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Sudan-Krise

Sudan: Gewalt verschärft Not

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 12.02.2026
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Seit April 2023 hat der Konflikt im Sudan eine der größten humanitären Krisen und Vertreibungen weltweit ausgelöst: Er zählt zu den schwersten und komplexesten humanitären Krisen unserer Zeit. 2025 hat sich die Lage für die Bevölkerung weiter verschlechtert. Hungersnot, Vertreibungen und fehlende Gesundheitsversorgung prägen den Alltag der Menschen. Vor allem Frauen und Kinder sind hohen Risiken ausgesetzt und benötigen Schutz. Immer wieder wird von Angriffen und Gräueltaten an Zivilisten berichtet. Wir leisten im Sudan und im Tschad Nothilfe.

Schon vor Beginn der Kämpfe waren im Sudan 15,8 Millionen Menschen, ein Drittel der Bevölkerung, auf humanitäre Hilfe angewiesen. Jetzt haben Hunger und Mangelernährung kritische Werte längst überschritten. Nach neuesten Schätzungen der Vereinten Nationen benötigen im Jahr 2026 mehr als acht Millionen Menschen dringend Nahrungsmittelhilfen, darunter rund fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren. Das Leben von über 800.000 Kindern ist akut durch Hunger bedroht. Millionen Menschen sind innerhalb des Landes vertrieben, mehr als vier Millionen sind in Nachbarländer wie den Tschad oder den Südsudan geflohen. Damit ist der Konflikt die aktuell größte Vertreibungskrise der Welt.

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  • Um der notleidenden Bevölkerung im Sudan möglichst schnell zu helfen, haben wir ein Pilotprojekt mit einem Netzwerk lokaler Gemeindeorganisationen gestartet. Die Organisationen im Netzwerk Emergency Response Room (ERR) teilen die Ressourcen untereinander und können so sicherstellen, dass die begrenzten Ressourcen dort eingesetzt werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Momentan gibt es mehr als 200 Organisationen die Hilfe in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Schutz und Sicherheit leisten. Im Rahmen des Projekts werden den lokalen Gemeindegruppen Bargeldzuschüsse (Cash-Grants) gewährt, um zuvor vorgeschlagene Hilfsaktivitäten in ihren Gemeinden umsetzen zu können. Dazu gehört beispielsweise die Verteilung von Lebensmitteln und Trinkwasser oder medizinische Versorgung.
  • Gemeinsam mit zwei Partnerorganisationen haben wir Sensibilisierungsmaßnahmen in verschiedenen Orten gestartet, um die Menschen im Osten des Tschad vor Cholera zu schützen. Gesundheitszentren mit Cholera-Behandlungsstationen, die Installation von Handwaschvorrichtungen und die Förderung der Aufbereitung von öffentlichem Trinkwasser gehören ebenfalls zu den Projektmaßnahmen. Notleidende Familien werden mit Hygiene-Sets ausgestattet, die 2 Eimer mit Deckel zur Wasseraufbewahrung, 5 Stück Seife, 1 Liter Bleichmittel zur Trinkwasseraufbereitung, 1 Behälter zum Händewaschen und 2 Becher enthalten.
  • Auch viele Menschen im Osten des Tschads, die jetzt Geflüchtete aufnehmen, leben in extremer Armut. Auch sie profitieren zum Teil von den Maßnahmen.
Wir halten Sie auf dem Laufenden
Nachrichten aus dem Projekt

Sabrina Ensenbach, Beraterin für humanitäre Hilfe in den Regionen West- und Zentralafrika und der Karibik, besuchte im November den Osten des Tschad. Gemeinsam mit unseren lokalen Partnerorganisation leisten wir dort Nothilfe für Geflüchtete aus dem Sudan und für die aufnehmenden Gemeinden. Im Interview berichtet sie über die aktuelle Situation und und die größten Herausforderungen.mehr...

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 02.01.2026
Siegfried Modola

Interview: Situation im Tschad an der Grenze zum Sudan

Sabrina Ensenbach, Beraterin für humanitäre Hilfe in den Regionen West- und Zentralafrika und der Karibik, besuchte im November den Osten des Tschad. Gemeinsam mit unseren lokalen Partnerorganisation leisten wir dort Nothilfe für Geflüchtete aus dem Sudan und für die aufnehmenden Gemeinden. Im Interview berichtet sie über die aktuelle Situation und und die größten Herausforderungen.

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Vom 17.12.2025
Awab Misbah

Wirtschaftliche Unterstützung für Frauen

Besonders Frauen sind angesichts des Kriegs im Sudan vielen Gefahren ausgesetzt. Daneben stehen sie auch wirtschaftlich vor schweren Herausforderungen. Ein Projekt unserer lokalen Partner zielt darauf ab, sie wirtschaftlich zu stärken und ein nachhaltiges Einkommen für sie und ihre Familien zu sichern. So werden Frauen in verschiedensten Bereich geschult und ermutigt, mit ihrem Können und Wissen Kleinunternehmen zu gründen. Zu den verschiedenen Projektbereichen zählen neben dem Kunsthandwerk zum Beispiel Upcycling, die Herrstellung von natürlichen Seifen und auch die Zubereitung von sudanesischen Kaffee- und Gewürmischungen für die lokalen Märkte.

Material zum Mitnehmen

Plakat A4 Hochformat: Hilfe für Menschen im Sudan

Download (PDF)

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen

Bild von Carsten Obergfell

Carsten Obergfell

Service für Spenderinnen und Spender

+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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