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Obwohl Bainet von Flüssen und Meer umgeben ist, mangelt es hier an sauberem Trinkwasser. Die Menschen tranken das Wasser aus den Flüssen, die die Abwässer der Bergorte mit sich trugen.

Im August 2012 eröffnete die Diakonie Katastrophenhilfe die Wasserentnahmestelle in der Kleinstadt. Dazu bohrte die Diakonie Katastrophenhilfe 22 Meter tief in die Erde, um eine Wasserquelle zu erreichen.

Nicht nur Bewohner aus der Kleinstadt, sondern auch aus umliegenden Orten kommen, um Wasser zu holen. Insgesamt sechs Stunden am Tag können sie sich Wasser abfüllen.

Auch wenn die Qualität des Wasser sehr gut ist: Um sich vor Krankheiten zu schützen, rät die Diakonie Katastrophenhilfe, das Wasser noch mit Tabletten aufzubereiten.

An insgesamt sechs Wasserhähnen können sich die Menschen Wasser zapfen.

Vor der Eröffnung der Wasserentnahmestelle mussten die Menschen aus dem Fluss Wasser schöpfen und umständlich abkochen. Der Weg zum Trinkwasser ist so schneller - und sicherer.

Auch die Schulkinder profitieren von der neuen Wasserentnahmestelle: Sie waschen sich hier und haben kürzere Wege, wenn sie für ihre Familien Wasser holen.

Haiti

Wasser für alle in Bainet

Früher mussten die Bürger von Bainet Trinkwasser aus dem Fluss schöpfen, heute füllen sie ihre Kanister an der Wasserstation der Diakonie Katastrophenhilfe.

Bainet liegt abgeschieden im Südwesten Haitis, 20.000 Menschen leben hier. Zwei Flüsse, die im besiedelten Bergland entspringen, münden außerhalb der Stadt ins Meer. Sie spülen die Abwässer höher gelegener Haushalte mit sich. Dennoch waschen sich die Bewohner flussabwärts darin, bis vor ein paar Jahren schöpften sie dort sogar ihr Trinkwasser. Mit Eimern mussten sie es dann über Kilometer nach Hause tragen und abkochen. Wie im ganzen Land brach im Herbst 2010 auch in Bainet die Cholera aus, Todesopfer waren zu beklagen. Ursache für die Ausbreitung war unter anderem auch die schlechte Wasserversorgung.

Die Diakonie Katastrophenhilfe unterhält seit 2010 einen Bauhof im Zentrum der Stadt. Unter dem Areal befinden sich zwei Betontanks. Ziel dieses Hilfsprojektes war es, durch Umbauten und zusätzliche Installationen eine Wasserstation im Stadtkern zu bauen. 30.000 Euro Spendengelder wurden investiert, Eröffnung war im August 2012.

Bis zu 24.000 Liter Wasser täglich

Eine Pumpe saugt das Wasser aus 22 Metern Tiefe in die Betonspeicher. Darin kann das schon trinkbare Grundwasser bei Bedarf zusätzlich mit Chlor gereinigt werden. Anschließend wird es in einen 12.000-Liter-Tank geleitet, der an der Außenmauer des Bauhofes steht. „Ist der Speicher voll, öffne ich die Ventile“, sagt Jean Anique Cherry, 46, der als Hausmeister auf dem Gelände arbeitet und die Anlage betreibt. Zweimal am Tag lässt er das Wasser für mehrere Stunden aus dem Tank zu den Hähnen laufen. Nur Mittwoch und Samstag, den Markttagen, sind sie den ganzen Tag geöffnet.

Auf der anderen Seite der Mauer sind öffentlich zugänglich Waschbecken installiert, darüber sechs Wasserhähne. Jeder Bürger kann hier umsonst Trinkwasser abfüllen, schätzungsweise 500 Menschen tun dies täglich. Vor allem Frauen und Kinder, die traditionell Wasser beschaffen, profitieren von kürzeren Wegen und geringerem Zeitaufwand. Der größte Vorteil aber ist die ständige Verfügbarkeit und die Sauberkeit des Wassers. Auch in Notsituationen, wie etwa nach einem Hurrikan, gibt es nun Zugang zu Trinkwasser.

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