Kolumbien

Für ein menschenwürdiges Leben

Nothilfe
Letzte Aktualisierung:
 12.06.2019
Eine Frau geht zwischen Wellblechhütten auf Kolumbien entlang.

Mehr als 50 Jahre Bürgerkrieg haben in Kolumbien ihre Spuren hinterlassen. Kinder und Jugendliche leiden ganz besonders unter den Folgen von Gewalt und Vertreibung. Sie laufen zudem Gefahr, von bewaffneten Akteuren instrumentalisiert zu werden. Wir bleiben mit unseren Partnerorganisationen vor Ort und helfen den Betroffenen.

Kolumbien befindet sich nach dem Friedensabkommen von 2016 weiterhin in einer schwierigen humanitären Situation. Die FARC-Rebellen haben sich offiziell zurückgezogen und ihre Waffen niedergelegt. An ihrer Stelle kämpfen nun jedoch andere bewaffnete Akteure um territoriale und wirtschaftliche Macht. 

Bedingt durch die Kämpfe trauen sich viele intern Vertriebene nicht, in ihre Heimat zurückzukehren. Es fehlt ihnen vor allem an sanitären Anlagen, ausreichender Nahrung, Bildung und psychosozialer Unterstützung.

Kinder und Jugendliche sind in Kolumbien häufig ohne ausreichenden Schutz: Sie fürchten eine gewaltsame Rekrutierung durch bewaffnete Gruppen, Entführung, sexuelle Gewalt und Ausbeutung, Prostitution, Menschenhandel und Vertreibung. Mädchen und junge Frauen sind in dieser Region verstärkt von geschlechtsspezifischer Diskriminierung und Gewalt betroffen.

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  • In enger Zusammenarbeit mit COSUDE, unserem lokalen Partner, werden wir aktiv für einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen. Wir konzentrieren unsere Hilfe auf das familiäre, schulische und gemeinschaftliche Umfeld in Córdoba im Nordwesten Kolumbiens.

  • Lehrern, Eltern und Schülern vermitteln wir Wissen über Schutzprogramme. 11.900 Menschen erhalten in der Region Córdoba Zugang zu sauberem Trinkwasser und funktionierende sanitäre Anlagen.

  • In einem zweiten Projekt bieten wir in den Regionen Meta und Guaviare gemeinsam mit Tierra de Paz / Benposta Familien, die Gewalt erfahren haben oder gefährdet sind, psychosoziale Betreuung an. 

  • 3.163 Personen aus acht kolumbianischen Gemeinden, darunter 1.722 Kinder und Jugendliche sowie 63 Lehrerinnen und Lehrer, werden in Workshops zum Selbstschutz unterrichtet.

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Nachrichten aus dem Projekt
Schutz geht in nächste PhaseVom 27.05.2019

Unser aktuelles Projekt zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Familien in Kolumbien läuft noch bis mindestens Februar 2020. Wir bleiben, bis sich die Sicherheit für die Betroffenen vor Ort verbessert.

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 27.05.2019

Schutz geht in nächste Phase

Unser aktuelles Projekt zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Familien in Kolumbien läuft noch bis mindestens Februar 2020. Wir bleiben, bis sich die Sicherheit für die Betroffenen vor Ort verbessert.

Vom 06.03.2019

Córdoba: Ernährung sichern

Auch Umwelteinflüsse haben einen negativen Effekt auf die Situation der jungen Bevölkerung Kolumbiens. Der Zugriff auf sauberes Trinkwasser und Nahrung ist durch Überschwemmungen und Dürren stark gefährdet. Wir prüfen Hilfe.

  • 23.07.2018

    Investition in die Zukunft muss sein! Deshalb bieten wir in unseren kolumbianischen Projektregionen Meta und Guaviare pädagogische Maßnahmen wie Motivations- und Orientierungsgespräche an. So sollen Jugendliche im Bildungssystem gehalten werden statt sich Rebellen anzuschließen.

  • 15.12.2017

    Vertriebene Familien in Kolumbien brauchen unserer aller Hilfe: Sie flüchten bis heute vor gewalttätigen Rebellen-Gruppen. Wir helfen ihnen aktuell beim Zugang zur Gesundheitsversorgung und bei Behördengängen.

  • 15.02.2017

    Minderjährige brauchen Schutz vor Übergriffen! Dafür sind wir jetzt in Nordwest-Kolumbien: In den ländlichen Gemeinden Tierralta und Puerto Libertador bieten wir Hilfe und klären Lehrer über geeignete Schutzmaßnahmen auf.

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Bild von Elisabeth Grün

Elisabeth Grün

Service für Spenderinnen und Spender

+49 30 65211-4711service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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