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Haiti

Zerstörung und Leid nach starkem Erdbeben

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 09.11.2021
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Ein Erdbeben der Stärke 7,2 auf der Richterskala erschütterte am 14. August Haiti. Die Schäden und Verluste sind dramatisch:  knapp 2.200 Menschen sind gestorben, mehr als 12.000 wurden verletzt. . Nach offiziellen Angaben wurden mehr als 58.000 Häuser komplett zerstört und weitere 83.770 Unterkünfte schwer beschädigt. Und nur wenige Stunden nach dem Erdbeben verursachte Sturm „Grace“ starke Regenfälle in der betroffenen Region. Da Haiti aufgrund seiner geographischen Lage häufig von Naturkatastrophen getroffen wird, arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe dauerhaft in der Region. So konnten Helferinnen und Helfer direkt nach dem Beben mobilisiert werden.

Gemeinsam mit dem evangelischen Hilfsnetzwerk ACT Alliance hat die Diakonie Katastrophenhilfe umgehend ein Soforthilfeprojekt für Menschen in den betroffenen Regionen Grand´Anse und Sud gestartet. Allein in der Region Grand´Anse wurden 5.000 Personen mit Hygiene-Sets und Schutz-Kits zum Bau von provisorischen Unterkünften verteilt. Die Kits enthalten beispielsweise Planen und Seile für provisorische Dächer sowie zwei Decken pro Familie.

1.000 betroffene Familien werden zudem mit Ernährungshilfen unterstützt. Sie erhalten Bargeld, um dringend benötigte Nahrungsmittel zu besorgen. Jede Familie erhält dabei einen einmaligen Betrag von rund 113 Euro. Auch Saatgut gehört zu den Hilfsleistungen des Projekts – schließlich müssen sich die Betroffenen neue Lebensgrundlagen aufbauen. Jede Familie erhält ein Bündel Yams-Wurzeln, Bananen-Stauden sowie Saatgut für Lauch und Paprika. Die Kleinbauern werden zudem im Anlegen von Gemüsegärten, der Bodenvorbereitung sowie im Verpflanzen von Setzlinge geschult.

Aufbau gemeindebasierter Katastrophenhilfe

Um die Widerstandskräfte der betroffenen Bevölkerung zu stärken, werden 16 Dörfer in der Region Grand´Anse durch gemeindebasierte Katastrophenhilfe unterstützt. Pro Gemeinde wird ein Komitee gegründet, dass über die für das Dorf wichtigsten Hilfsmaßnahmen berät und entscheidet. Die örtliche Bevölkerung entscheidet über ihr Komitee somit selbst, ob sie beispielsweise eine Schule reparieren oder eine Zufahrtsstraße sichern wollen. Die begünstigten Gemeinden werden durch die Partnerorganisation Foundation Nouvelle Grand´Anse begleitet und erhalten für ihr Projekt eine finanzielle Unterstützung.

Eine weitere Hilfskomponente bildet die psychosoziale Unterstützung der Betroffenen. Hierzu werden 720 Multiplikatoren wie Lehrer*innen in psychosozialer Betreuung geschult und halten anschließend in ihren Gemeinden Treffen ab, bei denen sich knapp 13.000 Betroffene über ihre Erlebnisse austauschen können. Insgesamt profitieren rund 40.000 Menschen von dem Hilfsprojekt.

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  • Direkt nach der Katastrophe haben wir Hygiene-Sets und Schutz-Kits zum Bau von provisorischen Unterkünften für 5.000 Personen verteilt.
  • Wir unterstützen Betroffenen mit psychosozialer Hilfe.

  • 1.000 Familien erhalten einmalig 113 Euro Bargeld, um sich davon Lebensmittel kaufen zu können

  • Um die Widerstandskräfte der betroffenen Bevölkerung zu stärken, unterstützen wir mit unserer Partnerorganisation Foundation Nouvelle Grand'Anse 15 Dörfer in der Region Grand'Anse durch gemeindebasierte Katastrophenhilfe.

     

Wir halten Sie auf dem Laufenden
Nachrichten aus dem Projekt

Wochen nach dem Erdbeben ist die Not im Süden der Insel immer noch groß: Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir daher betroffene Familien mit Cash for Food – einem Bargeld-Programm, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. 740 Familien erhalten einen einmaligen Betrag von 102 Euro. Desweiteren verteilen wir nach wie vor an Betroffene wie in Despagne in der Region Jeremie Hygiene- und Shelter-Kits zum Bau von provisorischen Unterkünften. Die Kits enthalten Planen und Seile für provisorische Dächer sowie pro Familie zwei Decken. mehr...

