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Haiti

Nothilfe für Überlebende sexualisierter Gewalt

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 22.07.2026
Symbolbild. Haiti, 2010.

Haiti, das ärmste Land Lateinamerikas, ist stark von Naturkatastrophen wie tropischen Stürmen, Dürren und Erdbeben betroffen. Laut Angaben des Ernährungsprogramms der Vereinten Nationen ist die Hälfte der Bevölkerung von akutem Hunger betroffen. Das Land leidet seit Jahren unter politischer Instabilität, wirtschaftlicher Not und Gewalt. Bewaffnete Banden kontrollieren große Teile des Landes und nutzen sexualisierte Gewalt als Terrorinstrument, um die Bevölkerung zu unterwerfen und Angst zu verbreiten.

Frauen, Mädchen und auch Jungen sind massiv betroffen. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht vor der Gewalt. Wir leisten mit unseren lokalen Partnern Prävention und Nothilfe.

Bewaffnete Gruppen kontrollieren oder blockieren wichtige Hauptverkehrsstraßen, sodass Hilfsgüter die Bevölkerung oft nicht erreichen. Bildungseinrichtungen müssen schließen, weil sie von bewaffneten Gruppen besetzt werden. Die politische Instabilität und Bandenkriminalität hat fast 1,5 Millionen Menschen vertrieben. Die überwiegende Mehrheit von ihnen lebt bei Gastfamilien oder in überfüllten, spontan entstandenen Siedlungen unter prekären Bedingungen.

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  • Ein von uns eingerichtetes und betriebenes Frauenhaus bietet Frauen Schutz, Verpflegung und medizinische Versorgung. Frauen, die geschlechterspezifische Gewalt erfahren haben, erhalten psychosoziale Unterstützung und haben Zugang zu weiteren Hilfsangeboten.
  • Drei Gemeindezentren in Cité Soleil, einem tief verarmten und sehr dicht bevölkerten Viertel in der Hauptstadt Port-Au-Prince, bieten Schutz für Frauen und Kinder, die Gewalt erfahren haben. Sie erhalten psychosoziale Hilfe. Hier können sie im Notfall auch kurzfristig untergebracht werden, bis sie in eine spezielle Betreuungseinrichtung kommen. Im Stadtzentrum von Port‑au‑Prince können traumatisierte Menschen ganzheitliche Betreuung in Anspruch nehmen.
  • Geschulte Betreuer*innen bieten Familien Zeit in kinderfreundlichen Räumen und Spielplätzen mit interaktiven Spielen an. Dort können Kinder ihre kognitiven Fähigkeiten erweitern, Fantasie entwickeln und ihre sozialen Fähigkeiten stärken. In den Einrichtungen bekommen sie Mahlzeiten und Schulmaterialien.
  • Zur Prävention lernen Gemeindevorstehende und andere Entscheidungstragende, wie sie in ihren Gemeinschaften Maßnahmen zum Schutz vor geschlechterbasierter Gewalt umsetzen können. Männer dürfen an Schulungen teilnehmen, die über Geschlechterrollen sensibilisieren.

Von den Maßnahmen profitieren vor allem rund 6.000 Mädchen und Frauen.

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Nachrichten aus dem Projekt
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Vom 20.07.2026
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Frauen können im Notfall mit ihren Kindern in ein Frauenhaus flüchten und werden dort versorgt.

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Bild von Carsten Obergfell

Carsten Obergfell

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