jetzt spendenspenden

Bangladesch

Unterstützung für Rohingya-Flüchtlinge

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 01.11.2022
Rohingya-Flüchtlinge stehen in einer Reihe.

Angehörige der muslimischen Minderheit Rohingya werden in Myanmar seit vielen Jahren systematisch verfolgt und diskriminiert. Nach einer Welle der Gewalt im Jahr 2017 waren rund eine Million Rohingya in das Nachbarland Bangladesch geflüchtet. Wir leisten Nothilfe im mittlerweile größten Flüchtlingscamp der Welt.

Schon vor August 2017 lebten mehr als 100.000 Menschen der staatenlosen Minderheit Rohingya im Flüchtlingscamp Kutupalong im Distrikt Cox’s Bazar. Dann kamen nach tagelangen riskanten Fußmärschen und Fahrten über das Meer mehrere hunderttausend Flüchtlinge völlig erschöpft an der Grenze an, traumatisiert von gewalttätigen Angriffen. Ganze Dörfer wurden abgebrannt, Frauen vergewaltigt, Kinder ermordet. Das Camp aus notdürftigen Zelten, welche aus Planen und Bambusmatten gebaut wurden, wuchs innerhalb weniger Monate zu einem riesigen Flüchtlingslager an. Seitdem harren dort mehr als eine Million Geflüchtete ohne Aussicht auf eine gesicherte Rückkehr aus.

In den vergangenen Monaten hatte starker Monsunregen die sanitäre Situation in Cox’s Bazar verschlechtert. Etwa 17.000 Unterkünfte wurden beschädigt oder zerstört. Davon waren mehr als 70.000 Menschen betroffen. Hinzu kommt ein Anstieg von Krankheiten durch den Regen und die schlechten Hygienebedingungen. „In dieser angespannten Lage und der ungewissen Zukunft dürfen wir die Menschen hier nicht vergessen“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe.

Mehr zum Hintergrund lesen Weniger zum Hintergrund lesen
  • Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Nabolok und mit Unterstützung des Auswärtigen Amts haben wir Latrinen, Abwassergräben und Müllsammelstellen gebaut, die über 8.400 Familien eine sanitäre Grundversorgung in den Rohingya-Flüchtlingscamps ermöglichen. Für Frauen und Mädchen errichteten wir eigene Waschplätze und verteilten Hygiene-Kits. Außerdem installierten wir eine Meerwasserentsalzungsanlage, um sauberes Trinkwasser zu gewinnen und damit den Ausbruch von Krankheiten wie Cholera zu verhindern.

  • Damit die Menschen auch im Dunkeln sicher zu den Latrinen und Waschplätzen gehen können, wurden 350 solarbetriebene Laternen aufgestellt.

  • Kinder und Jugendliche brauchen besonderen Schutz. Zusammen mit unserem Partner Action for Social Developement (ASD) haben wir für sie insgesamt vier Zentren gebaut. Rund 400 Kinder und Jugendliche, davon 250 Mädchen, lernen und verbringen in diesen ihre Freizeit. Wer möchte, kann psychosoziale Hilfe in Anspruch nehmen, viele Kinder und Jugendliche leiden unter erlebten Traumata.

Wir halten Sie auf dem Laufenden
Nachrichten aus dem Projekt
Rohingya

Im größten Flüchtlingscamp der Welt brauchen Kinder und Jugendliche besonderen Schutz. Aus diesem Grund haben wir spezielle Rückzugsräume für Sie eingerichtet, sogenannte „friendly spaces“. Was dort genau passiert, hören Sie in diesem Audio-Bericht.mehr...

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 30.09.2022
RohingyaAnne-Katrin Mellman/ Diakonie Katastrophenhilfe

Rohingya in Bangladesch: Wie wir Kinder im größten Flüchtlingscamp der Welt unterstützen

Im größten Flüchtlingscamp der Welt brauchen Kinder und Jugendliche besonderen Schutz. Aus diesem Grund haben wir spezielle Rückzugsräume für Sie eingerichtet, sogenannte „friendly spaces“. Was dort genau passiert, hören Sie in diesem Audio-Bericht.

mehr...
Vom 29.09.2022
BewohnerinDiakonie Katastrophenhilfe

Audio-Bericht: Leben im größten Flüchtlingscamp der Welt

Fünf Jahre ohne Perspektive: In Cox's Bazar, dem größten Flüchtlingscamp der Welt, harren nach wie vor etwa eine Million Rohingya aus. Die Not ist groß. Wir helfen vor Ort. Wie? Das erfahren Sie in diesem Audio-Bericht.

mehr...
  • 26.10.2020
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Tosmin Akter lebt seit September 2017 in den Flüchtlingscamps von Cox´s Bazar in Bangladesch. Die Anfangszeit im Camp war besondert schwer und durch viele Ängste geprägt. „Ich war absolut hoffnungslos, was unsere Zukunft betraf“, erzählt Tosmin. „Ich bin in Malaysia nie zur Schule gegangen und konnte nicht einmal meinen Namen schreiben.“ Das Lernzentrum unserer Partnerorganisation hat einiges in ihrem Leben verändert.

    mehr...
  • 22.10.2020| Corona
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Seit Beginn der Coronapandemie sind jegliche Formen der Zusammenkunft in den Camps der Rohingya untersagt. Die Schulen und Räume für Kinder und Jugendliche bleiben geschlossen, Bildungsangebote und Aufklärungskurse können nicht mehr stattfinden. Auch unser Bildungs- und Schutzprojektist betroffen. Doch unsere Partnerorganisation hat einen Weg gefunden, den Unterricht fortzusetzen.

    mehr...
  • 08.09.2020| Corona
    Nabolok / Diakonie Katastrophenhilfe

    Im Camp 24 in Bangladesch, wo das Projekt unserer Partnerorganisation Nabolok stattfindet, gibt es derzeit drei bestätigte Coronafälle. Die Mitarbeitenden von Nabolok sind daher sehr vorsichtig und sprühen im Projektgebiet täglich Desinfektionsmittel. Die gesundheitliche Aufklärung zu COVID-19 läuft weiter, allerdings laufen die Mitarbeiter jetzt mit dem Megaphon durch die Camps. So werden Menschenansammlungen vermieden.

