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Syrien

Nothilfe für vertriebene Familien

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 22.10.2026
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Syrien zählt weiterhin zu den Ländern mit der schwersten humanitären Krise weltweit. Mehr als ein Jahrzehnt Bürgerkrieg, wirtschaftlicher Zusammenbruch und politische Umbrüche haben das Leben vieler Menschen stark verschlechtert. Das Erdbeben von 2023 hat die Lage zusätzlich verschärft. Es zerstörte in vielen Regionen Häuser und Infrastruktur und kostete Tausenden Menschen das Leben. Bis heute können viele Familien ihren Alltag nicht aus eigener Kraft bewältigen, weil sie arbeitslos sind und Einkommen fehlen, Preise weiter steigen und der Staat viele grundlegende Dienste nur eingeschränkt bereitstellt.

Besonders stark trifft die Krise Frauen, Kinder und vertriebene Familien. Viele Menschen haben ihre Häuser, ihre Papiere oder ihren Besitz verloren und brauchen Unterstützung, um ihre Rechte zu sichern und ihr Leben neu aufzubauen. Frauen und Mädchen sind Gewalt, Ausbeutung und Zwangsheirat ausgesetzt. Viele Kinder müssen armutsbedingt arbeiten oder brechen die Schule ab. Gleichzeitig leidet Syrien seit vielen Monaten unter der schlimmsten Dürre seit drei Jahrzehnten. Die Trockenheit erschwert vielen Menschen das Überleben, und vor allem Bauern kämpfen mit Wassermangel und extremer Hitze.

In Regionen wie Latakia, Idlib und Homs erschweren Unsicherheit und Armut den ohnehin langsamen Wiederaufbau. Hinzu kommen Spannungen zwischen Bevölkerungsgruppen, die das Zusammenleben belasten und vielen Menschen Angst machen. Vor allem Angehörige von Minderheiten fühlen sich oft nicht sicher und fürchten, ausgegrenzt zu werden.

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Die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partnerorganisationen GOPA-DERD und BAHAR stärken Gemeindezentren, die Schutzangebote, Beratungen und verschiedene Unterstützungsleistungen gebündelt anbieten:

  • Besonders gefährdete Menschen - insbesondere Frauen, Kinder und Jugendliche - erhalten psychosoziale Unterstützung, wenn sie Gewalt erfahren haben. Die Mitarbeitenden der Partnerorganisationen beraten und begleiten sie dabei, um u.a. Entschädigungsansprüche geltend zu machen. Zudem fördern die Mitarbeitenden der Partnerorganisationen die Zusammenarbeit von Polizei, Justiz, Beratungsstellen und sozialen Diensten. Wenn es nötig ist, vermitteln sie Betroffene an spezialisierte Einrichtungen weiter.
  • Viele Menschen haben Dokumente wie Ausweise, Geburtsurkunden oder Eigentumsnachweise durch Krieg und Vertreibung verloren. Sie werden unterstützt, um persönliche Dokumente neu zu beschaffen, denn ohne diese Unterlagen können sie beispielsweise Hilfsleistungen nur eingeschränkt nutzen und viele alltägliche Angelegenheiten nicht regeln. Die Mitarbeitenden helfen auch, wenn Familien Fragen zu Sorgerecht, Trennung oder Erbschaft klären müssen oder wenn es um Wohnraum, Land und Eigentum geht.
  • Bedürftige Familien erhalten drei Monate lang Bargeldhilfen. So können sie selbst entscheiden, wofür sie das Geld am dringendsten brauchen. Sie kaufen davon zum Beispiel Lebensmittel, Medikamente, Heizmaterial und Hygieneartikel oder bezahlen ihre Miete und Transportkosten. Auf diese Weise können sie akute Engpässe überbrücken, Schulden vermeiden und ihren Alltag besser bewältigen.
  • Um die Lebensgrundlagen der Menschen zu stärken, werden Bauern und Bäuerinnen geschult und vier Bewässerungsnetzwerke instandgesetzt. So steigern sie die landwirtschaftliche Produktion und helfen den Familien, wieder eigenes Einkommen zu erzielen.
  • Die Partnerorganisationen unterstützen Menschen dabei, lokale Gemeindekomitees zu gründen, und bilden sogenannte Jugendbotschafter*innen aus. Diese setzen Versöhnungsinitiativen um, organisieren gemeinsame Aktivitäten und fördern so den sozialen Zusammenhalt und ein friedliches Zusammenleben.

 

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Carsten Obergfell

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+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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