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Afrika

Hunger in Afrika

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 02.11.2022
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Millionen Menschen in Afrika leiden Hunger. Immer mehr Menschen benötigen humanitäre Hilfe. Es sind mehrfache Katastrophen, die der Bevölkerung insbesondere im Osten und Süden des Kontinents das Leben erschweren: durch den Klimawandel verursachte Krisen und Naturkatastrophen wie Dürre, Überschwemmungen, Schwärme von Wüstenheuschrecken und saisonale Tropenstürme führen zu Vertreibungen und erhöhen den humanitären Bedarf. Hinzu kommen regionale gewalttätige Konflikte. Aber auch ferne Konflikte zeigen dramatische Auswirkungen: Durch den Ukraine-Krieg steigen die Lebensmittel- und Energiepreise für die ohnehin schon notleidende Bevölkerung dramatisch an.

Bis Ende 2022 droht laut den Vereinten Nationen die Anzahl der Hungernden alleine am Horn von Afrika von 14 auf 20 Millionen anzusteigen. Somalia ist beispielsweise schon lange gebeutelt von Klimaextremen. Immer häufiger kommt es zu katastrophalen Wetterereignissen, die Millionen Menschen in einen ständigen Kreislauf der Krise stürzen. Laut einer Prognose der Vereinten Nationen vom April 2022 sind mehr als 1,7 Millionen Menschen mangel- und unterernährt, 80.000 Menschen droht akut bereits der Hungertod.  

Ukraine-Krieg: Energie- und Lebensmittelpreise steigen

Auch Äthiopien hat mit den Folgen von extremen Wetterereignissen, einschließlich einer großen Heuschreckenplage, zu kämpfen. Krieg und die weltweit explodierenden Energie- und Lebensmittelpreise, u.a. infolge des Ukraine-Kriegs, kommen hinzu. Das Land sieht sich mit der schwersten Dürre-Krise seit 40 Jahren konfrontiert. Laut der Vereinten Nationen sind 2022 zwischen 5,5 und 6,5 Millionen Menschen ernsthaft von Hungersnot bedroht.  

Besorgniserregend ist auch die Situation im Südsudan: Das extreme Ausmaß an Essensknappheit und Unterernährung, von dem zwei Drittel der Bevölkerung des Landes betroffen sind, ist für eine der schlimmsten Notsituationen im Bereich der humanitären Bedürfnisse in der Welt verantwortlich. Ähnlich wie Somalia und Äthiopien überlagern sich die Folgen von jahrelangem Bürgerkrieg, immer drastischeren Wetterextremen und die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu einer noch nie dagewesenen Hungerkrise. Der Bürgerkrieg und die schweren Überschwemmungen der letzten Jahre, gefolgt von Dürre, haben Millionen dazu gezwungen, in andere Regionen zu ziehen. Schätzungsweise 8,3 Millionen Menschen, einschließlich der Flüchtlinge, werden auf dem Höhepunkt der Magersaison 2022 (Mai-Juli) von schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen sein.

 

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  • In Somalia stellen wir für über 4.800 Familien mit insgesamt 5.000 Tieren Wassergutscheine bereit und statten Schulen mit Wassertanks aus, die an die kommunalen Wasserleitungen angeschlossen sind.

  • Im Südsudan stellen wir regelmäßige kostenlose Schulspeisungen für rund 15.000 Kinder an 47 Schulen bereit.

  • In Äthiopien haben wir für über 5.000 Vertriebene sowie Familien aus den aufnehmenden Gemeinden in der Region Afar Nahrungsmittelverteilungen für insgesamt drei Monate organisiert.

