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Fotoausstellung

Auf der Durchreise

Fast drei Millionen Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak leben aktuell in der Türkei. Wenn die Gewalt in der Region weiter anhält, wird es noch mehr Menschen geben, die sich auf den Weg machen, um in dem Nachbarland Zuflucht und Schutz zu suchen. Die Fotografen Kerem Yücel und Natalia Sancha haben sie in eindrucksvollen Portraits festgehalten. Sie fixieren das Leben dieser Menschen im Übergang: zwischen Aufbruch und Ankunft, Gestern und Morgen, Wehmut und Hoffnung.

In ihrem neuen Haus mit den nackten Wänden sprechen sie über ihr altes Leben in Syrien: "Wir vermissen den alten Garten. Wir hatten Pistazien- und Olivenbäume."  Foto: Kerem Yücel
Der Krieg war ihnen auf den Fersen, als sie die riskante Reise in die Türkei auf sich nahmen. Ihren Bruder musste sie unterwegs begraben. Foto: Kerem Yücel
In Syrien wurde einer ihrer Söhne verhaftet. Er starb in Gefangenschaft. Ihr Mann erlitt auf der Flucht in die Türkei einen Schlaganfall. Jetzt ist nur noch ihre dreizehnjährige Tochter bei ihr.  Foto: Kerem Yücel
Ein langer Blick in den Badezimmerspiegel seines neuen Zuhauses in der Türkei: "Mein Gehirn ist beschädigt. Der Arzt sagt, dass ich in zwei Jahren wie ein fünfjähriges Kind denken und mich bewegen werde." Foto: Natalia Sancha
Die Wände ihrer Wohnung hat sie mit Zeichnungen blauäugiger Mädchen dekoriert. Sie sind ihre Freunde. Die Geschichten, die sie mit ihnen durchspielt, haben immer ein gutes Ende.  Foto: Kerem Yücel
Sie musste alles zurücklassen. In ihrer Heimatstadt in Syrien galt sie als Dame.  Foto: Kerem Yücel
Als der Krieg ausbrach, machten sich alle Frauen der Familie auf den Weg in die Türkei. Die Männer blieben zurück, um das Land zu bewachen: "Unsere Reise war nicht leicht, aber wir leben noch." Foto: Kerem Yücel
Durch einen Querschläger hat sie ihr Augenlicht verloren. Als sie mit ihrem Mann und ihren Söhnen in der Türkei ankam, war es für eine Operation schon zu spät.  Foto: Kerem Yücel
Sie sind frisch verheiratet. Auf der Flucht hatten sie eine religiöse Trauung, obwohl diese Art der Zeremonie offiziell nicht anerkannt wird.  Foto: Kerem Yücel
Elf Monate lebte sie auf der Straße. Nun möchte sie ihre Zukunft voll ausschöpfen: "Ich werde die Schule beenden und Lehrerin werden, damit ich das Schicksal anderer Kinder beeinflussen kann." Foto: Kerem Yücel
"Wir sind alle beisammen", beschreibt dieser syrische Vater sein größtes Glück. Dank der Unterstützung von Diakonie Katastrophenhilfe und Support to Life haben sie es geschafft, durchzukommen.  Foto: Kerem Yücel
Die Mutter der beiden Mädchen zieht ihnen täglich hübsche Kleider an. Jetzt ist der Krieg nur ein Albtraum für sie, den sie vor langer Zeit hatten und der immer weniger real wird.  Foto: Kerem Yücel
Sechs Monate nach ihrer Ankunft in der Türkei starb ihre Mutter, ohne ihr Land ein letztes Mal gesehen zu haben: "Ich konnte sie nicht in Syrien begraben."  Foto: Natalia Sancha

Je länger die Kriege andauern, desto mehr schwindet die Hoffnung vieler Menschen aus Syrien und dem Irak, bald wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können. Oft sind Ersparnisse aufgebraucht, der Status unklar. Viele Geflüchtete wissen aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse nicht, welche Rechte sie haben, wie sie sich bei türkischen Behörden registrieren oder wie sie eine Arbeitserlaubnis erhalten können. Nicht wenige sind zudem verletzt oder traumatisiert. Selbst Flüchtlingsfamilien, die schon seit Jahren in der Türkei sind, benötigen noch humanitäre Hilfe und Schutz.

Kerem Yücel und Natalia Sancha haben für die Diakonie Katastrophenhilfe Geflüchtete in ihrem neuen „Zuhause“ portraitiert. Sie gehören zu den besonders schutzbedürftigen Personen, die von der Diakonie Katastrophenhilfe und ihrer türkischen Partnerorganisation „Support to Life“ mit finanzieller Förderung der Europäischen Union (ECHO) unterstützt werden. Beim Betrachten der Bilder wird die Schwierigkeit dieses Begriffes klar: „Zuhause“. Die Portraitierten haben überlebt, sie befinden sich in ihren vier Wänden, sie haben Kleidung und Nahrung. Schutz, ja. Aber ist es schon ein „Zuhause“? Die Bilder laden zum Nachdenken ein: über die Würde des Menschen, über die Ziele Humanitärer Hilfe und über das Ankommen fernab der Heimat.

Eine Gelegenheit, die gesamte Fotoausstellung „Auf der Durchreise / passing though“ zu sehen, erhielten Sie übrigens auf dem Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin. Den Bildband zur Ausstellung gibt es auch in unserem Shop.

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