Die zweite Katastrophe ist der Winter

Die zweite Katastrophe ist der Winter

Wenn Menschen durch Katastrophen ihr Zuhause verlieren, wird das Wetter zur Bedrohung. Gerade der Winter ist eine große Gefahr, vor allem für geschwächte Menschen und Kinder.

Der Winterkälte ausgeliefert

Der Winter ist die zweite Katastrophe für Menschen, die etwa vor einem Krieg geflohen sind oder durch ein Erdbeben ihr Zuhause verloren haben. Sie leben in zerschossenen Häusern oder in Zelten, die kaum Schutz vor Schnee und Kälte bieten. Die Notunterkünfte sind schlecht zu heizen, und die meisten Menschen haben ohnehin zu wenig Geld, um sich Brennstoff zu leisten. Außerdem fehlen Decken und warme Kleidung, weshalb die Menschen häufiger und schwerer erkranken, vor allem Kinder.

Millionen brauchen Winterhilfe

Der Krieg in Syrien hat rund zwölf Millionen Menschen vertrieben, die Hälfte davon im Bürgerkriegsland, die andere Hälfte ins Ausland. Das heißt, dass jeder zweite Syrer auf der Flucht ist (Stand Anfang 2019). Im Winter verschärft sich die humanitäre Notlage der Geflüchteten, nach Schätzungen der Vereinten Nationen brauchen allein unter den geflohenen Syrern mehrere Millionen spezielle Winterhilfe. Um dieser Menge an Bedürftigen zu helfen, braucht es enorme Mittel und gute Planung.

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So helfen wir bei Kälte

  • In Syrien unterstützen wir besonders bedürftige Familien dabei, ihre Wohnungen instand zu setzen. So können sie Einschuss-Löcher in Wänden und Dächern reparieren, beschädigte Wasserleitungen und Sanitär-Anlagen herrichten, Fenster einbauen und die Elektrik warten lassen.
  • In den Nachbarländern verteilen wir unter Flüchtlingsfamilien Winterhilfe-Sets mit Schlafmatten, Fleece-Decken, einem Heizofen, einem Teppich und weiteren nützlichen Dingen wie Gaskocher, Brennstoff-Kanister und einer LED-Solarleuchte.
  • Diese Waren und Dienstleistungen kaufen wir nach Möglichkeit bei Geschäftsleuten, Ladenbesitzern und Handwerkern in der Umgebung ein, was die wirtschaftliche Situation in den Regionen verbessert und Arbeitsmöglichkeiten auch für die Bedürftigen schafft, sodass sie sich immer besser selbst versorgen können.

Jeder kann sich vorstellen, wie hart ein Winter ohne Heizung ist.

Vera-Magdalena Voss
Leiterin des Syrienprogramms der Diakonie Katastrophenhilfe

Projekte zum Thema

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Winterhilfe für Familien

Der Syrienkrieg dauert seit 2011, die durchschnittliche Lebenserwartung im Land beträgt nur noch 55 Jahre. Rund zwölf Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, die Hälfte davon sind Kinder. In der kalten Jahreszeit spitzt sich die humanitäre Notlage zu.

Wir tun noch viel mehr.

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Elisabeth Grün

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