Bangladesch

Not und Leid der Rohingya-Flüchtlinge

Nothilfe
Letzte Aktualisierung:
 03.06.2019
Rohingya-Flüchtlinge stehen in einer Reihe.

Angehörige der muslimischen Minderheit Rohingya werden in Myanmar seit vielen Jahren systematisch verfolgt und diskriminiert. Ende August 2017 eskalierte der Konflikt, innerhalb eines Monats sind knapp 680.000 Rohingya über die Grenze nach Bangladesch geflohen. Ganze Dörfer wurden abgebrannt, Frauen vergewaltigt, Kinder ermordet. Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet Nothilfe im mittlerweile größten Flüchtlingscamp der Welt.

Schon vor August 2017 lebten mehr als 100.000 Menschen der staatenlosen Minderheit Rohingya im Flüchtlingscamp Kutupalong im District Cox's Bazar. Dann kamen nach tagelangen riskanten Fußmärschen und Fahrten über das Meer mehrheitlich Frauen und Kinder völlig erschöpft an der Grenze an, traumatisiert von gewalttätigen Angriffen durch die Armee.

Das Camp, bestehend aus notdürftigen Zelten, welche aus Planen und Bambusmatten gebaut wurden, wuchs innerhalb weniger Monate zu einem riesigen Flüchtlingslager an. Auch wenn es keine Massen mehr sind, so flüchten monatlich immer noch mehrere hundert Menschen aus Myanmar über die Grenze.

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  • Die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partnerorganisationen konzentrieren sich auf eine verbesserte Wasser- und Hygieneversorgung für die Menschen in den großen Flüchtlingscamps, vor allem im Distrikt Cox´s Bazar.

  • Gemeinsam mit Christian Commission for Development in Bangladesh (CCDB) wurden beispielsweise bereits 80 Latrinen gebaut. Wasseraufbereitungsanlagen, Müllcontainer und Solarlampen werden installiert.

  • Besonders Kinder und Jugendliche brauchen Schutz. Gemeinsam mit unserem Partner Action for Social Developement (ASD) haben wir mehrere Kinderzentren aufgebaut. Hier lernen rund 400 Kinder und Jugendliche. Sie werden in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und sensibilisiert für mögliche Gefahren wie zum Beispiel sexuellem Missbrauch oder Kinderheirat.

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Nachrichten aus dem Projekt
Rohingya: Schutzprojekt für Kinder und Jugendliche läuft anVom 01.04.2019

Wir engagieren uns! Heute beginnen wir zusammen mit unserem Partner Action for Social Developement (ASD) ein zusätzliches Projekt in Din Teknaf Upazila und Cox's Bazar. In neuen Anlaufstellen vermitteln wir 400 Kindern Lebenskompetenz, Grundbildung, Wissen über geschlechtsspezifische Gewalt, Kinderheirat und -arbeit sowie den Schutz vor Missbrauch.

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 01.04.2019

Rohingya: Schutzprojekt für Kinder und Jugendliche läuft an

Wir engagieren uns! Heute beginnen wir zusammen mit unserem Partner Action for Social Developement (ASD) ein zusätzliches Projekt in Din Teknaf Upazila und Cox's Bazar. In neuen Anlaufstellen vermitteln wir 400 Kindern Lebenskompetenz, Grundbildung, Wissen über geschlechtsspezifische Gewalt, Kinderheirat und -arbeit sowie den Schutz vor Missbrauch.

Vom 05.12.2018

Rohingya: Katastrophale Bedingungen in Camps

Im Rakhine State leben immer noch 128.000 Rohingya unter menschenunwürdigen Bedingungen in Camps, die Internierungslagern gleichen. Sie dürfen sich nicht frei bewegen und haben kaum Einkommensmöglichkeiten, um ihr Überleben zu sichern. Der Zugang für internationale Organisationen und humanitäre Helfer ist stark eingeschränkt.

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Elisabeth Grün

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+49 30 65211-4711service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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