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Venezuela

Zerstörung und Leid nach starken Erdbeben

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 14.07.2026
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Zwei schwere Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 haben Venezuela erschüttert und erhebliche Zerstörungen angerichtet, Schätzungen gehen von mehreren Tausend Toten aus. Die Diakonie Katastrophenhilfe ist vor Ort und leistet Soforthilfe.

Die beiden Erdbeben ereigneten sich am 24. Juni 2026 gegen 18 Uhr Ortszeit im Abstand von nur 39 Sekunden und brachten zahlreiche Gebäude zum Einsturz. Das Epizentrum der Erdbeben lag westlich der Hauptstadt Caracas. Die Zahl der Toten nach dem Erdbeben ist laut Angaben der venezolanischen Regierung auf über 3.811 gestiegen (Stand: 08. Juli), rund 16.740 wurden verletzt. Über 17.000 Menschen haben ihr Zuhause durch die Erdbeben verloren. Nach wir vor suchen venezolanische und internationale Helferteams in den Trümmern nach Überlebenden, bisher konnten sie 6.462 Menschen retten. Die Menschen in den Erdbebengebieten brauchen Zelte, sauberes Wasser und Essen. 

Die Erdbeben treffen Venezuela in einer schweren sozialen, wirtschaftlichen und politischen Krise. Laut den Vereinten Nationen waren von den rund 28 Millionen Einwohnern zu Jahresbeginn fast acht Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit mehreren Jahren mit lokalen Partnerorganisationen vor Ort aktiv. Dabei stehen Gesundheitsdienste und eine funktionierende Wasserversorgung im Mittelpunkt – diese Erfahrungen sind nun wertvoll: „Gerade sauberes Trinkwasser und ausreichend Nahrungsmittel sind in den Tagen nach verheerenden Erdbeben überlebenswichtig“, sagt Martin Keßler, Direktor der Diakonie Katastrophenhilfe.

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  • Die Diakonie Katastrophenhilfe ist vor Ort. Zusammen mit Mitarbeitenden unserer Partnerorganisationen unterstützen wir unter anderem lokale freiwillige Rettungsteams mit Mahlzeiten und stellen medizinische Hilfe bereit.
  • Gemeinsam arbeiten wir an der Sicherstellung der medizinischen Notversorgung und der Stabilisierung des Gesundheitssystems, etwa durch die Einrichtung von Sammelstellen für Medikamente und medizinische Hilfsgüter.
  • Für obdachlose Familien stellen wir in ländlichen Gebieten Zelte, Matratzen und Decken bereit.
  • Sauberes Trinkwasser zählt zu den wichtigsten Dingen vor Ort. Die Verteilung von mindestens 1.300 Wasserfiltern hat begonnen, um so die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Jeder Filter reinigt täglich bis zu 900 Liter Wasser. Damit könnten rund 60 Personen pro Tag mit Wasser versorgt werden.
  • Um akute Traumata zu bewältigen und psychische Spätfolgen bei den Überlebenden zu verhindern, bieten wir mit Partnerorganisationen psychosoziale Unterstützung an.

 

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Nachrichten aus dem Projekt
Anwohner bereiten sich auch einen Workshop vor, um Wasserfilter richtig einzusetzen.
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Vom 10.07.2026
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Carsten Obergfell

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