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Türkei und Syrien

Nothilfe für Erdbebenopfer

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 21.06.2024
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Bei einem schweren Erdbeben im Grenzgebiet zwischen Syrien und der Türkei sind im Februar 2023 mindestens 56.000 Menschen ums Leben gekommen, zahlreiche weitere wurden verletzt. Schwere Überschwemmungen forderten kurz darauf erneut Todesopfer. Das Ausmaß der Zerstörung ist enorm. Unsere Partner sind vor Ort und leisten weiterhin Nothilfe.

Mehrere schwere Erdbeben haben in den frühen Morgenstunden am Montag, 6. Februar 2023 die Türkei und Syrien erschüttert. Mehr als 56.000 Menschen sind tot, Hunderttausende verletzt, zehntausende Gebäude zerstört. Nachbeben schürten Ängste und forderten weitere Opfer. Unsere Partner sind vor Ort und leisten Nothilfe.

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  • Um den Betroffenen bei der Bewältigung von Stress und Traumata zu helfen, bietet unser Partner in der Türkei Schutzmaßnahmen an. So werden mobile Teams für rund 3.220 Menschen psychosoziale Unterstützung leisten. Gefährdete Personen bekommen psychologische Betreuung. Zudem werden Maßnahmen zum Schutz von Kindern ergriffen. Eine Hotline gibt Auskunft über alle Hilfsangebote.
  • An 7.280 Kinder in Sammelunterkünften und Schulen wird Winterkleidung verteilt, 13.500 Kinder bekommen ein Jeanskleidungs-Paket. Auch Pyjamas, Thermo- und Baumwollunterwäsche werden verteilt.
  • Um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, sorgen wir für gute Hygienebedingungen. Dafür werden in betroffenen Gebieten in der Türkei Wassertanks, Latrinen, Duschkabinen und Handwaschstationen bereitgestellt. Außerdem verteilen wir Hygiene- und Reinigungs-Sets. Insgesamt können wir so 31.000 Menschen helfen. Zudem statten wir 4.600 Frauen mit speziell für ihre Bedürfnisse zusammengestellte Hygiene-Sets aus.
  • In Syrien unterstützen wir vom Erbeben betroffene Kinder und deren Familien mit Gegenständen des täglichen Bedarfs und Mahlzeiten im Großraum Aleppo. Kinder-Notfall-Sets und Hygiene-Sets für Frauen helfen, die Hygiene-Situation zu verbessern. Zudem werden Betroffene mit einmaligen Bargeldhilfe und Einkommensmöglichkeiten unterstützt. So erhalten beispielsweise 1.000 Familien eine einmalige Bargeldhilfe in Höhe von rund 136 Euro.
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Nachrichten aus dem Projekt

Vom 21.06.2024
Özgür Doğan/STL/Diakonie Katastrophenhilfe

Zurück im Heimatdorf

Yaylakonak liegt in einer bergigen Region von Adıyaman, etwa 25 km vom Zentrum entfernt. Ein heller Bach fließt im Tal zwischen zwei Bergen. Bestehend aus sechs Stadtteilen, wurden mehr als 130 der fast 400 Haushalte in der Region beim Erdbeben zerstört. Die Zahl der Opfer liegt über 100. Heute sind die Bewohner der Region in großen und kleinen Containern untergebracht, die in benachbarten Gebieten aufgestellt wurden. Wie geht es ihnen?

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Vom 18.06.2024
Özgür Dogan/STL/Diakonie Katastrophenhilfe

Dusche und Toilette verbessern die Lebensbedingungen

Endlich Duschen! Die Geschichte des Paares Zeki und Zeynep zeigt, wie wir zusammen mit unseren Partnern die Lebensbedingungen von Überlebende des Erdbebens konkret verbessern.

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Häufige Fragen zum Alltag im Erdbebengebiet

  • Das unterscheidet sich je nach Standort. Adıyaman ist eine der Provinzen, die am stärksten von den Erdbeben betroffen waren und sind. Die Bevölkerung in der Stadt ist nach dem Erdbeben schätzungsweise von 630.000 auf 200.000 zurückgegangen. In der Stadt gibt es heute (Stand: Januar 2024) keine Zeltbewohner mehr. Türkische Bürger leben in Containerstädten im Stadtzentrum. Menschen aus Syrien leben in den zwei Gebieten Gölbaşı und Akpınar Temporary Accommodation Center in der Ortschaft Bebek. Es gibt zudem weiterhin Flüchtlinge, die in zerstörten und beschädigten Gebäuden im Stadtzentrum leben. Diejenigen, die in den Dörfern leben, wurden in Rollcontainer verlegt, aber viele leben weiterhin in ihren beschädigten Häusern, da die Lebensbedingungen in den Rollcontainern nicht sehr gut sind. In Kahramanmaraş gibt es nur noch eine informelle Zeltsiedlung. Dort leben hauptsächlich Flüchtlinge, aber auch einige türkische Familien.

     

  • Die Menschen in Adiyaman, die in sogenannten Faltcontainern leben, haben nach wie vor Bedarf an sanitären Einrichtungen, da sie Gemeinschaftsduschen und -toiletten benutzen müssen und es innerhalb der Container keine eigenen sanitären Bereiche gibt. Außerdem fehlen in diesen Containern Küchen- und Spülbereiche, so dass die Hygienestandards verbessert werden müssen. Diese Container wurden an Syrer und Dorfbewohner verteilt. Das Trink- und Brauchwasser ist bei Regenfällen mit Schlamm verunreinigt und kann dann nicht verwendet werden. Es wird allgemein berichtet, dass durch Wasser übertragene Infektionskrankheiten zunehmen.

    Im Stadtzentrum von Kahramanmaraş und in den Containersiedlungen gibt es keine Probleme mit der Abwasserentsorgung. In den ländlichen Gebieten hingegen besteht dieser Bedarf nach wie vor. Dort kommt es häufig zu Ausfällen bei der Wasserversorgung.

  • Teilweise. Von den 804 Schulgebäuden in Adiyaman sind 413 beschädigt und 55 nicht mehr nutzbar (Stand: Januar 2024). In den Schulen, die noch betreten werden können, wird der Unterricht fortgesetzt, aber die Lehrer haben viele Probleme: es fehlt ihnen an eigenen Unterkünften, der Trauerprozess hält an und es mangelt an Unterrichtsmaterialien und Schreibwaren. Zudem gibt es keine psychologische Betreuung an den Schulen. Die traumatischen Erlebnisse der Kinder können nicht aufgearbeitet werden.

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen

Bild von Carsten Obergfell

Carsten Obergfell

Service für Spenderinnen und Spender

+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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