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Sudan-Krise

Sudan: Gewalt verschärft Not

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 12.05.2026
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Seit April 2023 hat der Konflikt im Sudan eine der größten humanitären Krisen und Vertreibungen weltweit ausgelöst: Er zählt zu den schwersten und komplexesten humanitären Krisen unserer Zeit. Die Lage für die Bevölkerung verschlechtert sich weiter. Hungersnot, Vertreibungen und fehlende Gesundheitsversorgung prägen den Alltag der Menschen. Besonders verletzliche Gruppen — darunter Frauen, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen — sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt und benötigen Schutz. Immer wieder wird von Angriffen und Gräueltaten an Zivilisten berichtet. Wir leisten im Sudan und im Tschad Nothilfe.

Schon vor Beginn der Kämpfe waren im Sudan 15,8 Millionen Menschen, ein Drittel der Bevölkerung, auf humanitäre Hilfe angewiesen. Jetzt haben Hunger und Mangelernährung kritische Werte längst überschritten. Nach neuesten Schätzungen der Vereinten Nationen benötigen im Jahr 2026 mehr als acht Millionen Menschen dringend Nahrungsmittelhilfen, darunter rund fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren. Das Leben von über 800.000 Kindern ist akut durch Hunger bedroht. Millionen Menschen sind innerhalb des Landes vertrieben, mehr als vier Millionen sind in Nachbarländer wie den Tschad oder den Südsudan geflohen. Damit ist der Konflikt die aktuell größte Vertreibungskrise der Welt.

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  • Um der notleidenden Bevölkerung im Sudan möglichst schnell zu helfen, haben wir ein Pilotprojekt mit einem Netzwerk lokaler Gemeindeorganisationen gestartet. Die Organisationen im Netzwerk Emergency Response Room (ERR) teilen die Ressourcen untereinander und können so sicherstellen, dass die begrenzten Ressourcen dort eingesetzt werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Momentan gibt es mehr als 200 Organisationen die Hilfe in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Schutz und Sicherheit leisten. Im Rahmen des Projekts werden den lokalen Gemeindegruppen Bargeldzuschüsse (Cash-Grants) gewährt, um zuvor vorgeschlagene Hilfsaktivitäten in ihren Gemeinden umsetzen zu können. Dazu gehört beispielsweise die Verteilung von Lebensmitteln und Trinkwasser oder medizinische Versorgung.
  • In Zeiten extremer Ernährungsunsicherheit und Hungersnot infolge des fast drei Jahre dauernden Krieges im Sudan lag der Schwerpunkt der Arbeit der ERR-Teams darauf, den von Hunger bedrohten Menschen mit Suppenküchen zu helfen. 94.229 Kinder, Frauen und Männer erhielten außerdem Lebensmittelpakete.
  • Die ERRs in Al-Jazirah und Nord-Darfur konzentrierten ihre Bemühungen auf den Bildungsbereich, indem sie die Infrastruktur der Schulen wiederherstellten, Schulmaterialien kauften und Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte mit Mahlzeiten versorgten. In Nord-Darfur verteilte die Gruppe in Al-Twisha Schulmaterialien und Lebensmittelkörbe.
  • In Al-Nabag Baglol in Ost-Darfur konzentrierte sich die Hilfe der ERR auf die Bereiche Wasser und Hygieneversorgung. Hier wurde ein Stromgenerator installiert, der die örtliche Wasserstation betreibt. Durch diese Aktion sind jetzt etwa 4.000 Menschen mit sicherem Trinkwasser versorgt. 
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Nachrichten aus dem Projekt
Säcke mit Zwiebeln werden vom LKW abgeladen

Der Krieg im Iran verschärft die Lage im Sudan dramatisch. Treibstoffpreise stiegen bis zu 80 %, Weizen kostet rund 70 % mehr. Rund 19 Millionen Menschen hungern. Die lokalen Hilfsorganisationen Emergency Response Rooms (ERRs) werden unterstützt von der Diakonie Katastrophenhilfe und verteilen Nahrungsmittel.mehr...

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 07.05.2026
Säcke mit Zwiebeln werden vom LKW abgeladenERR

Iran‑Krieg treibt Preise hoch und die Menschen hungern

Der Krieg im Iran verschärft die Lage im Sudan dramatisch. Treibstoffpreise stiegen bis zu 80 %, Weizen kostet rund 70 % mehr. Rund 19 Millionen Menschen hungern. Die lokalen Hilfsorganisationen Emergency Response Rooms (ERRs) werden unterstützt von der Diakonie Katastrophenhilfe und verteilen Nahrungsmittel.

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Vom 07.04.2026
Diakonie Katastrophenhilfe

Interview: „Wir saßen da und versuchten, irgendwas zu tun“

Seit 2024 unterstützen wir die Emergency Response Rooms (ERR) im Sudan – ein Netzwerk aus rund 600 Nachbarschaftskomitees mit etwa 12.000 Freiwilligen, die Suppenküchen betreiben oder Menschen mit Wasser und Medikamenten versorgen. Ergänzend entstanden Women Response Rooms (WRR), die gezielt auf die Bedarfe von Frauen eingehen. Mitbegründerin Duaa Tareeg berichtet im Interview von ihren Erfahrungen im Krieg und der Entstehung des Netzwerks.

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Material zum Mitnehmen

Plakat A4 Hochformat: Hilfe für Menschen im Sudan

Download (PDF)

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen

Bild von Carsten Obergfell

Carsten Obergfell

Service für Spenderinnen und Spender

+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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