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Bangladesch

Unterstützung für Rohingya-Flüchtlinge

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 06.07.2020
Rohingya-Flüchtlinge stehen in einer Reihe.

Angehörige der muslimischen Minderheit Rohingya werden in Myanmar seit vielen Jahren systematisch verfolgt und diskriminiert. Ende August 2017 eskalierte der Konflikt, innerhalb eines Monats sind knapp 680.000 Rohingya über die Grenze nach Bangladesch geflohen. Wir leisten Nothilfe im mittlerweile größten Flüchtlingscamp der Welt.

Schon vor August 2017 lebten mehr als 100.000 Menschen der staatenlosen Minderheit Rohingya im Flüchtlingscamp Kutupalong im Distrikt Cox’s Bazar. Dann kamen nach tagelangen riskanten Fußmärschen und Fahrten über das Meer mehrere hunderttausend Flüchtlinge völlig erschöpft an der Grenze an, traumatisiert von gewalttätigen Angriffen. Ganze Dörfer wurden abgebrannt, Frauen vergewaltigt, Kinder ermordet. Das Camp aus notdürftigen Zelten, welche aus Planen und Bambusmatten gebaut wurden, wuchs innerhalb weniger Monate zu einem riesigen Flüchtlingslager an.

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  • Gemeinsam mit unserer Partneroganisation und mit Unterstützung des Auswärtigen Amts bauen wir Latrinen, die 3.500 Familien eine sanitäre Versorgung ermöglichen. Für Frauen und Mädchen werden außerdem eigene Waschplätze gebaut und Hygiene-Kits verteilt. Um den Ausbruch von Krankheiten wie Cholera zu verhindern, installieren wir zudem eine Trinkwasseraufbereitungsanlage.

  • Damit die Menschen auch im Dunkeln sicher zu den Latrinen und Waschplätzen gehen können, errichten wir hunderte solarbetriebene Laternen.

  • Besonders Kinder und Jugendliche brauchen Schutz. Wir haben zusammen mit unserem Partner Action for Social Developement (ASD) insgesamt 4 Kinderzentren aufgebaut. Hier lernen rund 400 Kinder und Jugendliche, davon 250 Mädchen und 150 Jungen.

Wir halten Sie auf dem Laufenden
Nachrichten aus dem Projekt
1:29 Minuten
Im Video: Die Situation der Rohingya in Bangladesch Vom 24.07.2019

Was fehlt den Rohingya in Bangladesch am meisten? Gute Sanitäranlagen und eine angemessene Grundversorgung. Im Film kommen Sie selbst zu Wort.

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 17.05.2020
EMTIAZ AHMED DULU

Covid-19-Fälle in weltgrößtem Flüchtlingscamp

Die Folgen könnten fatal sein. In Kutupalong, dem größten Flüchtlingscamp der Welt, wurden erste Covid-19-Fälle gemeldet. In dem eng besiedelten Camp ist es kaum möglich, Sicherheitsabstände einzuhalten. Auch hygienische Maßnahmen sind kaum möglich. Die sanitären Anlagen sind nicht ausreichend, zahlreiche Familien teilen sich eine Toilette. Gemeinsam mit unserem Partner sind wir seit Jahren vor Ort aktiv, verbessern die Wasserversorgung und bauen Latrinen.

 

Vom 08.11.2019
Emtiaz Ahmed Dulu / Diakonie Katastrophenhilfe

Sauberes Trinkwasser für Flüchtlinge

Die neue Meerwasser-Entsalzungsanlage im Nayapara-Flüchtlingslager produziert jetzt sauberes Trinkwasser. Das Wasser kommt sowohl den geflüchteten Rohingya zugute als auch den Anwohnern. Bei der feierlichen Eröffnung am 23. Oktober 2019 setzte der deutsche Botschafter in Bangladesch, Peter Fahrenholtz, die Anlage in Gang.

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen

Bild von Carsten Obergfell

Carsten Obergfell

Service für Spenderinnen und Spender

+49 30 65211-4711service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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