jetzt spendenspenden

Haiti

Zerstörung und Leid nach starkem Erdbeben

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 28.09.2021
disaster photo 1

Ein Erdbeben der Stärke 7,2 auf der Richterskala erschütterte am 14. August Haiti. Knapp 2.200 Menschen sind gestorben, mehr als 12.000 wurden verletzt. Nur wenige Stunden danach verursachte Sturm „Grace“ starke Regenfälle in der betroffenen Region. Da Haiti aufgrund seiner geographischen Lage häufig von Naturkatastrophen getroffen wird, arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe dauerhaft in der Region. So konnten Helferinnen und Helfer direkt nach dem Beben mobilisiert werden.

Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet in Haiti mit fünf Partnerorganisationen zusammen und verfügt über ein eigenes Warenlager in der Stadt Jacmel. Von hier aus kann sie jederzeit schnell helfen. „Die Hilfsgüter aus unserem Warenlager sind jetzt auf dem Weg nach Camp Perrin im Erdbebengebiet“, berichtet Daniela Simm, Kontinentalverantwortliche für Lateinamerika und die Karibik der Diakonie Katastrophenhilfe.

Dazu gehören dringend benötigte Hygiene-Artikel für 1.000 Personen, wie etwa Seife, Toilettenpapier und Trinkwasseraufbereitungs-Tabletten. Zudem werden Schutz-Sets an 500 Familien verteilt, die Plastikplanen, Kordeln und Decken beinhalten. Für weitere Soforthilfe stellt die Diakonie Katastrophenhilfe in einem ersten Schritt 200.000 Euro bereit. „Damit wir auch langfristig beim Wiederaufbau der zerstörten Häuser und Geschäfte helfen können, sind wir dringend auf Spenden angewiesen“, sagt Dagmar Pruin, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe.

Hinzu kommt: Wenige Stunden nach dem heftigen Erdbeben verursachte Hurrikan „Grace“ starke Regenfälle. Wie Videos aus den betroffenen Regionen zeigen, sind viele Straßenzüge komplett überflutet.

Haiti gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Bereits 2010 zerstörte ein Erdbeben Teile Haitis stark. Das aktuelle Erdbeben und der Hurrikan verschärfen die ohnehin schon stark angespannte Situation für die Bevölkerung des Karibikstaats.

Mehr zum Hintergrund lesen Weniger zum Hintergrund lesen
  • In einem ersten Schritt stellen wir 200.000 Euro an Soforthilfen bereit.

  • Direkt nach der Katastrophe haben wir Hygiene-Sets und Schutz-Kits zum Bau von provisorischen Unterkünften für 1.500 Familien verteilt.

  • Außerdem unterstützen wir die Betroffenen mit psychosozialer Hilfe.

  • Wir unterstützen betroffene Familien, sich zu ernähren. 740 Familien erhalten einmalig 102 Euro Bargeld, um sich davon Lebensmittel kaufen zu können.

  • Damit das Leben auch für Kinder weitergeht, zahlen wir für knapp 1.500 Familien die Schulgebühren ihrer Kinder in Höhe von umgerechnet je 42 Euro.

  • Um die Widerstandskräfte der betroffenen Bevölkerung zu stärken, unterstützen wir mit unserer Partnerorganisation Foundation Nouvelle Grand'Anse 15 Dörfer in der Region Grand'Anse durch gemeindebasierte Katastrophenhilfe. Die Gemeinden erhalten dafür je rund 3.400 Euro. Insgesamt profitieren 12.500 Personen von dieser gemeindebasierten Hilfe.

     

Wir halten Sie auf dem Laufenden
Nachrichten aus dem Projekt

Wochen nach dem Erdbeben ist die Not im Süden der Insel immer noch groß: Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir daher betroffene Familien mit Cash for Food – einem Bargeld-Programm, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. 740 Familien erhalten einen einmaligen Betrag von 102 Euro. Desweiteren verteilen wir nach wie vor an Betroffene wie in Despagne in der Region Jeremie Hygiene- und Shelter-Kits zum Bau von provisorischen Unterkünften. Die Kits enthalten Planen und Seile für provisorische Dächer sowie pro Familie zwei Decken. mehr...

