Nach dem Tsunami das Leben wieder aufbauen

Nach dem Tsunami das Leben wieder aufbauen

Wenn der Tsunami alles weggerissen hat, stehen viele Küstenbewohner vor dem Nichts. Sie brauchen schnelle Hilfe, um ihr Leben mit Zuversicht wieder in die Hand zu nehmen.

Die zerstörerische Kraft von Tsunamis

Tsunamis gehören zu den verheerendsten Naturkatastrophen mit besonders vielen Todesopfern und schweren Verwüstungen. Tsunami-Wellen werden meist durch Seebeben oder Vulkanausbrüche ausgelöst, die entlang des pazifischen Feuerrings besonders häufig sind. Die Wellen breiten sich mit großer Geschwindigkeit aus und können zahlreiche Länder treffen. Auf dem Meer sind sie kaum zu bemerken, aber an der Küste türmen sie sich meterhoch auf.

Treffen diese wuchtigen Wellen auf flache Küsten, können sie kilometerweit ins Land eindringen. Ihre Wassermassen reißen alle einfachen Häuser mit und ab einer Wellenhöhe von fünf Metern auch Stahlbeton. Die zerstörerische Kraft erhöht sich noch durch die zurückströmenden Wassermassen, außerdem haben Tsunamis meist mehrere Wellen. Die Verwüstungen im Küstenstreifen sind immens, die Überlebenschancen gering, wenn der Tsunami die Menschen überrascht.

Millionen Obdachlose brauchen schnell Hilfe

Als Weihnachten 2004 der Meeresboden vor Indonesien heftig bebte, hatten die Anrainer-Staaten um den indischen Ozean keine Frühwarnsysteme. Wenige Stunden später waren große Teile der Küsten von Indonesien, Sri Lanka und Indien verwüstet, viele andere Länder und Inselstaaten waren ebenfalls betroffen. Insgesamt starben durch den Tsunami und seine Folgen etwa 230.000 Menschen, knapp zwei Millionen wurden obdachlos.

Um das Leid der Angehörigen und Obdachlosen schnell zu lindern, müssen die Hilfsaktionen sofort anlaufen. Viele Menschen sind verletzt oder traumatisiert, haben nichts zu essen, keine Sanitäranlagen und vor allem keine schützende Unterkunft für sich und ihre Familien. Sofortige Hilfe verhindert auch den Ausbruch von Seuchen wie Cholera, die das Leid der Menschen noch vergrößern würden.

background image

So helfen wir bei Tsunamis

  • Nach Tsunamis sind Partnerorganisationen der Diakonie Katastrophenhilfe oft innerhalb weniger Stunden vor Ort.
  • Wir versorgen die Menschen mit sauberem Trinkwasser und Hygiene-Sets, mit Nahrungsmitteln und Zelten, entweder durch Verteilung oder über Geldtransfer.
  • Wir stellen Notunterkünfte bereit und verteilen Decken, Werkzeuge und andere wichtige Hilfsgüter.
  • Wir unterstützen die Betroffenen anschließend dabei, ihre Häuser wiederaufzubauen, die Straßen instand zu setzen und langfristig Katastrophenvorsorge zu treffen, damit sie bei zukünftigen Tsunamis besser geschützt sind.

Nach Tsunamis helfen wir oft mit Baumaterial, da die Menschen meist ihr Zuhause verloren haben

Thomas Beckmann
Pressesprecher der Diakonie Katastrophenhilfe

Projekte zum Thema

Projekt Bild
Hilfe nach Erdbeben und Tsunami auf Sulawesi

Am Abend des 28. September 2018 wurde die indonesische Insel Sulawesi von mehreren Erdstößen erschüttert. Der stärkste hatte einen Wert von 7,4 auf der Richterskala. Auf die Beben folgte ein Tsunami, der Straßen überflutete und Häuser wegriss. Mehr als 2.000 Menschen starben in den Trümmern, mehrere tausend wurden verletzt. Wir waren rasch zur Stelle, um zu helfen.

Projekt Bild
Soforthilfe nach Tsunami in der Sundastraße

Indonesien ist erneut von einem Tsunami getroffen worden, am 23. Dezember 2018. Die größten Schäden gab es an den Küsten der Sundastraße, der Meerenge zwischen den Inseln Sumatra und Java. Mehrere hundert Menschen kamen ums Leben, tausende wurden verletzt. Wir leisten Nothilfe.

Wir tun noch viel mehr.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Fragen

Bild von Elisabeth Grün

Elisabeth Grün

Service für Spenderinnen und Spender

+49 30 65211-4711service@diakonie-katastrophenhilfe.de