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Bangladesch

Unterstützung für Rohingya-Flüchtlinge

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 24.11.2020
Rohingya-Flüchtlinge stehen in einer Reihe.

Angehörige der muslimischen Minderheit Rohingya werden in Myanmar seit vielen Jahren systematisch verfolgt und diskriminiert. Ende August 2017 eskalierte der Konflikt, innerhalb eines Monats sind knapp 680.000 Rohingya über die Grenze nach Bangladesch geflohen. Wir leisten Nothilfe im mittlerweile größten Flüchtlingscamp der Welt.

Schon vor August 2017 lebten mehr als 100.000 Menschen der staatenlosen Minderheit Rohingya im Flüchtlingscamp Kutupalong im Distrikt Cox’s Bazar. Dann kamen nach tagelangen riskanten Fußmärschen und Fahrten über das Meer mehrere hunderttausend Flüchtlinge völlig erschöpft an der Grenze an, traumatisiert von gewalttätigen Angriffen. Ganze Dörfer wurden abgebrannt, Frauen vergewaltigt, Kinder ermordet. Das Camp aus notdürftigen Zelten, welche aus Planen und Bambusmatten gebaut wurden, wuchs innerhalb weniger Monate zu einem riesigen Flüchtlingslager an.

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  • Gemeinsam mit unserer Partneroganisation und mit Unterstützung des Auswärtigen Amts bauen wir Latrinen, die 3.500 Familien eine sanitäre Versorgung ermöglichen. Für Frauen und Mädchen werden außerdem eigene Waschplätze gebaut und Hygiene-Kits verteilt. Um den Ausbruch von Krankheiten wie Cholera zu verhindern, installieren wir zudem eine Trinkwasseraufbereitungsanlage.

  • Damit die Menschen auch im Dunkeln sicher zu den Latrinen und Waschplätzen gehen können, errichten wir hunderte solarbetriebene Laternen.

  • Besonders Kinder und Jugendliche brauchen Schutz. Wir haben zusammen mit unserem Partner Action for Social Developement (ASD) insgesamt 4 Kinderzentren aufgebaut. Hier lernen rund 400 Kinder und Jugendliche, davon 250 Mädchen und 150 Jungen.

Wir halten Sie auf dem Laufenden
Nachrichten aus dem Projekt
1:29 Minuten
Im Video: Die Situation der Rohingya in Bangladesch Vom 24.07.2019

Was fehlt den Rohingya in Bangladesch am meisten? Gute Sanitäranlagen und eine angemessene Grundversorgung. Im Film kommen Sie selbst zu Wort.

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 26.10.2020
Diakonie Katastrophenhilfe

„Ich konnte nicht einmal meinen Namen schreiben“

Tosmin Akter lebt seit September 2017 in den Flüchtlingscamps von Cox´s Bazar in Bangladesch. Die Anfangszeit im Camp war besondert schwer und durch viele Ängste geprägt. „Ich war absolut hoffnungslos, was unsere Zukunft betraf“, erzählt Tosmin. „Ich bin in Malaysia nie zur Schule gegangen und konnte nicht einmal meinen Namen schreiben.“ Das Lernzentrum unserer Partnerorganisation hat einiges in ihrem Leben verändert.

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Vom 22.10.2020
Diakonie Katastrophenhilfe

Homeschooling wie in Deutschland undenkbar

Seit Beginn der Coronapandemie sind jegliche Formen der Zusammenkunft in den Camps der Rohingya untersagt. Die Schulen und Räume für Kinder und Jugendliche bleiben geschlossen, Bildungsangebote und Aufklärungskurse können nicht mehr stattfinden. Auch unser Bildungs- und Schutzprojektist betroffen. Doch unsere Partnerorganisation hat einen Weg gefunden, den Unterricht fortzusetzen.

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  • 08.09.2020
    Nabolok / Diakonie Katastrophenhilfe

    Im Camp 24 in Bangladesch, wo das Projekt unserer Partnerorganisation Nabolok stattfindet, gibt es derzeit drei bestätigte Coronafälle. Die Mitarbeitenden von Nabolok sind daher sehr vorsichtig und sprühen im Projektgebiet täglich Desinfektionsmittel. Die gesundheitliche Aufklärung zu COVID-19 läuft weiter, allerdings laufen die Mitarbeiter jetzt mit dem Megaphon durch die Camps. So werden Menschenansammlungen vermieden.

