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Tschad

Wasserversorgung verbessern

Katastrophenvorsorge
Letzte Aktualisierung: 10.09.2026
Frauen holen Wasser

Im Tschad leben rund 120 ethnische Gruppen. Im trockenen Norden leben vorwiegend nomadische, muslimisch-arabisch geprägte Gemeinschaften, im fruchtbaren Süden sesshafte, afrikanisch-christlich geprägte Gruppen. Diese Unterschiede prägen Alltag, Wirtschaftsformen und Konflikte im Land.

Der Tschad zählt zu den ärmsten Staaten der Welt. Im Human Development Index 2023 steht das Land auf Rang 189 von 192. Viele Menschen haben keinen Zugang zu ausreichender medizinischer Versorgung und Schulbildung. Durch fehlende Jobs haben viele Erwachsene nur wenige Perspektiven. Dürren und Überschwemmungen zerstören regelmäßig Ernten und Viehbestände und verschlechtern die Lebensbedingungen weiter.

Häufige Auseinandersetzungen zwischen ethnischen Gruppen drehen sich um Zugang zu Acker- und Weideland sowie um Wasser. Im Süden liegen Erdölfelder; die Erlöse fließen überwiegend an eine kleine Elite. Transparency International stuft den Tschad als eines der korruptesten Länder weltweit ein.

Der Tschad weist trotz der schwierigen Ausgangsbedingungen weltweit eine der höchsten Zahlen an Geflüchteten pro Kopf auf. In der Provinz Ouaddaï leben 55 Prozent der Geflüchteten, die aus dem Bürgerkriegsland Sudan entkommen sind. Ein Drittel von ihnen lebt in informellen Siedlungen ohne stabile Infrastruktur. Die Provinz ist mit großer Wasserknappheit konfrontiert, wodurch die Wasserversorgung eine tägliche Herausforderung ist. Aufgrund der dichten Besiedelung in Camps und Aufnahmegemeinden und der unzureichender Hygienebedingungen sind Geflüchtete einer ständigen Gefahr ausgesetzt, zu erkranken. Epidemien wie Cholera, Hepatitis E, Typhus und akuter Durchfall kommen häufig in der Region vor.

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  • Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Sahel Kallatchou (SAHKAL) stärkt die Diakonie Katastrophenhilfe die Hygiene- und Sanitärbedingungen für 12.000 Menschen:
  • Für eine adäquate Trinkwasserversorgung werden sechs Brunnen saniert und 20 geschlechtergetrennte Doppellatrinen errichtet.
  • 1.000 Familien bekommen wichtige Utensilien für die persönliche Körperpflege und die Haushaltsreinigung und werden sensibilisiert, um auch unter widrigen Bedingungen und Wasserknappheit auf Hygiene zu achten.
  • Die Menschen werden angeleitet, Wasserkomitees zu bilden, um eingerichtete Wasserstellen künftig eigenständig zu verwalten. Die Mitglieder werden zu mindestens 40 Prozent aus Frauen bestehen. Dies sichert den gerechten Zugang zum Trinkwasser und trägt dazu bei, stärker auf die Sicherheit für Frauen beim Wasserholen zu achten.
  • Die Mitarbeitenden der Partnerorganisation bilden sechs Handwerker aus, die Reparaturarbeiten an den Brunnen vornehmen können und so deren Funktion sicherstellen.
  • Ergänzt wird das Projekt durch Kleinstzuschüsse an die Gemeinden, die damit eigene Hilfsmaßnahmen für kommunale Initiativen umsetzen. 
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Nachrichten aus dem Projekt
Eine Frau im Tschad lernt, wie sie eine Latrine reinigt.

Die Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe SAHKAL baut Latrinenmehr...

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Vom 10.09.2026
Eine Frau im Tschad lernt, wie sie eine Latrine reinigt.

Bessere Hygiene verhindert Krankheiten

Die Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe SAHKAL baut Latrinen

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Carsten Obergfell

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+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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