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Aktuelle Nachrichten
Dürre und Krieg: „Die aktuelle Situation ist besorgniserregend“ Vom 02.11.2022 Hunger Afrika

Seit zwei Jahren ist die Grenzregion zwischen Tigray und Afar in Äthiopien von anhaltenden Kämpfen betroffen. „Die aktuelle Situation ist besorgniserregend“, berichtet Katrin-Maria Jullien, Büroleiterin der Diakonie Katastrophenhilfe in Nairobi. Die Partnerorganisation APDA aus Äthiopien berichtet von anhaltenden Kämpfen in der Grenzregion zwischen Tigray und Afar: Die Stadt Aba’ala wurde mehrfach von Rebellen bombardiert, zuletzt im September. Tausende Familien hätten daraufhin die Flucht ergriffen und ihr Hab und Gut durch Plünderungen verloren. Rund 7.000 Häuser seien zerstört worden. Zusätzlich sind weite Landesteile von der schwersten Dürre seit Jahrzehnten betroffen. Vier Regenzeiten sind bereits ausgefallen. Wir helfen mit unseren Partnern vor Ort und unterstützen Vertriebene unter anderem mit Lebensmitteln und Gutscheinen.

Aktuelle Nachrichten

Vom 02.11.2022
Diakonie Katastrophenhilfe

Dürre und Krieg: „Die aktuelle Situation ist besorgniserregend“

Seit zwei Jahren ist die Grenzregion zwischen Tigray und Afar in Äthiopien von anhaltenden Kämpfen betroffen. „Die aktuelle Situation ist besorgniserregend“, berichtet Katrin-Maria Jullien, Büroleiterin der Diakonie Katastrophenhilfe in Nairobi. Die Partnerorganisation APDA aus Äthiopien berichtet von anhaltenden Kämpfen in der Grenzregion zwischen Tigray und Afar: Die Stadt Aba’ala wurde mehrfach von Rebellen bombardiert, zuletzt im September. Tausende Familien hätten daraufhin die Flucht ergriffen und ihr Hab und Gut durch Plünderungen verloren. Rund 7.000 Häuser seien zerstört worden. Zusätzlich sind weite Landesteile von der schwersten Dürre seit Jahrzehnten betroffen. Vier Regenzeiten sind bereits ausgefallen. Wir helfen mit unseren Partnern vor Ort und unterstützen Vertriebene unter anderem mit Lebensmitteln und Gutscheinen.

Vom 14.10.2022
Siegfried Modola/Diakonie Katastrophenhilfe

Südsudan droht Hungersnot nach Überschwemmungen

Erneute Überschwemmungen im Südsudan haben Teile der Ernte zerstört, wodurch nun eine Hungersnot droht. Der Regen fiel zu spät und zu heftig. Viele Menschen verloren ihre Häuser, ihr Vieh und die Ernte auf ihren überfluteten Feldern. Gegen die Nahrungsmittel-Knappheit helfen zum Beispiel unsere Schulspeisungen.

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  • 26.08.2022| Hunger Afrika
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Die Afar-Region im Norden Äthiopiens ist besonders stark von den Konflikten in Tigray betroffen. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen unterstützen wir mehr als 14.500 Vertriebene in den Flüchtlingslagern Guyah und Serdo.

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  • 24.08.2022| Hunger Afrika

    Das Camp im Norden von Baidoa in Somalia ist überfüllt, mehr als 2,7 Millionen Menschen gelten als Binnenvertrieben. Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort leisten wir Hilfe.

  • 18.08.2022| Hunger Afrika
    ADS/Act Alliance

    Eine außergewöhnliche Dürre bedroht seit vielen Monaten die Menschen in Kenia. „Ohne die Lebensmittelrationen, die wir erhalten, könnten wir nicht überleben“ erzählt Naregai. Die zweifache Mutter zählt zu den Bedürftigen, die wir gemeinsam mit unseren Partnern mit Bargeldhilfen unterstützen.

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  • 12.07.2022| Hunger Afrika
    Siegfried Modola/Diakonie Katastrophenhilfe

    Zum Schutz vor Mangelernährung und bleibenden gesundheitlichen Schäden erhalten 15.000 Kinder regelmäßig ein warmes Schulessen. In der ersten Projektphase bestand dieses aus einer Soja-Mais-Mischung, welche mit Vitaminen, Mikronährstoffen und Zucker angereichert wurde.

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  • 17.06.2022| Hunger Afrika
    Ismail Taxta / Diakonie Katastrophenhilfe

    Eine der schwersten Dürren der jüngeren Geschichte, Wasserknappheit, Heuschrecken – und nun auch noch steigende Lebensmittelpreise: Millionen von Menschen sind in Ostafrika von einer Hungerkrise bedroht. Wir helfen den Menschen in Äthiopien und Somalia gemeinsam mit unseren Partnern.

