jetzt spendenspendenMenü öffnen

Schutz, Lebensgrundlagen und sozialer Zusammenhalt in Idleb und Latakia

Projektnummer

K-SYR-2026-4016

Thema

Flucht, Vertreibung, Konflikt | Hungerkrisen und Dürre | Psychosoziale Hilfe und Schutz

Träger

Greek Orthodox Patriarchate of Antioch and All the East (GOPA)

Kontinent

Asien

Land

Syrien

Gesamtlaufzeit

01.03.2026 - 31.05.2027

Budget

1.200.000 Euro

Hintergrund:
Syrien befindet sich weiterhin in einer komplexen Krise, die durch wirtschaftlichen Zusammenbruch, politischen Wandel und hohe Sicherheitsrisiken gekennzeichnet ist. Das Erdbeben von 2023 verursachte umfangreiche strukturelle Schäden und forderte mehr als 8.400 Todesopfer.
Über sechs Millionen Menschen brauchen dringend Schutz, wobei vor allem für Frauen das Risiko geschlechtsspezifischer Gewalt, sexueller Ausbeutung, früher Verheiratung und häuslicher Gewalt stark zugenommen hat. Kinder sind einem erhöhten Risiko von Kinderarbeit und Schulabbruch ausgesetzt. In den vom Erdbeben betroffenen Gebieten ist die Versorgung mit Dienstleistungen nach wie vor fragmentiert, so dass die Menschen in hohem Maße von humanitärer Hilfe abhängig.
Seit dem Sturz des Assad-Regimes sind viele Binnenvertriebene und Geflüchtete aus den Nachbarländern in ihre Heimat zurückgekehrt, was den den Bedarf nach sicheren Unterkünften und gemeindebasiertem Schutz weiter erhöht hat. Trotz lokaler Verbesserungen behindern Vertreibung, Unsicherheit und wirtschaftliche Not weiterhin den Wiederaufbau in den Regionen Latakia, Idlib und Homs. Vor allem Angehörige von Minderheiten fühlen sich unsicher, die Sorge vor Ausgrenzung ist groß. In ökologischer Hinsicht leidet das Land unter der schlimmsten Dürre seit 36 Jahren, wobei die Niederschlagsmenge um 54 Prozent unter dem Durchschnitt liegt. Die Trockenheit beeinträchtigt die Lebensgrundlagen vieler Menschen, und vor allem die Bauern kämpfen mit Wasserknappheit und Hitzewellen. 

Hilfsmaßnahmen:
Das Projekt stärkt den Schutz, die Lebensgrundlagen und den sozialen Zusammenhalt von Vertriebenen, Rückkehrern und Aufnahmegemeinden in den Provinzen Latakia und Idleb. 

  • Dreh- und Angelpunkt des Projekts sind zwei Gemeindezentren, die in den beiden Projektregionen eingerichtet werden. Mindestens 1.200 Menschen können dort an Veranstaltungen zu Schutz- und Familienfragen teilnehmen. Eltern können an Kursen zu Erziehungsfragen teilnehmen, zudem wird psychosoziale Betreuung für 800 traumatisierte Menschen angeboten. Ein Fallmanagement unterstützt 400 besonders gefährdete Personen, etwa bei häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt. Ebenfalls gehört Rechtsberatung zum Angebot, sie ermöglicht Hilfe bei Familien- und Eigentumsfragen oder auch bei der Beschaffung von persönlichen Dokumenten.
  • Um die akute Notlage zu überwinden, erhalten 500 notleidende Familien dreimonatige Bargeldzuschüsse.
  • Schulungen für Landwirte und die Sanierung von vier Bewässerungsnetzwerken stärken die Lebensgrundlagen der Menschen.
  • Zur Förderung des sozialen Zusammenhalts werden lokale Gemeindekomitees gegründet und „Jugendbotschafter“ ausgebildet. Sie entwickeln künftig Versöhnungsinitiativen und Gemeinschaftsaktivitäten, die der Friedensbildung dienen. 

Von den Projektaktivitäten profitieren insgesamt über 15.000 Personen in rund 3.000 Familien. 

Zurück