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Projekt-verantwortliche spricht über die aktuelle Lage nach dem Taifun

Caroline Hüglin, Projektverantwortliche für die Philippinen bei der Diakonie Katastrophenhilfe, spricht über die verheerenden Auswirkungen des Taifuns Mangkhut und welche konkreten Nothilfemaßnahmen ergriffen werden.

Länge: 00:41 min | Datum: 15.10.2018

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Kinder schauen neugierig in den Eimer mit Hilfsgütern, die ihre Familien bekommen haben. Die Parterorganisation CDRC verteilt Lebensmittel, Hygieneartikel, Schlafmatten und Decken an Betroffene. 
Aufgrund des anhaltenden Regens ist zu befürchten, dass weitere Menschen durch abrutschende Erd- und Gesteinsmassen ums Leben kommen. Foto: CDRC
Der Sturm verwüstete Teile des Nordens der Philippinen.  pictures-alliance/AP Photo

Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 km/h traf am 15. September 2018 der Taifun "Mangkhut" auf die Philippinen. Nach Einschätzung von Experten handelte es sich bei "Mangkhut" um einen der stärksten Taifune, der je auf den Philippinen tobte.

Philippinen

Taifun mit enormer Zerstörungskraft

Taifun "Mangkhut" ist im Nordosten der Philippinen auf Land getroffen. Wie groß die Schäden sind, die "Mangkhut" angerichtet hat, ist noch nicht klar. Die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partner prüfen die Situation.

Der Taifun sei gegen zwei Uhr in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) in der Küstenstadt Baggao in der Provinz Cagayan angekommen, berichteten Meteorologen. Der gewaltige Wirbelsturm erreichte Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde. "Mangkhut" entwurzelte Bäume, deckte Dächer ab und sorgte für Stromausfälle, von denen mehr als vier Millionen Menschen betroffen waren.

Die immensen Regenmengen, die der Sturm nach sich zog, verursachten Erdrutsche und Schlammlawinen. Offizielle Schätzungen gehen bisher von mindestens 60 Toten aus, 40 Menschen werden noch vermisst. Der Taifun hat vor allem Regionen Cagayan Valley, Ilocos und Cordillera Administrative und Zentral-Luzon getroffen. Einige Orte sind immer noch überflutet, eine Zunahme des Dengue-Fiebers wird beobachtet. Insgesamt leben rund 5 Millionen Menschen in den vom Sturm betroffenen Gebieten.

So helfen wir

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist mit ihrer langjährigen Partnerorganisation CDRC (Citizens Desaster Response Center) vor Ort und stimmt erste Hilfsmaßnahmen ab, für die bereits 100.000 Euro bereitgestellt wurden. CDRC ist auf Katastrophenhilfe und –vorsorge spezialisiert und unterhält vier Netzwerkzentren in den Regionen, die am stärksten von Mangkhut getroffen wurden. Die ersten Hilfsmaßnahmen werden für die Orte Gonzaga und Santa Ana in der nord-östlichen Spitze von Luzon vorbereitet: CDRC wird dort an Betroffene Essen, Schlafmatten, Decken und Hygieneartikel verteilen. 

„Wir kamen frühmorgens in einer Notunterkunft im Küstendorf Aparri in Cagayan an“, erzählt Mikhail Valle, Mitarbeiter von CDRC. Es war eine Herausforderung, überhaupt dorthin zu gelangen. Überall lagen umgestürzte Bäume, zerstörte Strommasten, Kabel und Leitungen auf den Straßen. Wir fanden die Notunterkunft leer vor, denn das Dach war vollständig zusammengestürzt. Die Menschen hatten sich in die Kirche gerettet, schliefen auf dem Boden und den Kirchenbänken. ‚Wir wollen nach Hause‘, sagte uns eine Mutter, ‚aber wir wissen nicht wie‘. Der Sturm hat ihr Haus einfach weggefegt.“

Auch in Santa Ana sprach CDRC mit den Menschen: „Der Ortsvorsteher von Santa Ana hat uns gemeldet, dass die Ernten der Dorfbewohner völlig zerstört sind. Die Menschen stehen vor dem Nichts“. Neben der nötigsten Grundversorgung brauchen die Menschen aber vor allem Hilfe bei der Wiederherstellung ihrer Lebensgrundlagen – sie brauchen Saatgut, damit sie wieder Nahrungsmittel anbauen und ein Einkommen erzielen können. Auch die zerstörten Häuser müssen neu aufgebaut und repariert werden, um ausreichend Schutz zu gewähren.

So können Sie helfen

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Elisabeth Grün hilft Ihnen gerne weiter:
Tel.: +49 (0)30 65211-4711
E-Mail: service@diakonie-katastrophenhilfe.de

So hilft Ihre Spende

Mit 25 Euro kann eine Familie mit Nahrungsmitteln für die ersten Tage nach dem Sturm versorgt werden. Ein Nahrungsmittelpaket enthält Reis, Trockenfisch, Öl, Sardinen in Dosen und Mungbohnen

Mit 60 Euro kann eine Familie mit ausreichend Schlafmatten und Plastikplanen versorgt werden. Damit kann sie sich ein notdürftiges Obdach bauen.

Bargeldhilfen in Höhe von 100 Euro reichen eine Familie, um neues Saatgut zu beschaffen oder erste Reparaturen an ihrem Haus vorzunehmen.  

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