Zu den Inhalten springen

Ein Kind spielt in al-Rai im Schnee. Besonders Kinder leiden unter der Kälte und werden mit Winterkleidung versorgt. Foto: Reuters 

Eine Familie nimmt Winterkleidung entgegen. Das Kleidungspaket für ein Kind enthält Unterwäsche, Shirts, zwei Hosen, warme Socken, eine Mütze und einen Schal. Foto: GOPA 

Auch in Ost-Aleppo werden Hilfsgüter für den Winter verteilt. Bei sinkenden Temperaturen spitzt sich die Notlage der Menschen zu.  Foto: GOPA 

Etwa sechs Millionen Kinder sind in Syrien auf humanitäre Hilfe angewiesen. Foto: Christoph Püschner 

Hilfe zum Überleben

Flüchtlinge in Syrien

Die Welle der Gewalt findet in Syrien kein Ende. Der Bürgerkrieg ist noch unüberschaubarer und gewalttätiger gewordeneine humanitäre Katastrophe für die gesamte Region. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Schätzungen zufolge wurden mehr als 6,1 Millionen Syrer intern vertrieben, über fünf Millionen Menschen sind aus dem Land geflohen.

Der Krieg in Syrien ist unübersichtlich: zahlreiche Konfliktparteien stehen sich mit ihren politischen Interessen gegenüber. Dies darf jedoch nicht dazu führen, dass weniger Humanitäre Hilfe bei der Bevölkerung ankommt. Mittlerweile befindet sich der Syrienkrieg im siebten Jahr, mehr als 250.000 Menschen sind seit Beginn des Krieges im Jahr 2011 ums Leben gekommen. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt nur noch 55 Jahre. 13,5 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter etwa sechs Millionen Kinder.

Hilfsmaßnahmen vor Ort

Unsere Partnerorganisation IOCC (International Orthodox Christian Charities) und deren lokale Partnerorganisation GOPA (Greek Orthodox Patriarchate of Antioch and all the East) sind seit sechs Jahren vor Ort aktiv. Schon zuvor hat die Organisation in Syrien gearbeitet, sie kennt das Land und konnte über die Jahre landesweit Kompetenzen aufbauen: „Im Syrien-Konflikt ist das besonders wichtig, da wir unzählige Konfliktparteien und ständig wechselnde Konfliktlinien haben, sodass Menschen teilweise mehrfach vertrieben werden. Da ist es gut, einen Partner zu haben, der in der Lage ist, seine Arbeit täglich an neue Bedingungen und Herausforderungen anzupassen“, berichtet Michael Frischmuth, Kontinentalverantwortlicher für Asien, Europa und die Projekte im Nahen Osten der Diakonie Katastrophenhilfe. „Für die Humanitäre Hilfe in Konflikten darf es keine Rolle spielen, wer die Kontrolle über ein bestimmtes Gebiet hat. Es geht nur darum, ob die Sicherheit der Mitarbeiter und der Menschen, die unsere Hilfe bekommen, gewährleistet werden kann.“

Winterhilfe für Vertriebene

In den Wintermonaten spitzt sich die humanitäre Notlage alljährlich besonders zu. Die Temperaturen schwanken zwischen 0 und Minus 10 Grad. Die Unterkünfte, in denen viele intern Vertriebene sowie die aufnehmenden Gastgemeinden wohnen, sind mangelhaft isoliert. Durch Kriegsschäden wie Bombeneinschläge sind viele Unterkünfte kalt und nur schwer oder gar nicht beheizbar. Es fehlt an allem: Warme Decken, Winterkleidung und Matratzen. Vor allem Kinder leiden sehr unter der Kälte.

Die Diakonie Katastrophenhilfe hat im Dezember 2017 ein Projekt gestartet um besonders bedürftigen Familien zu helfen. 3.800 Familien werden mit wärmendem Bettzeug ausgestattet, sie erhalten Matratzen, Decken, Kopfkissen, Bettwäsche und Baumwollhandtücher.

„Unter den Begünstigten sind viele Familien, die allein von Frauen geführt werden. Diese Haushalte sind besonders am und bedürftig. Für warme Kleidung bleibt da kein Geld“, erklärt Vera Voss, Projektverantwortliche für Syrien der Diakonie Katastrophenhilfe. Kinder zwischen sechs und fünfzehn Jahren erhalten zudem Kleiderpakete.

„Jeder weiß, wie hart ein Winter ohne Heizung ist – selbst wenn die Temperaturen noch knapp über dem Gefrierpunkt liegen“, so Voss. „Wir sind sehr froh, dass wir das Hilfsprojekt noch rechtzeitig vor den ersten Kälteeinbrüchen starten können!“ Insgesamt erhielten Kinder von 1.900 Familien warme Kleidung. Ein Paket enthält pro Kind Unterwäsche, Shirts, zwei Hosen, warme Socken, eine Mütze, einen Schal und zwei Paar winterfeste Schuhe.

Insgesamt erreicht das Projekt 22.800 Menschen in den Regionen Deir Ezzor, Al Sweida und Dara's.

So hilft Ihre Spende

  • 70 Euro reichen aus, um zwei fünfköpfige Familien mit einem Hygiene-Paketen auszustatten, das jeweils für vier Wochen reicht. Es enthält Seife, Shampoo, Zahnbürsten und Zahncreme, Rasierer, Waschpulver, Toilettenpapier und Binden.
  • Mit 120 Euro können Sie zwei Winterkleidungs-Paket für zwei Kinder finanzieren.
  • Mit 200 Euro können zwei fünfköpfige Familien mit Matratzen ausgestattet werden.
So hilft Ihre Spende

70 Euro  helfen, um zwei fünfköpfige Familien mit einem Hygiene-Paket auszustatten, das jeweils für vier Wochen reicht und alle notwendigen Hygiene-Artikel enthält.


Mit 120 Euro können Sie Winterkleidungs-Pakete für zwei Kinder finanzieren.


Mit 200 Euro können zwei fünfköpfige Familien mit Matratzen ausgestattet werden.

Sie haben Fragen?

Edith Sokolowsky hilft Ihnen gerne weiter:
Tel.: +49 (0)30 65211-1190
E-Mail: service@diakonie-katastrophenhilfe.de

Die Diakonie Katastrophenhilfe...

...leistet seit 60 Jahren weltweit dort Hilfe, wo die Not am größten ist. Sie unterstützt Menschen, die Opfer von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung geworden sind und diese Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Sie hilft unabhängig von Religion, Hautfarbe und Nationalität.

Ihre Spende kommt an!

Seit 1993 bescheinigt uns das DZI-Gütesiegel jedes Jahr erneut den verantwortungsvollen und satzungsgemäßen Umgang mit Spendengeldern und angemessene Verwaltungsausgaben.

  • © 2018 Diakonie Katastrophenhilfe.
  • Tel.: 030 65211-0.
  • Kontakt.
  • Anfahrt.
  • .