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Haiti

Zerstörung und Leid nach starkem Erdbeben

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 01.04.2022
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Ein Erdbeben der Stärke 7,2 auf der Richterskala erschütterte am 14. August Haiti. Die Schäden und Verluste sind dramatisch: knapp 2.200 Menschen sind gestorben, mehr als 12.000 haben sich verletzt. Nach offiziellen Angaben wurden mehr als 58.000 Häuser komplett zerstört und weitere 83.770 Unterkünfte schwer beschädigt. Und nur wenige Stunden nach dem Erdbeben verursachte Sturm „Grace“ starke Regenfälle in der betroffenen Region. Wir sind vor Ort und helfen.

Da Haiti aufgrund seiner geographischen Lage häufig von Naturkatastrophen getroffen wird, arbeiteten wir dauerhaft in der Region. So konnten Helferinnen und Helfer direkt nach dem Beben mobilisiert werden. Gemeinsam mit dem evangelischen Hilfsnetzwerk ACT Alliance haben wir umgehend ein Soforthilfeprojekt für Menschen in den betroffenen Regionen Grand´Anse und Sud gestartet. Allein in der Region Grand´Anse wurden 5.000 Personen mit Hygiene-Sets und Schutz-Kits zum Bau von provisorischen Unterkünften verteilt. Die Kits enthalten beispielsweise Planen und Seile für provisorische Dächer sowie zwei Decken pro Familie.

1.000 betroffene Familien unterstützen wir zudem mit Ernährungshilfen. Sie erhalten Bargeld, um dringend benötigte Nahrungsmittel zu besorgen. Jede Familie erhält dabei einen einmaligen Betrag von rund 113 Euro. Auch Saatgut gehört zu den Hilfsleistungen des Projekts – schließlich müssen sich die Betroffenen neue Lebensgrundlagen aufbauen. Jede Familie erhält ein Bündel Yams-Wurzeln, Bananen-Stauden sowie Saatgut für Lauch und Paprika. Die Kleinbauern werden zudem im Anlegen von Gemüsegärten, der Bodenvorbereitung sowie im Verpflanzen von Setzlinge geschult.

Aufbau gemeindebasierter Katastrophenhilfe

Um die Widerstandskräfte der betroffenen Bevölkerung zu stärken, werden 16 Dörfer in der Region Grand´Anse durch gemeindebasierte Katastrophenhilfe unterstützt. Pro Gemeinde wird ein Komitee gegründet, dass über die für das Dorf wichtigsten Hilfsmaßnahmen berät und entscheidet. Die örtliche Bevölkerung entscheidet über ihr Komitee somit selbst, ob sie beispielsweise eine Schule reparieren oder eine Zufahrtsstraße sichern wollen. Die begünstigten Gemeinden werden durch die Partnerorganisation Foundation Nouvelle Grand´Anse begleitet und erhalten für ihr Projekt eine finanzielle Unterstützung.

Eine weitere Hilfskomponente bildet die psychosoziale Unterstützung der Betroffenen. Hierzu werden 720 Multiplikatoren wie Lehrer*innen in psychosozialer Betreuung geschult und halten anschließend in ihren Gemeinden Treffen ab, bei denen sich knapp 13.000 Betroffene über ihre Erlebnisse austauschen können. Insgesamt profitieren rund 40.000 Menschen von dem Hilfsprojekt.

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  • Direkt nach der Katastrophe haben wir Hygiene-Sets und Schutz-Kits zum Bau von provisorischen Unterkünften für 5.000 Personen verteilt.
  • Wir unterstützen Betroffenen mit psychosozialer Hilfe.

  • 1.000 Familien erhalten einmalig 113 Euro Bargeld, um sich davon Lebensmittel kaufen zu können

  • Um die Widerstandskräfte der betroffenen Bevölkerung zu stärken, unterstützen wir mit unserer Partnerorganisation Foundation Nouvelle Grand'Anse 15 Dörfer in der Region Grand'Anse durch gemeindebasierte Katastrophenhilfe.

     

Wir halten Sie auf dem Laufenden
Nachrichten aus dem Projekt
Mit Saatgut neue Lebensgrundlagen aufbauen Vom 20.01.2022

Neben Bargeldhilfen, Hygiene-Sets und Schutz-Kits zum Bau von provisorischen Unterkünften gehört auch die Verteilung von Saatgut zu der Soforthilfe nach dem Erdbeben. So können sich Betroffene neue Lebensgrundlagen aufbauen. Jede Familie erhält ein Bündel Yams-Wurzeln, Bananen-Stauden sowie Saatgut für Lauch und Paprika. Die Kleinbauern werden zudem im Anlegen von Gemüsegärten, der Bodenvorbereitung sowie im Verpflanzen von Setzlinge geschult.

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 20.01.2022
Diakonie Katastrophenhilfe

Mit Saatgut neue Lebensgrundlagen aufbauen

Neben Bargeldhilfen, Hygiene-Sets und Schutz-Kits zum Bau von provisorischen Unterkünften gehört auch die Verteilung von Saatgut zu der Soforthilfe nach dem Erdbeben. So können sich Betroffene neue Lebensgrundlagen aufbauen. Jede Familie erhält ein Bündel Yams-Wurzeln, Bananen-Stauden sowie Saatgut für Lauch und Paprika. Die Kleinbauern werden zudem im Anlegen von Gemüsegärten, der Bodenvorbereitung sowie im Verpflanzen von Setzlinge geschult.

Vom 23.09.2021

Cash for Food und Hygiene-Sets

Wochen nach dem Erdbeben ist die Not im Süden der Insel immer noch groß: Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir daher betroffene Familien mit Cash for Food – einem Bargeld-Programm, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. 740 Familien erhalten einen einmaligen Betrag von 102 Euro. Desweiteren verteilen wir nach wie vor an Betroffene wie in Despagne in der Region Jeremie Hygiene- und Shelter-Kits zum Bau von provisorischen Unterkünften. Die Kits enthalten Planen und Seile für provisorische Dächer sowie pro Familie zwei Decken.

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Bild von Carsten Obergfell

Carsten Obergfell

Service für Spenderinnen und Spender

+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de