  • 17.05.2020| Corona
    EMTIAZ AHMED DULU

    Die Folgen könnten fatal sein. In Kutupalong, dem größten Flüchtlingscamp der Welt, wurden erste Covid-19-Fälle gemeldet. In dem eng besiedelten Camp ist es kaum möglich, Sicherheitsabstände einzuhalten. Auch hygienische Maßnahmen sind kaum möglich. Die sanitären Anlagen sind nicht ausreichend, zahlreiche Familien teilen sich eine Toilette. Gemeinsam mit unserem Partner sind wir seit Jahren vor Ort aktiv, verbessern die Wasserversorgung und bauen Latrinen.

     

  • 08.11.2019
    Emtiaz Ahmed Dulu / Diakonie Katastrophenhilfe

    Die neue Meerwasser-Entsalzungsanlage im Nayapara-Flüchtlingslager produziert jetzt sauberes Trinkwasser. Das Wasser kommt sowohl den geflüchteten Rohingya zugute als auch den Anwohnern. Bei der feierlichen Eröffnung am 23. Oktober 2019 setzte der deutsche Botschafter in Bangladesch, Peter Fahrenholtz, die Anlage in Gang.

  • 06.09.2019
    Diakonie Katastrophenhilfe

    In den Gebäuden, die jeweils für junge Frauen und Männer getrennt errichtet wurden, finden verschiedene Angebote für Jugendliche statt. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation führen wir Aufklärungsangebote und Hygieneschulungen durch und unterrichten die Jugendlichen in Lesen und Schreiben. Außerdem können sie hier ihre Kreativität ausleben, Bilder zeichnen und sich austauschen.

  • 24.07.2019
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Was fehlt den Rohingya in Bangladesch am meisten? Gute Sanitäranlagen und eine angemessene Grundversorgung. Im Film kommen Sie selbst zu Wort.

  • 01.04.2019
    Kind an FeuerstelleDiakonie Katastrophenhilfe

    Heute beginnen wir zusammen mit unserem Partner Action for Social Developement (ASD) ein zusätzliches Projekt in Din Teknaf Upazila und Cox’s Bazar. In neuen Anlaufstellen vermitteln wir 400 Kindern Grundbildung, Wissen über geschlechtsspezifische Gewalt, Kinderheirat, Kinderarbeit und den Schutz vor Missbrauch.

  • 05.12.2018
    Sytske Claassen / Diakonie Katastrophenhilfe

    Im Distrikt Rakhine State in Myanmar leben immer noch 128.000 Rohingya unter menschenunwürdigen Bedingungen in Camps, die Internierungslagern gleichen. Sie dürfen sich nicht frei bewegen und haben kaum Einkommensmöglichkeiten, um ihr Überleben zu sichern. Der Zugang für internationale Organisationen und humanitäre Helfer ist stark eingeschränkt. Wir sind vor Ort und prüfen die Möglichkeit, den Menschen umfassend Hilfe zu leisten.

  • 19.11.2018
  • 05.10.2018
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Seit mehr als einem Jahr harren die Menschen unter erbärmlichen Bedingungen in den Camps aus. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser sowie die hygienischen Zustände sind noch zu schlecht.

  • 25.08.2018
  • 20.07.2018
  • 15.05.2018
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Bereits vor August 2017 lebten mehr als 100.000 Rohingya im Flüchtlingscamp Kutupalong im Distrikt Cox’s Bazar. Das Camp ist inzwischen zu einem „Mega-Camp“ angewachsen und jetzt das größte Flüchtlingscamp weltweit. 585.000 der geflüchteten Rohingya leben dort.

  • 01.03.2018
    Emtiaz Ahmed Dulu / Diakonie Katastrophenhilfe

    55 Prozent der Rohingya-Flüchtlinge sind Kinder, jedes vierte ist mangelernährt.

  • 17.02.2018
    Emtiaz Ahmed Dolu / Diakonie Katastrophenhilfe

    Wir haben im Flüchtlingslager zahlreiche Latrinen gebaut. Sie sind auf Betonsockeln errichtet, um auch starken Regenfällen Hygiene zu gewährleisten.

  • 15.01.2018
    Emtiaz Ahmed Dolu / Diakonie Katastrophenhilfe

    Was den Flüchtlingen in Bangladesch am meisten fehlt, ist Brennstoff zum Kochen. So müssen sie in den nahegelegenen Wäldern Feuerholz sammeln und aufpassen, dass die Einwohner der Gastgemeinde sie nicht dabei erwischen. Hagimullah gibt einen beispielhaften Einblick in seinen Alltag.

    mehr...
  • 27.10.2017

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen

Bild von Carsten Obergfell

Carsten Obergfell

Service für Spenderinnen und Spender

+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

Weitere aktuelle Projekte

Projekt Bild
Nothilfe gegen Hunger, Durst und Krankheiten
Projekt Bild
Erdbebenhilfe Indonesien
background image

Unsere Projekte weltweit

Projekte ansehen