriffen oder sie leiden unter Hunger und Krankheit, weil die internationale Hilfe sie erst spät erreicht.

Flucht birgt andere Gefahren

Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien starben rund 400.000 Menschen, mehr als zwei Millionen wurden verletzt, etwa sechs Millionen sind aus dem Land geflohen und nochmal so viele im Land auf der Flucht (Stand Anfang 2019). Viele der Zuflucht suchenden Menschen sind traumatisiert, haben kaum etwas zu essen und finden vor allem keine schützende Unterkunft für sich und ihre Familien, da die schiere Menge der Geflohenen die Nachbarländer schnell überlastet. Deshalb setzt hier die Hilfe an, um die Not dieser leidgeprüften Menschen so schnell wie möglich zu verringern.

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So helfen wir bei Krieg und Konflikt

  • Wenn Konflikte gewaltsam eskalieren, bereitet sich die Diakonie Katastrophenhilfe umgehend auf Hilfe für Flüchtlinge vor, meist in den Nachbarländern. So können wir zusammen mit unseren Partnern im Bedarfsfall sofort wichtige Hilfsgüter verteilen wie Essen, Trinkwasser, Decken, Zelte und auch Baumaterial für festere Unterkünfte.
  • Wir geben Beihilfen zum Lebensunterhalt und leisten psychosoziale Unterstützung, damit die oft traumatisierten Menschen wieder Zuversicht gewinnen und ihren Alltag bestreiten können.
  • Sobald die Situation im Kriegsland es erlaubt, erweitern wir unsere Hilfe um Projekte für Vertriebene im Land und unterstützen Rückkehrer dabei, ihre Wohnungen instand zu setzen.
  • Außerdem betreiben wir kontinuierlich Lobby-Arbeit, um Zugang zu Kriegsregionen zu erhalten, die humanitäre Situation dort zu verbessern und auf friedliche Lösungen hinzuwirken.
  • Denn Gewaltfreiheit ist der Königsweg, er wird nur zu selten beschritten.

Wir versuchen in Syrien unermüdlich, ein Stück Humanität in diesen unmenschlichen Konflikt zu bringen.

Christian Huber
Referent für humanitäre Hilfe

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Nach mehr als zehn Jahren Krieg gibt es kaum noch Medienberichte über die Lebenssituation der Menschen in Syrien. Der Syrienkonflikt ist zu einer vergessenen Katastrophe geworden. Und das, obwohl inzwischen mehr als 13,4 Millionen Einwohner auf humanitäre Hilfe angewiesen sind – mehr als je zuvor. 600.000 Kinder in Syrien sind chronisch mangelernährt. Wir setzen unsere Hilfsprojekte in Syrien weiter fort. Ein besonderer Fokus liegt auf der Winterhilfe, denn in den kalten Wintermonaten verschärft sich die Notlage der Bevölkerung noch einmal deutlich.

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Wir tun noch viel mehr.

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Humanitäre Hilfe im Krieg

Neutralität und Unabhängigkeit sind die Voraussetzung für humanitäre Hilfe, vor allem in gewaltsamen Konflikten. Doch zivile Helfer sollen als „weiche“ Komponente der Kriegführung benutzt werden, was schlimme Folgen hätte.

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