  • 17.05.2020
    EMTIAZ AHMED DULU

    Die Folgen könnten fatal sein. In Kutupalong, dem größten Flüchtlingscamp der Welt, wurden erste Covid-19-Fälle gemeldet. In dem eng besiedelten Camp ist es kaum möglich, Sicherheitsabstände einzuhalten. Auch hygienische Maßnahmen sind kaum möglich. Die sanitären Anlagen sind nicht ausreichend, zahlreiche Familien teilen sich eine Toilette. Gemeinsam mit unserem Partner sind wir seit Jahren vor Ort aktiv, verbessern die Wasserversorgung und bauen Latrinen.

     

  • 08.11.2019
    Emtiaz Ahmed Dulu / Diakonie Katastrophenhilfe

    Die neue Meerwasser-Entsalzungsanlage im Nayapara-Flüchtlingslager produziert jetzt sauberes Trinkwasser. Das Wasser kommt sowohl den geflüchteten Rohingya zugute als auch den Anwohnern. Bei der feierlichen Eröffnung am 23. Oktober 2019 setzte der deutsche Botschafter in Bangladesch, Peter Fahrenholtz, die Anlage in Gang.

  • 06.09.2019
    Diakonie Katastrophenhilfe

    In den Gebäuden, die jeweils für junge Frauen und Männer getrennt errichtet wurden, finden verschiedene Angebote für Jugendliche statt. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation führen wir Aufklärungsangebote und Hygieneschulungen durch und unterrichten die Jugendlichen in Lesen und Schreiben. Außerdem können sie hier ihre Kreativität ausleben, Bilder zeichnen und sich austauschen.

  • 24.07.2019
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Was fehlt den Rohingya in Bangladesch am meisten? Gute Sanitäranlagen und eine angemessene Grundversorgung. Im Film kommen Sie selbst zu Wort.

  • 01.04.2019
    Kind an FeuerstelleDiakonie Katastrophenhilfe

    Heute beginnen wir zusammen mit unserem Partner Action for Social Developement (ASD) ein zusätzliches Projekt in Din Teknaf Upazila und Cox’s Bazar. In neuen Anlaufstellen vermitteln wir 400 Kindern Grundbildung, Wissen über geschlechtsspezifische Gewalt, Kinderheirat, Kinderarbeit und den Schutz vor Missbrauch.

  • 05.12.2018
    Sytske Claassen / Diakonie Katastrophenhilfe

    Im Distrikt Rakhine State in Myanmar leben immer noch 128.000 Rohingya unter menschenunwürdigen Bedingungen in Camps, die Internierungslagern gleichen. Sie dürfen sich nicht frei bewegen und haben kaum Einkommensmöglichkeiten, um ihr Überleben zu sichern. Der Zugang für internationale Organisationen und humanitäre Helfer ist stark eingeschränkt. Wir sind vor Ort und prüfen die Möglichkeit, den Menschen umfassend Hilfe zu leisten.

  • 19.11.2018
  • 05.10.2018
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Seit mehr als einem Jahr harren die Menschen unter erbärmlichen Bedingungen in den Camps aus. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser sowie die hygienischen Zustände sind noch zu schlecht.

  • 25.08.2018
  • 20.07.2018
  • 15.05.2018
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Bereits vor August 2017 lebten mehr als 100.000 Rohingya im Flüchtlingscamp Kutupalong im Distrikt Cox’s Bazar. Das Camp ist inzwischen zu einem „Mega-Camp“ angewachsen und jetzt das größte Flüchtlingscamp weltweit. 585.000 der geflüchteten Rohingya leben dort.

  • 01.03.2018
    Emtiaz Ahmed Dulu / Diakonie Katastrophenhilfe

    55 Prozent der Rohingya-Flüchtlinge sind Kinder, jedes vierte ist mangelernährt.

  • 17.02.2018
    Emtiaz Ahmed Dolu / Diakonie Katastrophenhilfe

    Wir haben im Flüchtlingslager zahlreiche Latrinen gebaut. Sie sind auf Betonsockeln errichtet, um auch starken Regenfällen Hygiene zu gewährleisten.

  • 15.01.2018
    Emtiaz Ahmed Dolu / Diakonie Katastrophenhilfe

    Was den Flüchtlingen in Bangladesch am meisten fehlt, ist Brennstoff zum Kochen. So müssen sie in den nahegelegenen Wäldern Feuerholz sammeln und aufpassen, dass die Einwohner der Gastgemeinde sie nicht dabei erwischen. Hagimullah gibt einen beispielhaften Einblick in seinen Alltag.

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  • 27.10.2017

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Carsten Obergfell

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+49 30 65211-4711service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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