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Türkei und Syrien

Nothilfe für Erdbebenopfer

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 26.10.2026
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Die Türkei beherbergt weiterhin mehr als 4,2 Millionen Menschen aus anderen Ländern. Rund 3,1 Millionen von ihnen sind Geflüchtete und Asylsuchende, vor allem aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und der Ukraine. Die Erdbeben vom Februar 2023 haben den Schutzbedarf weiter erhöht – besonders in Hatay, Adıyaman und Kahramanmaraş.

Obwohl der Wiederaufbau voranschreitet, brauchen Geflüchtete und die Aufnahmegemeinschaften weiterhin umfangreiche Unterstützung. Viele Menschen leben in temporären, überfüllten und baulich unsicheren Unterkünften, arbeiten informell, oft unter schlechten Bedingungen und haben wenig Möglichkeiten medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen. Viele Geflüchtete berichten von zunehmender Diskriminierung und Konflikten mit den Gemeinden, die sie ausnehmen. Besonders gefährdet sind Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderungen.

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Die langjährige Partnerorganisation Support to Life (STL) der Diakonie Katastrophenhilfe und vier lokalen Organisationen (Parlak Gelecekler, Gökkuşağı, Olive Branch und Eksi 25) konzentriert sich auf die Unterstützung besonders vulnerabler Bevölkerungsgruppen, insbesondere Geflüchteter, in den vom Erdbeben betroffenen Provinzen Adıyaman, Kahramanmaraş und Hatay im Grenzgebiert zu Syrien.

• Die Partnerorganisationen informieren über geschlechtsspezifische Gewalt, rechtlichen Schutz sowie die Rechte von Geflüchteten und Kindern. Für Kinder und Jugendliche schaffen sie geschützte Räume und bieten psychosoziale Unterstützung. Zudem begleiten sie Teilnehmende dabei, ihre psychische Gesundheit zu stärken und wirtschaftliche Aktivitäten aufzunehmen oder auszuweiten.

• Menschen mit besonderem Schutzbedarf unterstützen die Partnerorganisationen durch integriertes Fallmanagement. Dazu gehören psychosoziale und rechtliche Beratung sowie finanzielle Hilfe, zum Beispiel für eine sichere Unterkunft, notwendige Transporte oder medizinische Versorgung. Freiwillige aus den Gemeinden helfen den Fachkräften, gefährdete Personen frühzeitig zu erkennen und zu unterstützen.

• Die Partnerorganisationen dokumentieren Rechtsverletzungen und nutzen die Erkenntnisse für gemeinsame Advocacy-Maßnahmen mit lokalen zivilgesellschaftlichen Organisationen. So bringen sie die Anliegen von Geflüchteten stärker in politische und humanitäre Entscheidungsprozesse ein.

• STL unterstützt Gemeinden dabei, Gefahren frühzeitig zu erkennen und ihre Folgen zu begrenzen. Die Gemeinden lernen, Notfallpläne zu erstellen, sichere Fluchtwege festzulegen, Warnsysteme aufzubauen und Gebäude besser gegen Erdbeben oder Überschwemmungen zu schützen.

• STL fördert den Wiederaufbau der Lebensgrundlagen in den vom Erdbeben betroffenen Gebieten. Sie bieten Geflüchteten berufsbildende Trainings und bezahlte Praktika an und unterstützen sie dabei, eine Arbeitserlaubnis zu beantragen. Ausgewählte und besonders bedürftige Haushalte erhalten gezielte finanzielle Unterstützung, um ihre wichtigsten Grundbedürfnisse zu decken. 

Einzelne Hilfsmaßnahmen des Projekts werden von der EU finanziell unterstützt.

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Nachrichten aus dem Projekt

Vom 23.06.2026
Frauen sitzen an einem Tisch und füllen eine Liste ausSupport to Life

Perspektiven für geflüchtete Frauen

In der Türkei leben rund 3,1 Millionen Geflüchtete oft unter prekären Verhältnissen. Einige erleben Gewalt. Die Diakonie Katastrophenhilfe und lokale Partnerorganisationen unterstützen 2.500 Betroffene, vor allem Frauen und Mädchen, mit rechtlicher, psychosozialer und medizinischer Hilfe.

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Vom 15.04.2026
STL/Diakonie Katastrophenhilfe

Von Werkstatt bis Ausstellung: Projekt für Kinder mit Down-Syndrom

Im Rahmen eines Projekts wird dieser Ausstellungsraum zum Ort echter Begegnungen: Bunte Gemälde und Handarbeiten erzählen Geschichten – geschaffen von Kindern mit Down-Syndrom, die selbstbewusst im Mittelpunkt stehen und ihre eigenen Geschichten teilen.

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Bild von Carsten Obergfell

Carsten Obergfell

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+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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