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SÜDSUDAN
KONFLIKTE SCHÜREN DEN HUNGER

Aufgrund gewaltsamer Konflikte und wiederkehrender Dürren befinden sich vier Millionen Menschen im Südsudan auf der Flucht. Sie haben ihren Besitz und ihre Lebensgrundlage verloren.  Foto: Paul Jeffrey

Zwischen Hunger und Hoffnung

Der Staat Südsudan gehört zu den ärmsten und dabei am höchsten verschuldeten Ländern der Welt. Sechs Jahre sind seit der Unabhängigkeit vom Sudan vergangen. Damals war die Hoffnung auf Frieden und eine Besserung der humanitären Lage in der Region groß. Doch seit Ende 2013 wird der Südsudan von bewaffneten Konflikten um Macht und Ressourcen erschüttert, die zu einem Bürgerkrieg geführt haben. Zwar kam es im August 2015 zu einem Friedensabkommen, die Kämpfe gehen jedoch weiter.

Der Bürgerkrieg hat das Land weit zurückgeworfen und eine schwere humanitäre Krise ausgelöst. Seit Beginn des Konflikts mussten mehr als 4,3 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. Allein seit Herbst 2017 kamen weitere 400.000 Flüchtlinge hinzu. Sie sind zu Vertriebenen im eigenen Land geworden oder haben sich in Nachbarstaaten geflüchtet. Zehntausende Menschen wurden im Verlauf des Konflikts getötet und verletzt, darunter viele Zivilisten, die aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit zum Ziel der Konfliktparteien wurden. Unzählige haben ihren Besitz und damit ihre Lebensgrundlage verloren. Zudem führen wiederkehrende Dürren zu Nahrungsmittelknappheit und Hunger: Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als fünf Millionen Menschen auf die Unterstützung mit Lebensmitteln angewiesen.

Gründe für die massive Nahrungsmittelkrise im Land sind andauernde Konflikte. Sie treiben Menschen in die Flucht und hindern sie daran, ihre Felder zu bestellen. Hinzu kommen aufgrund von Sicherheit blockierte oder nur unter erheblichen Risiken passierbare Straßen und die hohe Inflation. Die Preise für Grundnahrungsmittel wie Mais, Sorghum oder Bohnen haben sich stark verteuert und machen sie vielen Menschen unerschwinglich.

Der Südsudan ist einer der Orte mit den weltweit größten logistischen Herausforderungen: Die Infrastruktur ist kaum entwickelt, insbesondere die Kommunikationstechnologie. Durch das unterentwickelte und nicht instand gehaltene Straßennetzwerk sind 60 Prozent des Landes während der Regenzeit auf dem Landweg nicht erreichbar. Diese Bedingungen machen es humanitären Helfern schwer, Zugang zu den hilfebedürftigsten Teilen der Bevölkerung zu bekommen. Neben der Logistik spielt auch die Sicherheit eine große Rolle: Mindestens 98 humanitäre Helfer wurden seit Beginn des Konflikte in 2013 getötet.

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