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Home > Hilfe weltweitKatastrophenvorsorge und Klimawandel

Verwüstungen auf den Philippinen nach Taifun Haiyan. Infolge des Klimawandels häufen sich weltweit extreme Wetterereignisse wie dieses. Foto: Jens Grossmann 

Heftige Regenfälle und Überschwemmungen nehmen zu, wie hier in Bangladesh 2016. Auch die Abstände zwischen den El Niño-Phänomenen verringern sich.  Foto: Probal Rashid 

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Anderenorts bleiben Niederschläge aus: Im ostafrikanischen Land Äthiopien kommt es immer häufiger zu langanhaltenden Dürreperioden.  Foto: Christof Krackhardt 

Die Folgen des Klimawandels zwingen schon heute viele Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen. In Zukunft wird es immer mehr Klimaflüchtlinge geben.  Foto: Probal Rashid 

Katastrophenvorsorge in Zeiten des Klimawandels

Die Erde erwärmt sich, Gletscher und Pole schmelzen ab, die Meeresspiegel steigen, extreme Wetterereignisse häufen sich. Am menschengemachten Klimawandel besteht kein Zweifel mehr. Nicht nur die Auswirkungen der Erderwärmung sind vielerorts bereits zu spüren. Viele Indizien sprechen auch dafür, dass wir in Zukunft mit häufigeren und intensiveren Naturkatastrophen rechnen müssen.

In den letzten Jahrzehnten haben Naturkatastrophen an Zahl und Intensität zugenommen. Laut ECHO, dem Amt für humanitäre Hilfe der Europäischen Union, hat sich die Anzahl der Naturkatastrophen seit 1975 mehr als verfünffacht. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren noch weiter verstärken.  

Die Vereinten Nationen schätzen, dass 2050 jährlich etwa 100.000 Menschen durch Naturkatastrophen umkommen werden. Von dieser Entwicklung sind überwiegend die Länder des globalen Südens betroffen. Schon heute werden dort 97 Prozent aller von Naturkatastrophen geforderten Todesopfer verzeichnet. Auch die Flüchtlingszahlen werden sich weiter erhöhen. Klimatische Veränderungen zählen neben Krieg und Gewalt schon heute zu den Hauptfluchtursachen weltweit.

Wie wir helfen

Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet in vielen Gebieten weltweit Nothilfe für die Betroffenen der Naturkatastrophen. Langfristiges Ziel muss es jedoch sein, den Menschen dabei zu helfen, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen und mit dem Klimawandel leben zu lernen. Wir wollen helfen, die Anfälligkeit der Menschen gegenüber Dürren, Überschwemmungen oder Wirbelstürmen zu verringern und die Entstehung neuer Risiken zu vermeiden. Seit 2005 wurden 30 Pilotprojekte mit einem Gesamtumfang von über 5 Millionen Euro umgesetzt. Schwerpunktregion war zunächst der Golf von Bengalen. Inzwischen hat sich das Einsatzgebiet auf andere Regionen Asiens sowie Afrika, Lateinamerika und die Karibik ausgeweitet.

Wie wir vorsorgen

Im Rahmen verschiedener sogenannter „Leuchtturm-Projekte“ unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe in Zusammenarbeit mit ihrer Schwesterorganisation Brot für die Welt Menschen in gefährdeten Gebieten dabei, sich besser auf Naturkatastrophen vorzubereiten. In Bangladesch helfen wir beim Errichten flutsicherer Häuser. In Indonesien, wo die Reisernte durch den Meeresspiegelanstieg bedroht ist, schulen wir die Bewohner in Fruchtwechselfolge, dem Anbau salztoleranter Reissorten und der Herstellung von biologischem Dünger. In Äthiopien machen wir Bergbauernfamilien durch die Verteilung von hitzeresistenterem Saatgut und die Einführung der Viehhaltung weniger anfällig für extreme Wetterereignisse. So sind Sie im Katastrophenfall besser geschützt, erzielen höhere Ernteerträge und können sich langfristig alternative Einnahmequellen aufbauen.

Aspekte01 Katastrophenvorsorge in Zeiten des Klimawandels 2013
Beitrag von Volker Gerdesmeier, ehemaliger Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe
Download (pdf - 1.7 MB)

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