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Syrien-Konflikt

Der Krieg in Syrien hat seit 2011 unvorstellbares Leid ausgelöst. Es ist eine der größten Flüchtlingskatastrophen unserer Zeit. Die Eskalation der Gewalt in Nordsyrien seit Oktober 2019 hat die humanitäre Not der Bevölkerung weiter verschärft: Millionen Menschen sind aus ihrer Heimat vertrieben worden und benötigen dringend humanitäre Hilfe. Sie suchen in Syrien und den Nachbarstaaten Irak, Jordanien, Libanon und der Türkei Schutz. Wir sind seit Jahren in der Region aktiv und stehen den Menschen bei. Auch jetzt, wo das neuartige Coronavirus die Situation von vielen Millionen Flüchtlingen weiter zuspitzen wird.

 

Zerstörte Gebäude in Homs, Syrien

Nur Waffenruhe hilft Menschen langfristig

Wir erhoffen uns von der Bundesregierung, dass sie ihre EU-Ratspräsidentschaft auch dafür nutzt, dem fest gefahrenen Friedensprozess neuen Schwung zu verleihen. Langfristig hilft den Menschen nur, wenn die Waffen endlich schweigen. In Idlib ebenso wie im Rest Syriens. Der Syrien-Konflikt wird nicht militärisch, sondern nur politisch gelöst – so viel sollte nach all den Jahren des sinnlosen und grausamen Krieges klar sein.

 

Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe im Juli 2020

Projekte in Syrien und Nachbarstaaten

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Nothilfe für Familien

Im zehnten Jahr der Syrienkrise ist die humanitäre Situation in vielen Regionen anhaltend schlecht. Sowohl Vertriebenen als auch aufnehmenden Gastgemeinden fehlt es an lebensnotwendigen Dingen wie Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und gesundheitlicher Versorgung.

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Nothilfe an der Grenze

Die Türkei beherbergt die größte Zahl an syrischen Flüchtlingen weltweit: fast 3,5 Millionen Menschen, die Mehrheit davon Frauen und Kinder. Nachdem die Türkei Ende Februar 2020 bekannt gab, die Grenzkontrollen nach Europa zu lockern, haben sich tausende Flüchtlinge in die Provinz Edirne an den Grenzübergang zu Griechenland in Pazarkule begeben.

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Hilfe beim Ankommen

Die Türkei beherbergt die größte Zahl an syrischen Flüchtlingen weltweit: fast 4 Millionen Menschen, davon sind knapp die Hälfte Kinder. Seit 2012 helfen wir den Flüchtlingen in enger Zusammenarbeit mit unserer türkischen Partnerorganisation Support to Life.

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Nahrung und Schutz für syrische Flüchtlinge

Im Libanon leben mehr als eine Million syrische Flüchtlinge in unsicheren Behausungen unter schlechten hygienischen Bedingungen. Da sie kaum Einkommensmöglichkeiten haben, sind die meisten Haushalte von Nahrungsmittelhilfen abhängig. Jede dritte Familie isst nicht einmal eine warme Mahlzeit pro Tag. Unser Projekt zielt darauf ab, die Ernährung von syrischen Fluchtlingen und bedürftigen libanesischen Familien zu verbessern.

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Bedürftige Familien unterstützen

Jordanien zählt zu den Ländern, die besonders von der syrischen Flüchtlingskrise betroffen sind. Mehr als 600.000 Menschen sind nach Jordanien geflohen. Aus ihrer Heimat konnten sie nicht viel mitnehmen und ihre Ersparnisse sind seit Jahren aufgebraucht. Da nur wenige Personen eine Arbeitserlaubnis besitzen, sind die meisten Flüchtlinge auf humanitäre Hilfe angewiesen. Wir unterstützen die Betroffenen.

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Unterstützung bei der Integration

Vor dem gewaltsamen Konflikt in Syrien sind etwa 250.000 syrische Flüchtlinge in den Norden des Irak geflohen, wo auch rund eine Million irakische Binnenflüchtlinge leben. Unser Projekt unterstützt die Integration der Geflüchteten, indem wir ihnen Möglichkeiten bieten, sich eine Lebensgrundlage zu schaffen.

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Winterhilfe für Familien

Der Syrienkrieg dauert seit 2011, die durchschnittliche Lebenserwartung im Land beträgt nur noch 55 Jahre. Rund zwölf Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, die Hälfte davon sind Kinder. In der kalten Jahreszeit spitzt sich die humanitäre Notlage zu. Daher helfen wir im Winter besonders bedürftigen Menschen, sich vor der Kälte zu schützen.

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Hilfe für Menschen in Syrien

Der Krieg in Syrien hat seit 2011 unvorstellbares Leid verursacht. Die aktuellen Kämpfe in Idlib verschlimmern die Situation weiter. Eine so große Fluchtbewegung innerhalb kürzester Zeit ist selbst in neun Jahren Syrien-Krieg beispiellos.

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Hilfe für chronisch Kranke

Der Bürgerkrieg in Syrien macht es Menschen mit chronischen Krankheiten besonders schwer, weil sie einer stetigen Behandlung bedürfen. In Syrien starben schätzungsweise genauso viele Menschen an nicht behandelten chronischen Krankheiten wie an Kriegsverletzungen. Wir helfen kranken Flüchtlingen.

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Sicherer Wohnraum für Familien

Das Ausmaß des jahrelangen Kriegs in Syrien ist enorm. Die Eskalation der Gewalt in Nordsyrien seit Oktober 2019 hat die humanitäre Not der Bevölkerung weiter verschärft: Mindestens 6,2 Millionen Menschen wurden intern vertrieben, über 83 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Knapp ein Drittel aller Menschen im Land leidet unter Nahrungsmittelunsicherheit.