Syrien-Konflikt

Der Krieg in Syrien und die gewaltsamen Auseinandersetzungen haben seit 2011 unvorstellbares Leid ausgelöst. Es ist eine der größten Flüchtlingskatastrophen unserer Zeit. Die Eskalation der Gewalt in Nordsyrien seit Oktober 2019 hat die humanitäre Not der Bevölkerung weiter verschärft: Millionen Menschen sind innerhalb Syriens auf Humanitäre Hilfe angewiesen, weitere Millionen Menschen wurden vertrieben und sind in angrenzende Länder geflohen. Sie suchen in den Nachbarstaaten Irak, Jordanien, Libanon und der Türkei Schutz. Wir sind seit Jahren in den Ländern aktiv und leisten Hilfe.

 

Zerstörte Gebäude in Homs, Syrien

Menschen müssen vor Gewalt geschützt werden

Wir sind äußerst besorgt über die Eskalation im Norden Syriens. Innerhalb von 5 km um die syrisch-türkische Grenze leben etwa 450.000 Menschen. Diese Menschen sind akut gefährdet, wenn sich nicht alle Seiten um maximale Zurückhaltung bemühen. Wir fordern die Konfliktparteien deshalb mit Nachdruck auf, das humanitäre Völkerrecht zu achten: Der Schutz der Zivilbevölkerung, sowie ziviler und medizinischer Einrichtungen vor der Gewalt muss eingehalten werden. Die betroffene Bevölkerung braucht unbedingt sicheren und ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe.

Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe

Projekte in Syrien und Nachbarstaaten

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Hilfe beim Ankommen

Die Türkei beherbergt die größte Zahl an syrischen Flüchtlingen weltweit: fast 3,5 Millionen Menschen, die Mehrheit davon Frauen und Kinder. Seit 2012 helfen wir den Flüchtlingen in enger Zusammenarbeit mit unserer türkischen Partnerorganisation Support to Life.

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Nahrung und Schutz für syrische Flüchtlinge

Im Libanon leben mehr als eine Million syrische Flüchtlinge in unsicheren Behausungen unter schlechten hygienischen Bedingungen. Da sie kaum Einkommensmöglichkeiten haben, sind die meisten Haushalte von Nahrungsmittelhilfen abhängig. Jede dritte Familie isst nicht einmal eine warme Mahlzeit pro Tag. Unser Projekt zielt darauf ab, die Ernährung von syrischen Fluchtlingen und bedürftigen libanesischen Familien zu verbessern.

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Bedürftige Familien unterstützen

Jordanien zählt zu den Ländern, die besonders von der syrischen Flüchtlingskrise betroffen sind. Mehr als 600.000 Menschen sind nach Jordanien geflohen. Aus ihrer Heimat konnten sie nicht viel mitnehmen und ihre Ersparnisse sind seit Jahren aufgebraucht. Da nur wenige Personen eine Arbeitserlaubnis besitzen, sind die meisten Flüchtlinge auf humanitäre Hilfe angewiesen. Wir unterstützen die Betroffenen.

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Unterstützung bei der Integration

Vor dem gewaltsamen Konflikt in Syrien sind etwa 250.000 syrische Flüchtlinge in den Norden des Irak geflohen, wo auch rund eine Million irakische Binnenflüchtlinge leben. Unser Projekt unterstützt die Integration der Geflüchteten, indem wir ihnen Möglichkeiten bieten, sich eine Lebensgrundlage zu schaffen.

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Winterhilfe für Familien

Der Syrienkrieg dauert seit 2011, die durchschnittliche Lebenserwartung im Land beträgt nur noch 55 Jahre. Rund zwölf Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, die Hälfte davon sind Kinder. In der kalten Jahreszeit spitzt sich die humanitäre Notlage zu. Daher helfen wir im Winter besonders bedürftigen Menschen, sich vor der Kälte zu schützen.

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Hilfe für chronisch Kranke

Der Bürgerkrieg in Syrien macht es Menschen mit chronischen Krankheiten besonders schwer, weil sie einer stetigen Behandlung bedürfen. In Syrien starben schätzungsweise genauso viele Menschen an nicht behandelten chronischen Krankheiten wie an Kriegsverletzungen. Wir helfen kranken Flüchtlingen.

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Sicherer Wohnraum für Familien

Das Ausmaß des jahrelangen Kriegs in Syrien ist enorm. Die Eskalation der Gewalt in Nordsyrien seit Oktober 2019 hat die humanitäre Not der Bevölkerung weiter verschärft: Mindestens 6,2 Millionen Menschen wurden intern vertrieben, über 83 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Knapp ein Drittel aller Menschen im Land leidet unter Nahrungsmittelunsicherheit.

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Berufliche Trainings für junge Frauen

Seit 2011 herrscht Bürgerkrieg in Syrien, rund 80 Prozent der Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Unser Projekt richtet sich an 500 junge Frauen, die vertrieben wurden. Sie bekommen eine kurze berufliche Ausbildung, um sich langfristig eine Existenz aufbauen zu können.