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Indonesien

Erdbeben auf der Insel Flores

Katastrophenvorsorge Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 08.10.2026
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Am 15. August 2026 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,7 die Region Flores. Indonesien gehört zu den Ländern, die weltweit am stärksten von Katastrophen betroffen sind. Aufgrund der geografischen Lage des Inselstaats ist die Bevölkerung häufig Tsunamis, Erdbeben und Vulkanausbrüchen ausgesetzt.

Die Insel Flores, Teil der Kleinen Sundainseln und von fast zwei Millionen Einwohnern bevölkert, spürt die Auswirkungen des Bebens in großem Ausmaß. In vielen Regionen erschweren zerstörte Infrastruktur und Hangrutschungen die Hilfs‑ und Evakuierungsmaßnahmen, während Nothilfeteams vor Ort arbeiten, um weitere Opfer zu bergen und die Versorgung der Evakuierten sicherzustellen. Das Beben traf viele Gemeinden schwer und zerstörte Häuser, Krankenhäuser, Schulen, Straßen, Brücken und Wasseranlagen. Erdrutsche, Steinschläge, beschädigte Straßen, Stromausfälle und gestörte Kommunikationswege erschweren den Zugang zu den betroffenen Gebieten bis heute und verzögern die Hilfe.

Die medizinische Versorgung ist stark beeinträchtigt. Beschädigte Gesundheitszentren und fehlendes Personal schränken die Notfallhilfe ein. Viele Menschen haben keinen ausreichenden Zugang zu Medikamenten, Behandlungen sowie zur Versorgung von Müttern und Kindern.

Zugleich leiden viele Betroffene unter den seelischen Folgen der Katastrophe. Todesfälle, Verletzungen, Flucht und anhaltende Nachbeben lösen Angst, Trauer und große Unruhe aus. Besonders Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, verletzte Menschen, vertriebene Familien und Gesundheitspersonal brauchen jetzt psychosoziale Unterstützung und schnelle Hilfe.

Viele Familien, die ihr Zuhause verloren haben, benötigen außerdem dringend Lebensmittel, sauberes Trinkwasser, sichere Unterkünfte und Dinge des täglichen Bedarfs. Dazu gehören zum Beispiel Planen, Matratzen, Decken, Kochutensilien, Lichtquellen und Hygieneartikel. Besonders wichtig ist die Hilfe für Kinder, schwangere und stillende Frauen, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und einkommensschwache Haushalte.

Auch die Wasserversorgung bleibt kritisch. Viele Menschen in Notunterkünften und provisorischen Unterkünften haben keinen verlässlichen Zugang zu sauberem Wasser. Das Erdbeben beschädigte zudem Wassertanks und natürliche Wasserquellen. Deshalb braucht es dringend sauberes Wasser, Wassertanks und Anlagen zur Wasseraufbereitung.

 

 

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Vier indonesische Partnerorganisationen leisten im Rahmen der Act Alliance Mitgliedschaft Hilfe. YEU, PELKESI, YCWS und MBM bündeln ihre Kräfte, stimmen sich eng ab und teilen die Aufgaben nach Regionen und Themen auf. So bringen sie die Hilfe schnell und gezielt zu den Menschen, die sie am dringendsten brauchen: 

  • Mobile Teams versorgen besonders gefährdete Menschen, die nur schwer Zugang zu medizinischer Hilfe haben. Sie behandeln Verletzte und Kranke und begleiten Menschen, die unter den Folgen des Erdbebens leiden, psychosozial.
  • Familien erhalten Shelter Kits, mit denen sie schnell eine sichere, provisorische Unterkunft errichten können. Diese Hilfspakete enthalten robuste und leicht transportierbare Materialien wie wasserdichte und UV-beständige Planen, Seile, Holz- oder Metallpfähle, Nägel, Schrauben, Hammer, Säge und weiteres Befestigungsmaterial. Je nach Bedarf kommen auch Moskitonetze, Isoliermaterial und Werkzeugsets hinzu.
  • Partnerorganisationen organisieren Wasserlieferungen per Tankwagen, reparieren beschädigte Wasserleitungen und stellen an den betroffenen Orten die notwendige Ausrüstung bereit. Außerdem verteilen sie Hygienepakete mit wichtigen Alltagsartikeln, damit Familien sich unter den schwierigen Bedingungen besser versorgen können.
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Die Zahl der Toten ist mittlerweile auf 271 gestiegen, über 2.000 Menschen wurden verletzt und mindestens weitere 40 werden vermisst. Während die Suche nach ihnen weitergeht, laufen bei unserer Partnerorganisation vor Ort die Vorbereitungen für die Nothilfe an. Tausende Menschen haben bei dem Erdbeben ihr Zuhause verloren. Durch den Nothilfefond des Bündnisses ACT-Alliance können Partner vor Ort Nothilfe leisten.

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Carsten Obergfell

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+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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