Neue landwirtschaftliche Unterstützung gibt den Menschen im Jemen die Chance, ihre Ernährung wieder selbst zu sichern.
Der jahrelange Konflikt hat die Landwirtschaft im Jemen schwer getroffen. Besonders in den Regionen Khanfar und Tuban, in denen einst viel Obst und Gemüse angebaut wurde, sind die Folgen deutlich sichtbar. Auch Zinjibar, früher als Kornkammer des Jemen bekannt, hat sich stark verändert.
Heute sind viele Anbauflächen verwüstet, Bewässerungssysteme zerstört und die Böden ausgelaugt. Gleichzeitig fehlen wichtige landwirtschaftliche Betriebsmittel wie Dünger und Saatgut. Dadurch ist die landwirtschaftliche Produktion in vielen Gebieten fast zum Stillstand gekommen.
Für die Menschen in Zinjibar, Khanfar und Tuban hat das schwere Folgen. Viele Familien wissen nicht, wie sie sich ausreichend ernähren sollen. Besonders betroffen sind Kinder sowie schwangere und stillende Frauen, die häufig unter Mangelernährung leiden. Verschärft wird die Lage zusätzlich durch die weltweite Nahrungsmittelkrise infolge des Ukraine-Russland-Konflikts und durch stark gestiegene Rohstoffpreise, die auch den Jemen schwer belasten. Umso wichtiger ist gezielte Unterstützung. Deshalb hat die Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe, BFD, landwirtschaftliche Geräte wie einachsige Schlepper verteilt. Mit ihnen können die Bauern ihre Flächen wieder bewirtschaften, die Böden bearbeiten und die Aussaat vorbereiten. Das ermöglicht neue Ernten und steigert die Nahrungsmittelproduktion.