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Südsudan

Ernährung sichern trotz Bürgerkrieg

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 11.02.2020
Nahrungsmittelverteilung von angereicheter Nahrung (CSB) an den Schulen im südsudanesischen Projektgebiet Cueibet County.

Bewaffnete Konflikte um Macht und Ressourcen erschüttern den Südsudan seit 2013 und haben zu einem Bürgerkrieg geführt. Die Kriegsparteien einigten sich zwar im August 2015 auf ein Friedensabkommen, die Kämpfe gingen jedoch weiter – zulasten der Bevölkerung. Wir unterstützen bedürftige Menschen vor allem dabei, ihre Ernährung sicherzustellen.

Gründe für die massive Nahrungsmittelkrise im Land sind die andauernden Konflikte. Zum einen hindern sie die Bauern daran ihre Felder zu bestellen, entweder weil es zu gefährlich ist oder weil die Menschen von ihren Höfen fliehen müssen. Zum anderen sind viele Straßen aus Sicherheitsgründen blockiert oder nur unter erheblichen Risiken passierbar. Hinzu kommt noch eine hohe Inflation. Aus all diesen Gründen haben sich Grundnahrungsmittel wie Mais, Sorghum oder Bohnen stark verteuert und sind für viele Menschen unerschwinglich geworden.

Der Südsudan ist einer der Orte mit den weltweit größten logistischen Herausforderungen. Die Infrastruktur ist kaum entwickelt, insbesondere die Kommunikationstechnologie. Das Straßennetz ist unterentwickelt und schlecht instand gehalten, weshalb 60 Prozent des Landes während der Regenzeit auf dem Landweg nicht erreichbar sind. Diese Bedingungen machen es humanitären Helfern schwer, Zugang zu den bedürftigsten Teilen der Bevölkerung zu bekommen.

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  • Wir leisten zusammen mit unserer Partnerorganisation Vétérinaires Sans Frontières einen Beitrag zur Ernährungssicherung der Menschen in Cueibet im Landesinneren des Südsudan.

  • 15.000 Kinder an 47 Schulen erhalten eine Schulspeisung. Die Mahlzeiten bestehen aus einer nahrhaften Mischung aus Mais- und Sojamehl, angereichert mit Zucker, Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Mikronährstoffen.

  • Wir erweitern die Anbauflächen, um die Nahrungsmittelproduktion zu erhöhen, und vermitteln in Schulen gezielt Wissen, um die Ernährungssicherheit dauerhaft zu verbessern.

  • Unser Projekt wird auch mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit finanziert.

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Nachrichten aus dem Projekt
Angst vor Heuschrecken Vom 11.02.2020

„Wir haben großes Glück, bisher wurden unsere Schulgärten nicht von den Heuschrecken befallen. Es sieht so aus, also ob die Heuschrecken dieses Projekt verschonen“, sagt Kai M. Henning, Kontinentalverantwortlicher Afrika. „Die Ernte ist noch nicht ganz eingefahren, wir stehen im engen Kontakt mit unserer Partnerorganisation, um im Notfall flexibel reagieren zu können.“

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 11.02.2020
Diakonie Katastrophenhilfe

Angst vor Heuschrecken

„Wir haben großes Glück, bisher wurden unsere Schulgärten nicht von den Heuschrecken befallen. Es sieht so aus, also ob die Heuschrecken dieses Projekt verschonen“, sagt Kai M. Henning, Kontinentalverantwortlicher Afrika. „Die Ernte ist noch nicht ganz eingefahren, wir stehen im engen Kontakt mit unserer Partnerorganisation, um im Notfall flexibel reagieren zu können.“

Vom 08.07.2019
Frau im SüdsudanVétérinaires Sans Frontiers / Diakonie Katastrophenhilfe

Eigenes Einkommen dank Schulgartenprojekt

Akuriech Magach ist eine zierliche Frau, die durch eine körperliche Behinderung in ihren Bewegungen eingeschränkt ist. „Mein Mann hatte mich verlassen, und ich wusste nicht, wovon ich Leben sollte“, erzählt sie. „Ich hatte wenig Hoffnung – doch dann lernte ich die Schulgartengruppe von Kampil kennen“. Nach der ersten Ernte ging es bergauf: „Ich konnte meinen Eigenbedarf decken und verkaufte den Rest täglich in kleinen Bündeln auf dem Markt.“ Schließlich konnte sie sogar Geld sparen und weiter investieren. Heute kann sie sich auch Getreide wie Sorghum kaufen, ist unabhängig und nicht mehr auf die Hilfe ihres Mannes angewiesen.

  • 17.04.2019
    Eine Frau röstet SheanüsseChristoph Püschner / Diakonie Katastrophenhilfe

    Eine Frau röstet Sheanüsse über dem Feuer, um Sheabutter herzustellen. In Schulungen zeigen wir den Menschen, wie sie das wertvolle Pflanzenfett nutzen und weiterverarbeiten können.

  • 01.04.2019
    Zwei Mädchen im SüdsudanVétérinaires Sans Frontiers / Diakonie Katastrophenhilfe

    Nyanpath ist ein 12-jähriges Mädchen aus dem Landkreis Cueibet. Durch die Einführung von Schulspeisungen haben die Eltern es zur Schule geschickt. Wie hilfreich es ist, den Schulbesuch mit einem unmittelbaren Nutzen für die Familien zu verbinden, zeigt ihre Geschichte.

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  • 03.09.2016

    Die meisten Haushalte in Cueibet haben Ackerland, nutzen es aber oft nicht optimal. In unserem Projekt vermitteln wir, wie sie ihre Erträge erhöhen können, auch durch neue, an die klimatischen Veränderungen angepasste Produktionsmethoden.

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen

Bild von Carsten Obergfell

Carsten Obergfell

Service für Spenderinnen und Spender

+49 30 65211-4711service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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