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Haiti

Nothilfe für Überlebende sexualisierter Gewalt

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 10.04.2024
Symbolbild. Haiti, 2010.

Haiti, das ärmste Land Lateinamerikas, ist stark von Naturkatastrophen wie tropischen Stürmen, Dürren und Erdbeben betroffen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze und kämpft mit chronischer Ernährungsunsicherheit. Aktuell benötigen über 5,2 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Die Sicherheitslage hat sich 2023 verschlechtert, Hauptverkehrswege werden von bewaffneten Banden kontrolliert und das Risiko sexueller Gewalt für Frauen und Mädchen hat sich erhöht. Wir leisten mit unseren lokalen Partnern Prävention und Nothilfe.

Auch die humanitäre Hilfe ist durch die Bandengewalt beeinträchtigt. Zudem ist die Zahl der Vertriebenen ist auf über 313.000 gestiegen, darunter 170.000 Kinder und Jugendliche. Viele leben unter prekären Bedingungen, was besonders für Frauen und Mädchen das Risiko sexueller Gewalt erhöht. Die Krise beeinträchtigt auch den Bildungszugang; im Januar 2024 blieben über 400 Bildungseinrichtungen geschlossen. Zudem leiden 44 Prozent der Bevölkerung unter Hunger und Nahrungsmittelknappheit.

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  • Prävention und Nothilfe: In Port-au-Prince werden drei Gemeindezentren eingerichtet, in denen Aufklärung gegenüber geschlechtsspezifischer Gewalt stattfindet und kommunale Gemeindevertreter geschult werden. 150 überlebende sexueller Gewalt erhalten psychosoziale Beratung, zudem werden Selbsthilfegruppen gegründet.
  • Für Betroffene der Bandengewalt wird neben einer Selbsthilfegruppe auch ein wöchentlicher Betreuungstermin angeboten. Dieser soll insgesamt 250 Betroffenen dabei helfen, das Erlebte zu verarbeiten.
  • Ergänzend finden kunsttherapeutische Workshops für 125 Kinder statt, die ebenfalls unter den Folgen von Bandengewalt leiden.
  • Auch in der Metropolregion werden Präventions- und Betreuungsangebote in Gemeindezentren durchgeführt, die zum Schutz für Frauen und Mädchen eingerichtet werden. Hier können sie im Notfall auch kurzfristig untergebracht werden, bis sie in eine spezielle Betreuungseinrichtung kommen. In den Regionen wird zudem ein Meldemechanismus für Betroffene von sexueller Gewalt eingerichtet. Von diesen Maßnahmen profitieren mehr als 11.000 Frauen und Mädchen.
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Bild von Carsten Obergfell

Carsten Obergfell

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