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 23.09.2021

Cash for Food und Hygiene-Sets

Wochen nach dem Erdbeben ist die Not im Süden der Insel immer noch groß: Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir daher betroffene Familien mit Cash for Food – einem Bargeld-Programm, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. 740 Familien erhalten einen einmaligen Betrag von 102 Euro. Desweiteren verteilen wir nach wie vor an Betroffene wie in Despagne in der Region Jeremie Hygiene- und Shelter-Kits zum Bau von provisorischen Unterkünften. Die Kits enthalten Planen und Seile für provisorische Dächer sowie pro Familie zwei Decken.

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Vom 22.09.2021
Diakonie Katastrophenhilfe

Im Video: Wie funktioniert gemeindebasierte Hilfe?

Die Büroleiterin der Diakonie Katastrophenhilfe Haiti, Charlotte Greene, erkläutert die Vorteile gemeindebasierter Hilfe in Katastrophensituationen. Wie gut das funktioniert, zeigt die Arbeit der lokalen Partnerorganisationen als ErsthelferInnen nach dem Erdbeben Anfang August.

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  • 20.09.2021
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Fünf Wochen sind seit dem schweren Erdbeben vergangen. Die Katastrophenhilfe für die Menschen in den Erdbeben-Gebieten läuft. Neben Hilfsgütern brauchen Betroffene jetzt auch psychosoziale Hilfe. „Viele Menschen vor Ort sind schwer traumatisiert“, weiß Daniela Simm, Kontinentalverantwortliche für Lateinamerika und die Karibik der Diakonie Katastrophenhilfe.

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  • 24.08.2021
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Im Erdbebengebiet in Camp Perin konnten wir gemeinsam mit dem örtlichen Katastrophenschutz bereits wenige Tage nach dem Erdbeben mit der Verteilung von Hilfsgütern an betroffene Familien beginnen. Dazu gehören dringend benötigte Regenplanen für Menschen, die kein Dach mehr über dem Kopf haben. Auch Hygiene-Artikel wie Seife, Toilettenpapier und Trinkwasseraufbereitungs-Tabletten wurden ausgegeben.

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  • 20.08.2021
    Florian Kopp/Diakonie Katastrophenhilfe

    Eine Woche nach dem Erdbeben ist die Not auf Haiti groß. Menschen sind dringend auf sichere Unterkünfte, medizinische Versorgung und sauberes Wasser angewiesen. Wir haben mit unserer Haiti-Büroleiterin, Charlotte Green, über die aktuelle Lage in den betroffenen Gebieten gesprochen.

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  • 19.08.2021

    Tausende Menschen im Erdbebengebiet sind dringend auf Hilfe angewiesen. Doch für die Hilfsaktionen müssen Helferinnen und Helfer einige Hürden überwinden. „Aktuell ist eine der größten Herausforderungen, das Katastrophengebiet zu erreichen“, sagt Charlotte Green, Büroleiterin der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti.

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  • 18.08.2021
    DKH/KORAL

    Dank unseres Nothilfe-Fonds sind innerhalb eines Tages bereits zwei Projekte gestartet: In den Gemeinden Camp-Perrin und Torbeck werden Hygiene-Sets und Schutzpakete an 1.000 Familien verteilt. Außerdem werden Erste-Hilfe-Materialien und Werkzeuge für die kommunalen Katastrophenschutz-Teams beschafft, die vor Ort im Einsatz sind. Dazu gehören Taschenlampen, Seile, Schaufeln und Spitzhacken.

  • 16.08.2021
    Florian Kopp/Diakonie Katastrophenhilfe

    Zwischen den Katastrophenmeldungen gibt es auch gute Nachrichten aus Haiti: Nachdem Hurrikan Matthew 2016 den Süden Haitis verwüstete, baute die Diakonie Katastrophenhilfe zahlreiche Häuser in den Departments Sud und Grand‘ Anse erdbebensicher wieder auf. „Diese Häuser haben das Erdbeben unbeschadet überstanden“, so Daniela Simm, Verantwortliche für Lateinamerika und Karibik bei der Diakonie Katastrophenhilfe. „Wir freuen uns, dass unsere Hilfe langfristig wirkt.“

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Bild von Carsten Obergfell

Carsten Obergfell

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