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 23.09.2021

Cash for Food und Hygiene-Sets

Wochen nach dem Erdbeben ist die Not im Süden der Insel immer noch groß: Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir daher betroffene Familien mit Cash for Food – einem Bargeld-Programm, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. 740 Familien erhalten einen einmaligen Betrag von 102 Euro. Desweiteren verteilen wir nach wie vor an Betroffene wie in Despagne in der Region Jeremie Hygiene- und Shelter-Kits zum Bau von provisorischen Unterkünften. Die Kits enthalten Planen und Seile für provisorische Dächer sowie pro Familie zwei Decken.

mehr...
Vom 22.09.2021
Diakonie Katastrophenhilfe

Im Video: Wie funktioniert gemeindebasierte Hilfe?

Die Büroleiterin der Diakonie Katastrophenhilfe Haiti, Charlotte Greene, erkläutert die Vorteile gemeindebasierter Hilfe in Katastrophensituationen. Wie gut das funktioniert, zeigt die Arbeit der lokalen Partnerorganisationen als ErsthelferInnen nach dem Erdbeben Anfang August.

mehr...
  • 20.09.2021
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Fünf Wochen sind seit dem schweren Erdbeben vergangen. Die Katastrophenhilfe für die Menschen in den Erdbeben-Gebieten läuft. Neben Hilfsgütern brauchen Betroffene jetzt auch psychosoziale Hilfe. „Viele Menschen vor Ort sind schwer traumatisiert“, weiß Daniela Simm, Kontinentalverantwortliche für Lateinamerika und die Karibik der Diakonie Katastrophenhilfe.

    mehr...
  • 24.08.2021
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Im Erdbebengebiet in Camp Perin konnten wir gemeinsam mit dem örtlichen Katastrophenschutz bereits wenige Tage nach dem Erdbeben mit der Verteilung von Hilfsgütern an betroffene Familien beginnen. Dazu gehören dringend benötigte Regenplanen für Menschen, die kein Dach mehr über dem Kopf haben. Auch Hygiene-Artikel wie Seife, Toilettenpapier und Trinkwasseraufbereitungs-Tabletten wurden ausgegeben.

    mehr...
  • 20.08.2021
    Florian Kopp/Diakonie Katastrophenhilfe

    Eine Woche nach dem Erdbeben ist die Not auf Haiti groß. Menschen sind dringend auf sichere Unterkünfte, medizinische Versorgung und sauberes Wasser angewiesen. Wir haben mit unserer Haiti-Büroleiterin, Charlotte Green, über die aktuelle Lage in den betroffenen Gebieten gesprochen.

    mehr...
  • 19.08.2021

    Tausende Menschen im Erdbebengebiet sind dringend auf Hilfe angewiesen. Doch für die Hilfsaktionen müssen Helferinnen und Helfer einige Hürden überwinden. „Aktuell ist eine der größten Herausforderungen, das Katastrophengebiet zu erreichen“, sagt Charlotte Green, Büroleiterin der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti.

    mehr...
  • 18.08.2021
    DKH/KORAL

    Dank unseres Nothilfe-Fonds sind innerhalb eines Tages bereits zwei Projekte gestartet: In den Gemeinden Camp-Perrin und Torbeck werden Hygiene-Sets und Schutzpakete an 1.000 Familien verteilt. Außerdem werden Erste-Hilfe-Materialien und Werkzeuge für die kommunalen Katastrophenschutz-Teams beschafft, die vor Ort im Einsatz sind. Dazu gehören Taschenlampen, Seile, Schaufeln und Spitzhacken.

  • 16.08.2021
    Florian Kopp/Diakonie Katastrophenhilfe

    Zwischen den Katastrophenmeldungen gibt es auch gute Nachrichten aus Haiti: Nachdem Hurrikan Matthew 2016 den Süden Haitis verwüstete, baute die Diakonie Katastrophenhilfe zahlreiche Häuser in den Departments Sud und Grand‘ Anse erdbebensicher wieder auf. „Diese Häuser haben das Erdbeben unbeschadet überstanden“, so Daniela Simm, Verantwortliche für Lateinamerika und Karibik bei der Diakonie Katastrophenhilfe. „Wir freuen uns, dass unsere Hilfe langfristig wirkt.“

    mehr...

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen

Bild von Carsten Obergfell

Carsten Obergfell

Service für Spenderinnen und Spender

+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de