Die Ausbreitung von Cholera verhindern

Die Ausbreitung von Cholera verhindern

Cholera ist eine Geißel der Menschen, die eine Katastrophe überlebt haben. Bricht sie in einem Krisengebiet aus, muss sie schnell eingedämmt werden, um die bereits geschwächten Menschen zu schützen.

Ohne sauberes Wasser droht Cholera-Ausbruch

Cholera ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die starken Durchfall und Erbrechen verursacht. Ohne Behandlung können die Erkrankten in kurzer Zeit an Austrocknung sterben. Cholera wird in erster Linie durch mit Fäkalien verschmutztes Trinkwasser übertragen und breitet sich vor allem dort aus, wo die Wasserversorgung zusammengebrochen ist und die Abwässer nicht korrekt entsorgt werden können, etwa nach Erdbeben und Stürmen oder in provisorischen Flüchtlingslagern.

In solchen Situationen ist es nur eine Frage der Zeit, wann die Cholera ausbricht, da die Erreger fast überall natürlicherweise vorkommen. Nur die Versorgung mit sauberem Wasser und hohe Hygiene-Standards schützen davor. In Notlagen mangelt es oft daran, und je weniger die Menschen in Not über Cholera wissen, desto schneller kann sich die hochansteckende Krankheit ausbreiten.

Schnelle Hilfe ist lebenswichtig

Der Wirbelsturm Idai zum Beispiel hat im März 2019 weite Teile Mosambiks zerstört und überschwemmt. Mehr als 240.000 Häuser waren schwer beschädigt und in vielen Wohngebieten stand Wasser, das durch die Überflutung von Abwasser-Kanälen und Sickergruben verseucht war. Mehrere Tausend Menschen erkrankten in kurzer Zeit an Cholera. Um die Krankheit in dieser Situation einzudämmen, müssen die Menschen vor allem Impfungen und sauberes Trinkwasser erhalten sowie auf angemessene Hygiene achten. Dabei helfen groß angelegte Impfkampagnen, Entkeimungstabletten und Hygiene-Schulungen sehr gut, aber sie müssen schnell und flächendeckend zum Einsatz kommen.

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So helfen wir bei Cholera

  • Wir verteilen Wassereimer und Kanister, Hygiene-Sets und Tabletten zur Entkeimung von Wasser.
  • Wir schulen Multiplikatoren in Wassermanagement und Hygiene, die ihr Wissen an die gefährdeten Menschen weitergeben.
  • Wir betreiben stationäre Trinkwasseraufbereitungsanlagen in Regionen, die regelmäßig durch Hochwasser überschwemmt werden.
  • Wir bauen Abwasser-Systeme, um die Verbreitung der Cholera-Bakterien zu stoppen.

Wir wissen, wie schnell sich eine Cholera-Epidemie ausbreiten kann. Da zählt jeder Tag.

Kai M. Henning
Kontinentalleiter Afrika der Diakonie Katastrophenhilfe

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Elisabeth Grün

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