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Hilfen in Projektregion fortgesetzt

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Von den 30,5 Millionen Einwohnern sind im Jemen etwa 80 Prozent auf humanitäre Hilfe angewiesen. Unter ihnen: Zahlreiche Kinder. Ihnen fehlten es an den wichtigsten Lebensgrundlagen. Wir bauen unsere Unterstützung aus.

Der Jemen wird in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt-Land für die Diakonie Katastrophenhilfe. Durch die offizielle Registrierung in Aden im Juli 2019 kann die Hilfsorganisation nun Hilfsprojekte einfacher umsetzen. Dabei geht es vor allem darum, die Ernährungslage der Menschen zu verbessern und sie vor der tödlichen Infektionskrankheit Cholera zu schützen. „Nach mehr als vier Jahren Krieg sind die Menschen am Ende ihrer Kräfte“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Gemeinsam mit unseren lokalen Partnern möchten wir ihnen bestmöglich helfen.“

Gemessen an der Einwohnerzahl findet im Jemen aktuell die größte humanitäre Krise weltweit statt. Mehr als 20 Millionen Menschen leiden an Hunger, zwei Millionen Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt. Fast 18 Millionen Menschen haben keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser oder sanitären Anlagen. Allein im ersten Halbjahr 2019 sind fast eine halbe Million Cholera-Verdachts-fälle gemeldet worden. „Die Not im Jemen ist unvorstellbar. Mit unserer Hilfe wollen wir gezielt die Ernährung und Hygienesituation der Menschen verbessern“, so Keßler.

Durch den Bürgerkrieg wurden bislang mehr als 3,6 Millionen Menschen aus ihren Heimatorten vertrieben. Sie leben unter oftmals menschenunwürdigen Bedingungen in notdürftigen Camps.

Die Infrastruktur des Landes, das ohnehin zu den ärmsten der Welt zählt, ist völlig zusammengebrochen. Die Lebensgrundlagen der Bevölkerung, die vor allem auf Viehzucht und Fischfang basiert haben, wurden zerstört. Durch mangelndes Einkommen können Millionen Menschen ihren Nahrungsmittelbedarf nicht mehr decken.

Die Diakonie Katastrophenhilfe versorgt zusammen mit der Partnerorganisation Abs Development for Woman and Child Organisation, ADO, Neuankömmlinge in den Flüchtlingscamps mit Hygiene-Kits und klärt zu Hygiene auf. Außerdem wird zur sanitären Versorgung für jede Familie eine Latrine errichtet. Von dieser Hilfe profitieren 300 Vertriebenen-Haushalte, was rund 3.000 Menschen entspricht.

Auch im Gouvernement Shabwa wird die Bevölkerung durch Hygienemaßnahmen unterstützt. Gemeinsam mit der Partnerorganisation Yemen Family Care Association, YFCA, werden öffentliche Trinkwasserstellen gewartet und instandgesetzt. Tanklastwagen und Wasseraufbereitungstabletten verbessern die Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Von dem Projekt profitieren rund 35.000 Menschen

Um Hunger und Mangelernährung zu bekämpfen, hat die Diakonie Katastrophenhilfe im Distrikt Mokhaa des Regierungsbezirks Taizz ein Nothilfeprojekt zur Verbesserung der Ernährungslage gestartet. 

In den Ortschaften Al-Hayee und Yahktual werden Bäckereien mit Backmaterial ausgestattet. Ein Gemeindekomitee wird gegründet, das die Verteilung von Brot-Gutscheinen organisiert und die Ausgabe der Coupons an 700 Familien gewährleistet. Davon profitieren 4.900 Menschen. Durchgeführt wird dieses Projekt mit der Partnerorganisation For All Foundation for Development (FAF).

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