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  • 10.06.2022| Hunger Afrika
    Ismail Taxta/Diakonie Katastrophenhilfe

    Die anhaltende Trockenheit verstärkt die Ernährungskrise in Somalia. Laut UN-Angaben kann sich fast die Hälfte der Somalierinnen und Somalier nicht ausreichend ernähren. Hinzu kommt: Millionen Nutztiere verenden aufgrund der fehlenden Nahrung. Die Bauern verlieren nicht nur ihr Vieh, sondern dadurch auch ihre gesamten Einnahmequellen.

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  • 06.05.2022| Hunger Afrika
    Ismail Taxta

    Die momentane Lage in Ostafrika ist dramatisch, der Hunger breitet sich immer weiter aus. Martin Kessler, Direktor der Diakonie Katastrophenhilfe, über die furchtbare Situation: „14 Millionen Menschen hungern, zwei Millionen davon sind Kinder. Bis Ende des Jahres könnten es 20 Millionen sein. In Teilen Somalias herrscht schon jetzt eine Hungersnot – dort sterben Menschen, weil sie nicht genug zu essen haben. Es ist die schlimmste Dürre seit 40 Jahren.

    Die Gründe für den Hunger sind vielfältig: Drei Jahre ist der Regen schon ausgeblieben, auch die vierte Regenzeit droht auszufallen. Durch die Trockenheit stirbt das Vieh, oftmals die einzige Einnahmequelle. Zusätzlich explodieren – auch wegen des Kriegs in der Ukraine – die Preise für Grundnahrungsmittel. All das trifft die Menschen in einer Phase, in der sie versuchen, sich von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu erholen.“

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  • 26.04.2022| Hunger Afrika

    Die Dürrekrise in Somalia, Äthiopien und Kenia spitzt sich immer weiter zu. Gemeinsam mit weiteren 52 Hilfsorganisationen haben wir deshalb im Rahmen der Geberkonferenz in Genf einen Aufruf an die internationale Gemeinschaft gestartet. Wir bitten verstärkt um Hilfe! Mehr als 14 Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht – etwa die Hälfte davon sind Kinder. Neben der ohnehin schon katastrophalen Situation durch die Corona-Pandemie, Heuschreckenplage sowie Konflikte, verschärft jetzt die Ukraine-Krise die Lage. Sowohl die Rohstoff-, als auch die Lebensmittelpreise steigen an. Wenn Regenfälle weiterhin ausbleiben, wird die Zahl der bedrohten Menschen schnell ansteigen.

  • 22.02.2022| Hunger Afrika
    CHRIS BALL

    Der vierte starke Sturm binnen weniger Wochen: Madagaskar wird erneut von einem Zyklon bedroht. Zyklon Emnati soll am Dienstagabend auf Land treffen. Erst vor wenigen Tagen hat Zyklon Bastirai dem Inselstaat stark zugesetzt, viele Häuser wurden zerstört, 120 Menschen sind gestorben, Straßenverbindungen sind durch Erdrutsche und Überflutungen nach wie vor unterbrochen. Wir stehen mit unserem Partner vor Ort im Austausch. Wie zerstörerisch Stürme sein können, das haben wir auch zuletzt in Deutschland erlebt.

  • 03.02.2022| Hunger Afrika
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Der tropische Wirbelsturm Batsirai hat sich in den vergangenen Tagen im Indischen Ozean formiert und wird voraussichtlich am 5. Februar an der Ostküste von Madagaskar auf Land treffen. Um bestmöglich vorbereitet zu sein, helfen wir bereits bevor der Wirbelstrum eintrifft.

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  • 02.02.2022| Hunger Afrika
    Elisa Iannacone/Diakonie Katastrophenhilfe

    Zyklon Ana hat im Südosten Afrikas zu verheerenden Schäden und schwerem menschlichen Leid geführt: Im Norden Mosambiks wurden mehr als 7700 Häuser komplett zerstört, in Malawi starben 33 Menschen und mehr als 110.000 Menschen wurden durch Überschwemmungen vertrieben. Wir helfen vor Ort.

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Carsten Obergfell

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+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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