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Nothilfe in Syrien

Mehr als 6.1 Millionen Menschen wurden in den letzten Jahren innerhalb Syriens vertrieben – so viele, wie in keinem anderen Land auf der Welt.

Länge: 01:06 min | Datum: 08.03.2018

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Zur freien Verwendung nur im redaktionellen Zusammenhang mit Diakonie Katastrophenhilfe.

Martin Kessler (Abteilungsleiter Diakonie Katastrophenhilfe), Cornelia Füllkrug-Weitzel (Präsidentin Diakonie Katastrophenhilfe) und Father Alexi (Direktor der Organisation GOPA-DERD) lassen sich in Homs von der Wohnungsinhaberin Frau Hiyam Dagher ihre Geschichte von Verlust und Zerstörung erzählen. Foto: Christoph Püschner 

Vor anderthalb Jahren floh Fatma Safidin zusammen mit ihrem Ehemann und ihrer zweijährigen Tochter aus der umkämpften syrischen Stadt Al Qamishli. Die Familie lebt nun im nordirakischen Flüchtlingslager Basirma. Foto: Christoph Püschner 

Gewächshauser ermöglichen syrischen Flüchtlingen und Binnenvertriebenen den Aufbau eines kleinen Einkommens. Foto: Christoph Püschner

Jordanien: Mitarbeiter des Lutherischen Weltbundes stellten hundert Wohncontainer im Flüchtlingslager Za'atari auf. Foto: Lutherischer Weltbund/Roland Schlott 

3.000 Pakete mit Hygienebedarf wurden an die Flüchtlinge verteilt. Foto: IOCC 

Helferinnen und Helfer sind in den Flüchtlingsunterkünften, wie hier im Libanon, unterwegs, um die Familien mit praktischen Informationen zu Ernährung und Gesundheit zu versorgen. Foto: IOCC 

An bedürftige Familien werden Kleidungsgutscheine verteilt. Foto: IOCC 

In diesem Container im Zaatari-Camp findet der Unterricht und die Therapiesitzungen statt. Foto: Isabelle Uhe 

Bisher konnte Juri keine richtigen Schuhe tragen. Heute bekam sie orthopädische Schuhe von der holländischen Physiotherapeutin Femmy Kragt. Foto: Isabelle Uhe 

Juri ist zehn Jahre alt. Ihr Bein wurde 2013 in einem Vorort von Damaskus bei einem Granatenangriff schwer verletzt. Ihre Schwester kam dabei ums Leben. Foto: Isabelle Uhe 

Syrien / Irak

Grenzenlose Not

Es ist eine der größten Flüchtlingskatastrophen unserer Zeit: Der Krieg und die gewaltsamen Auseinandersetzungen haben unvorstellbares Leid zur Folge. Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen.

Hilfe für Flüchtlinge in Nachbarstaaten

Zu den Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge in den Nachbarstaaten Syrien gehört die Verteilung von Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln, Küchenutensilien, Decken, Matten oder Heizmaterial für den Winter. Außerdem werden in Gemeindezentren Selbsthilfegruppen und Bildungsarbeit angeboten, um die Herausforderungen des Alltags aus eigener Kraft bewältigen zu können. In verschiedenen Projekten werden zudem einkommensschaffende und berufsbildende Maßnahmen realisiert. Die Diakonie Katastrophenhilfe konzentriert sich in den Nachbarstaaten besonders auf die Familien, die außerhalb der offiziellen Camps in Gemeinden unterkommen. Das sind rund 85 Prozent aller Flüchtlingsfamilien.

Nothilfe für zurückgekehrte Familien

Von den tausenden Familien, die in den letzten Jahren ihr Zuhause verlassen weil ihre Kleinstädte im Kampf zwischen Rebellen und Regierung attackiert wurden, sind viele zurückgekehrt. Denn inzwischen wurde der IS aus der Region vertrieben, doch die Häuser der Menschen sind schwer beschädigt oder zerstört. Allein die beiden Kleinstädte Mhardeh und Sqelbiyah im ländlichen Hama wurden 2017 hunderte Male vom sogenannten „Islamischen Staat“ attackiert, Berichten zufolge gab es etwa 10.000 Einschläge. Ihre Häuser bieten ihnen jetzt weder Schutz noch Obdach, die notwendigen Rohstoffe können viele Familien noch nicht finanzieren.

Ein Projekt der Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt 665 Familien dabei, ihre Häuser notdürftig bewohnbar zu machen. Rund 3.325 Menschen wird durch das Projekt ein notwendiges Obdach zurückgegeben. Sie erhalten eine Basis, um sich ihr Leben neu aufzubauen. Die Partnerorganisation GOPA setzt die Reparaturen zusammen mit einer Baufirma um, besonders begünstig werden bedürftige Familien mit Kindern, geringem Einkommen oder alten Menschen, die bisher keine Unterstützung bekommen haben. Seit Jahren arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe mit der Partnerorganisation IOCC (International Orthodox Christian Charities) und dem lokalen Partner GOPA (Greek Orthodox Patriarchate of Antioch and all the East) zusammen. In der Vergangenheit hat das Hilfswerk bereits den Wiederaufbau von zwei Schulen in der Stadt Homs unterstützt.

Förderung von bedürftigen Frauen

Vor allem Frauen, die verwitwet oder alleinstehend sind und eine Familie versorgen müssen, haben es schwer. Ihr Armutsrisiko ist hoch, denn sie haben kaum Möglichkeiten, Einkommen zu erwirtschaften. Die Sicherheitssituation ist schlecht, ihr Ausbildungsniveau oft gering.

Ein weiteres Projekt der Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt daher die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen. In berufsbildenden Kursen können sie sich beispielsweise zur Köchin, Schneiderin oder Kosmetikerin weiterbilden lassen. Anschließend erhalten sie eine Start-Up-Hilfe, um ein eigenes Einkommen erwirtschaften zu können oder zum Familieneinkommen beizutragen. Insgesamt nehmen 225 Frauen an den Kursen teil - auch ihre Familien profitieren davon.

Was Sie tun können

Um noch mehr Menschen zu erreichen, ist die Diakonie Katastrophenhilfe zusammen mit ihren Partnern auf Spenden angewiesen. Mit zusätzlichen Mitteln kann die Diakonie Katastrophenhilfe die laufenden Maßnahmen weiter unterstützen und außerdem den Fokus auf längerfristige und nachhaltige Unterstützung der Flüchtlingsfamilien legen. Dazu gehört die Sicherung des Lebensunterhalts in Form von Einkommen schaffenden Maßnahmen und beruflicher Aus- und Weiterbildung, die Förderung von Schulkindern sowie Gesundheits- und Ernährungsberatungen.

Fürbitten Syrien
Fürbitten Syrien
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Tel.: +49 (0)30 65211-4711
E-Mail: service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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