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Äthiopien

Humanitäre Hilfe für Vertriebene aus Tigray

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 02.11.2022
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Karte Äthiopien

Der seit November 2020 anhaltende Konflikt in Tigray hat bisher 730.000 Menschen zur Flucht aus ihren Heimatdörfern gezwungen. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind acht Millionen Menschen in der nordäthipoischen Region auf humanitäre Hilfe angewiesen, das entspricht 80 Prozent der Bevölkerung. Wir leisten mit unserem Partner vor Ort Hilfe.

Die Not ist groß in Tigray: Der Konflikt weitete sich zuletzt aus und hat eine humanitäre Krise ausgelöst, durch die UN-Schätzungen zufolge 400.000 Menschen in Tigray hungern. Viele Menschen suchen daher Schutz in der benachbarten Regionen Afar und Amhara wo die humanitäre Not jedoch ebenfalls groß ist. Nahe der Grenze zu Tigray leiden nach einer Untersuchung der Regierung 81 Prozent der Bevölkerung an Mangelernährung. In Tigray, Amhara und Afar haben Ernährungshilfen für die Mehrheit der vom Konflikt betroffenen Menschen daher oberste Priorität.

 

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  • Um Opfer von Gewalt psychosozial zu unterstützen, bilden wir Trainer in den Themenbereichen Gewaltprävention und Traumabewältigung aus. Weitere Gemeindevertreter werden im Schutz vor geschlechterspezifischer Gewalt fortgebildet.
  • Wir verteilen Saatgut, landwirtschaftliche Geräte und Nutztiere wie Ziegen, damit die Menschen eine Eigenproduktion starten und eine Lebensgrundlage aufbauen können.

  • Um den akuten Hunger zu lindern, verteilen wir mit unseren Partnern Nahrungsmittel an 4.000 Menschen. 310 weitere Haushalte bekommen Gutscheine, damit sie sich Zubehör zum Kochen wie zum Beispiel Töpfe kaufen können.
  • Wir verbessern die Hygiene und errichten mobile Latrinen mit Bad und Handwasch-Stationen.
  • Für die mittelfristige Verbesserung der Nahrungsmittelproduktion vor Ort schulen wir außerdem zehn landwirtschaftliche Gemeindearbeiter. Jeder Gemeindearbeiter berät anschließend eine bestimmt Anzahl Bauern in den Möglichkeiten, die Ernteerträge zu steigern.

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Nachrichten aus dem Projekt
Dürre und Krieg: „Die aktuelle Situation ist besorgniserregend“ Vom 02.11.2022 Hunger Afrika

Seit zwei Jahren ist die Grenzregion zwischen Tigray und Afar in Äthiopien von anhaltenden Kämpfen betroffen. „Die aktuelle Situation ist besorgniserregend“, berichtet Katrin-Maria Jullien, Büroleiterin der Diakonie Katastrophenhilfe in Nairobi. Die Partnerorganisation APDA aus Äthiopien berichtet von anhaltenden Kämpfen in der Grenzregion zwischen Tigray und Afar: Die Stadt Aba’ala wurde mehrfach von Rebellen bombardiert, zuletzt im September. Tausende Familien hätten daraufhin die Flucht ergriffen und ihr Hab und Gut durch Plünderungen verloren. Rund 7.000 Häuser seien zerstört worden. Zusätzlich sind weite Landesteile von der schwersten Dürre seit Jahrzehnten betroffen. Vier Regenzeiten sind bereits ausgefallen. Wir helfen mit unseren Partnern vor Ort und unterstützen Vertriebene unter anderem mit Lebensmitteln und Gutscheinen.

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 02.11.2022
Diakonie Katastrophenhilfe

Dürre und Krieg: „Die aktuelle Situation ist besorgniserregend“

Seit zwei Jahren ist die Grenzregion zwischen Tigray und Afar in Äthiopien von anhaltenden Kämpfen betroffen. „Die aktuelle Situation ist besorgniserregend“, berichtet Katrin-Maria Jullien, Büroleiterin der Diakonie Katastrophenhilfe in Nairobi. Die Partnerorganisation APDA aus Äthiopien berichtet von anhaltenden Kämpfen in der Grenzregion zwischen Tigray und Afar: Die Stadt Aba’ala wurde mehrfach von Rebellen bombardiert, zuletzt im September. Tausende Familien hätten daraufhin die Flucht ergriffen und ihr Hab und Gut durch Plünderungen verloren. Rund 7.000 Häuser seien zerstört worden. Zusätzlich sind weite Landesteile von der schwersten Dürre seit Jahrzehnten betroffen. Vier Regenzeiten sind bereits ausgefallen. Wir helfen mit unseren Partnern vor Ort und unterstützen Vertriebene unter anderem mit Lebensmitteln und Gutscheinen.

Vom 28.10.2022
Diakonie Katastrophenhilfe

Energiesparende Öfen für vertriebene Familien

Helfer verteilen Gutscheine für Kochutensilien. Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort verteilen wir zudem Lebensmittel, Wasser, energiesparende Öfen und Briketts. Neben den Verteilungen werden auch zwei Frauen- und Jugendlichegruppen darin geschult, die innovativen Öfen und Briketts selbst herzustellen.

  • 26.08.2022| Hunger Afrika
    Diakonie Katastrophenhilfe

    Die Afar-Region im Norden Äthiopiens ist besonders stark von den Konflikten in Tigray betroffen. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen unterstützen wir mehr als 14.500 Vertriebene in den Flüchtlingslagern Guyah und Serdo.

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  • 16.11.2021

    Konflikte, großflächige Vertreibungen, Dürre, Überschwemmungen, Krankheitsausbrüche und der Wüstenheuschrecken-Befall machen immer mehr Menschen in Äthiopien bedürftig. Allein in den nördlichen Regionen Tigray, Afar und Amhara sind mehr als acht Millionen Menschen in größter Not.

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Bild von Carsten Obergfell

Carsten Obergfell

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+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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