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Was zu tun ist bei Hitze in Deutschland

Dürren, Waldbrände, Hitzewarnungen – die Erderhitzung ist auch in Deutschland deutlich zu spüren. Vor allem Hitzewellen betreffen jeden Menschen und schaden der Gesundheit. Wir geben wichtige Tipps zur Vorsorge bei Hitze.

Warum ist Hitze eine Gefahr?

Die Zahl der Hitze-Tage in Deutschland hat sich mehr als verdreifacht. Gab es 1951 im Schnitt nur drei heiße Tage pro Jahr, steigt heute das Thermometer im Mittel an zehn Tagen im Jahr über 30 Grad Celsius. Das ist eine Gefahr für die Gesundheit, vor allem für Kinder, Kranke und alte Menschen. In den Hitzesommern 2022 und 2020 starben jeweils rund 4.000 Menschen wegen der Hitze, 2019 und 2018 sogar rund 8.000 Menschen und die Sommer hatten rund 20 Hitzetage. Der Tod durch Hitze betrifft hauptsächlich Menschen über 80 Jahre, aber auch jüngere bis hin zu Kindern. Die Belastung ist für alle hoch, die sich nicht an die Hitze anpassen.

Was können Sie tun?

  • Trinken Sie mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag. Je mehr Zeit Sie draußen in der Hitze verbringen, desto mehr müssen Sie trinken. Körperliche Anstrengung erhöht den Wasserbedarf ebenfalls, durchaus um mehrere Liter. Trinken Sie Wasser, Saftschorlen, abgekühlten Kräutertee oder Früchtetee und lassen Sie sich daran erinnern zu trinken. Meiden Sie eiskalte Getränke sowie Koffein und Alkohol, die belasten den Organismus zusätzlich.

    Essen Sie vor allem Gemüse, Salat und wasserreiches Obst. Salzige Lebensmittel helfen Ihnen, den Mineralverlust beim Schwitzen auszugleichen. Vermeiden Sie fette Gerichte, die sind schwer verdaulich und eine zusätzliche Belastung.

  • Um gut durch eine Hitzewelle zu kommen, ist es wichtig die Hitze zu meiden. Halten Sie sich in der heißesten Zeit, von Mittag bis in die Nachmittagsstunden, an einem kühlen Ort auf. In der Regel sind das Gebäude. Zuhause sollten Sie Fenster und Türen geschlossen halten, solange es draußen wärmer ist als innen.

  • Am besten lüften Sie die ganze Nacht über bis in den Morgen hinein, weil dann die Temperaturen am niedrigsten sind. Öffnen Sie die Fenster weit und sorgen Sie für Durchzug, damit die kühle Luft die Wohnung abkühlen kann, denn Möbel, Wände und Fußboden sind auch warm und geben diese Energie nur langsam ab. Falls Sie zu kurz lüften, erwärmt die Wohnung die Raumluft sehr schnell wieder. Sichern Sie bei Wind die geöffneten Fenster und Türen, damit sie nicht zuschlagen.

    Tagsüber halten Sie die Fenster geschlossen, damit keine heiße Luft in die Wohnung strömt. Sollte die Luft verbraucht oder sehr feucht sein, lüften Sie kurz durch und schließen die Fenster dann wieder. So kühlt die Wohnung die nun frische, aber heiße Luft schnell wieder ab.

  • Fällt viel Sonnenlicht durch die Fenster, erwärmen sich die Wohnräume um mehrere Grad Celsius. Deshalb hilft der richtige Sonnenschutz, die Wohnung kühl zu halten. Am effektivsten ist Sonnenschutz von außen wie Fensterläden, Markisen oder Rollläden. Fehlen sie, ist die Anbringung mit einem höheren baulichen Aufwand verbunden. Die einfache Lösung in dem Fall ist ein helles Tuch, dass Sie außer vors Fenster hängen und im Fensterrahmen einklemmen beim Schließen des Fensters.

    Von innen angebrachte Rollos, Plissees oder Vorhänge helfen auch ein wenig, wenn sie weiß sind oder reflektieren. Dann schicken Sie einen Teil des Lichts wieder hinaus, der andere Teil erwärmt allerdings die Wohnräume.

  • Grundsätzlich sollten Sie bei Hitze nie längere Zeit in der prallen Sonne verbringen und körperliche Anstrengungen vermeiden. Falls das nicht geht, legen Sie körperliche Betätigungen möglichst in die kühleren Stunden morgens und abends. Tragen Sie im Freien einen Hut und möglichst helle, luftige Kleidung.

    Lassen Sie auf keinen Fall Menschen oder Tiere allein im Auto zurück, auch nicht für kurze Zeit. Hier besteht Lebensgefahr! Autos heizen sich in der Sonne innerhalb einer halben Stunde auf etwa 50 Grad Celsius auf und die Temperatur steigt weiter auf bis zu 70 Grad. Das ist tödlich. Selbst das leicht geöffnete Fenster hilft nicht gegen diesen Temperatur-Anstieg.

    Das Einkaufen an extrem heißen Tagen können Sie vermeiden, wenn Sie Vorräte angelegt haben und diese dann nutzen.

  • Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt Hitze-Warnungen heraus, sobald er etwa 32 Grad Celsius erwartet. Diese Hitze-Warnungen erhalten Sie über die App des DWD oder den Hitze-Newsletter. Weitere Informationen des DWD über Hitze finden Sie hier im Internet.

  • Hitzewellen gehen oft mit Trockenheit einher, sodass die Waldbrand-Gefahr besonders hoch ist. Wie Sie dabei helfen können Waldbrände zu vermeiden, erfahren Sie hier.

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So helfen wir bei Katastrophen in Deutschland

  • Wir leisten Soforthilfe über unsere Partner vor Ort, die Landesverbände der Diakonie.
  • Wir unterstützen die Landesverbände logistisch, finanziell und mit unserer langjährigen Erfahrung.
  • Wir klären auf über staatliche Hilfen, Versicherungsleistungen und wie man Anträge dafür stellt.
  • Wir sammeln Spenden und lindern damit die Not der Menschen schnell und umfassend. Auch Ihre Spende hilft.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bereitet sich auf kommende Katastrophen in Deutschland vor, um schnell und wirkungsvoll helfen zu können. Doch es kommt auch auf jede und jeden Einzelnen an.

Markus Koth
Koordinator der Hochwasserhilfe

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Carsten Obergfell

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