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Venezuela

Zerstörung und Leid nach starken Erdbeben

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 01.10.2026
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Am 24. Juni 2026 wurde der Norden Venezuelas von zwei schweren Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 getroffen. Es waren die stärksten Erdbeben, die Venezuela seit mehr als 125 Jahren erlebt hat. Die Diakonie Katastrophenhilfe ist vor Ort und unterstützt die betroffene Bevölkerung weiterhin – von der Nothilfe bis zum Wiederaufbau..

Besonders betroffen waren die Bundesstaaten La Guaira, Distrito Capital, Miranda, Carabobo, Aragua, Falcón und Yaracuy. Die Folgen immer noch gravieren. 6.509 Menschen kamen ums Leben und 6.462 Menschen wurden lebend gerettet. Die Gesundheitsdienste zählen rund 226.000 Menschen, die sich infolge des Erdbebens medizinisch behandeln ließen. Viele Familien sind weiterhin ohne dauerhaftes Zuhause und leben in Zelten oder anderen provisorischen Unterkünften. 

Die Erdbeben treffen Venezuela in einer schweren sozialen, wirtschaftlichen und politischen Krise. Laut den Vereinten Nationen waren von den rund 28 Millionen Einwohnern zu Jahresbeginn fast acht Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit mehreren Jahren mit lokalen Partnerorganisationen vor Ort aktiv. 

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  • Eine Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe stellt die Wasserversorgung eines Gesundheitszentrums wieder her. Die Mitarbeitenden beschaffen nach der Prüfung die passenden Ersatzteile und reparieren die Schäden. Anschließend kontrollieren sie die Wasserqualität. Zusätzlich zur Wasserversorgung richten die Mitarbeitenden 10 Handwaschstationen am Gesundheitszentrum ein. Auch hier überwachen sie die Wasserqualität kontinuierlich.
  • Darüber hinaus verteilen die Mitarbeitenden einer Partnerorganisation 1.044 Wasserfilter an Haushalte in besonderer Notlage und schulen die Menschen in deren Nutzung.
  • Haushalte in besonderen Notlagen erhalten weiterhin Hygienekits (1.410) und Nahrungsmittelpakete (316). Die Lebensmittelpakete bestehen aus Süßgebäck, Weißbrot, Weizentortillas, Sardinen in Öl, Thunfisch in Öl und Obstmus.
  • Psychosoziale Unterstützung steht zur Verfügung: Von dem Erdbeben betroffene Menschen können an Gesprächstherapiesitzungen teilnehmen und Kinder an spielerischen Angeboten, die ihnen helfen, das Erlebte zu verarbeiten. Einsatzkräfte bekommen besonders auf ihre Situation abgestimmte psychosoziale Hilfe und werden bei Bedarf an spezialisierte Dienste weitervermittelt.
  • 5.150 Menschen werden durch sieben mobile Gesundheitseinsätze medizinisch grundversorgt, darunter schwangere Frauen, Kinder und andere besonders gefährdete Gruppen. Zudem werden humanitäre Einsatzkräfte unterstützt, die während der Erdbeben-Nothilfe von Unfällen betroffen waren.

Die Partnerorganisationen Acción Campesina, AVESSOC, CESAP und Concentroccidente setzen diese Aktivitäten um. 

 

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Carsten Obergfell

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