Gute Vorbereitung schützt am besten

Gute Vorbereitung schützt am besten

Katastrophenvorsorge ist der dritte Pfeiler der Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe, neben Soforthilfe und Wiederaufbau. Prävention stärkt und schützt Menschen in Regionen, die immer wieder von Katastrophen heimgesucht werden, weil die Schäden so geringer ausfallen und die Hilfe schneller ankommt.

Gestärkt die Katastrophe überstehen

Wenn Menschen weniger anfällig gegenüber Dürren, Überschwemmungen oder Wirbelstürmen sind, brauchen sie im Katastrophenfall weniger oder gar keine Hilfe. Deshalb haben wir ab 2005 zahlreiche Pilotprojekte gestartet in besonders gefährdeten Regionen in Asien, Afrika und Lateinamerika.

Vorsorge hilft schneller

In Bangladesch helfen wir seitdem beim Bau flutsicherer Häuser. In Indonesien, wo die Reis-Ernte durch den steigenden Meeresspiegel bedroht ist, zeigen wir den Menschen die Vorteile des Anbaus salztoleranter Reissorten im Wechsel mit anderen Feldfrüchten. In Äthiopien machen wir Bergbauernfamilien durch die Verteilung von hitzetolerantem Saatgut und die Einführung der Viehhaltung weniger anfällig für extreme Wetter-Ereignisse. So sind sie besser geschützt gegen die in diesen Regionen häufigen Katastrophen und können sie im besten Fall aus eigener Kraft bewältigen.

Dabei helfen auch Warenlager für Notfälle, wie wir sie nach dem schweren Erdbeben 2010 auf Haiti eingerichtet haben. Dort lagern zum Beispiel Decken und Planen oder Tabletten und Eimer zur Aufbereitung von Trinkwasser. Die konnten unsere Partner nach dem Hurrikan 2016 sofort an die Geschädigten verteilen – lange bevor die internationale Hilfe eintraf. Wir richten auch Nothilfe-Fonds ein, auf die unser Partner-Netzwerk im Fall einer Katastrophe direkt zugreifen kann. Denn bis die Mittel der internationalen Spender eintreffen, vergeht meist eine Woche. Vorsorge ist also wichtig, weil sie sofort hilft.

Projekte zum Thema

Projekt Bild
Wiederaufbau nach Hurrikan Matthew

Hurrikan Matthew führte im Oktober 2016 zu verheerenden Zerstörungen im Südwesten Haitis. Mehr als zwei Millionen Menschen verloren dadurch ihre Lebensgrundlage. Wir helfen ihnen beim Wiederaufbau ihrer Häuser und Höfe.

Projekt Bild
Sturmerprobt dem Klimawandel trotzen

Guatemala erlebt immer wieder Dürren, Wirbelstürme und Vulkanausbrüche. Vor allem die extremen Wetterereignisse nehmen aufgrund des Klimawandels zu. Darunter leidet besonders die arme indigene Bevölkerung. Damit sie widerstandsfähiger wird und Katastrophen besser übersteht, bringen wir ihnen neue Techniken bei und passen die altbewährten an.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Fragen

Bild von Elisabeth Grün

Elisabeth Grün

Service für Spenderinnen und Spender

+49 30 65211-4711service@diakonie-katastrophenhilfe.de

Material zum Mitnehmen

Mit unserem Aspekte-Heft „Katastrophenvorsorge in Zeiten des Klimawandels“ informieren wir darüber, wie wir unsere Partner in Afrika, Asien sowie in Lateinamerika und der Karibik dabei unterstützen, den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Menschen bei der Anpassung an die sich verändernde Natur zu helfen.

Download (PDF)