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Ausgabe von Hilfsgütern der Diakonie Katastrophenhilfe. Die Haitianer sind dankbar für die Hilfe. Foto: Thomas Lohnes
Zerstörte Häuser in Camp Perrin. Der Hurrikan hinterlässt Bilder der Verwüstung. Foto: Thomas Lohnes
Ein Mädchen steht in den Trümmern ihres Hauses in einem kleinen Dorf nahe Les Cayes. Foto: Thomas Lohnes
Die Hilfe kam zum Teil per Hubschrauber. Verschiedene Gegenden waren lange nicht zugänglich. Starke Regenfälle und unpassierbare Straßen erschwerten die Hilfsarbeiten. Foto: Thomas Lohnes
Verteilung von Nothilfe nahe Camp Perrin. Foto: Thomas Lohnes
Notdürftig versucht dieser Mann Reparaturen an seinem zerstörten Haus vorzunehmen. Foto: Thomas Lohnes
Eine Familie dichtet mit Plastikplanen, die sie bei einer Nothilfe-Verteilung bekommen hat, das zerstörte Dach ihres Hauses ab. Foto: Thomas Lohnes
Diese Menschen haben alles verloren. Foto: Thomas Lohnes
Bis zu 80 Prozent der Ernten wurden zerstört. Diese Menschen haben eine Kaffeeplantage besessen. Der Hurrikan hat sie zerstört und den Menschen ihre Lebensgrundlage genommen. Foto: Thomas Lohnes
Verteilung von Hilfspaketen in Aquin, im Süden Haitis. Foto: Diakonie Katastrophenhilfe
Lokale Mitarbeiter verteilen Wellblech an Menschen, deren Häuser vom Sturm beschädigt wurden. Foto: Thomas Lohnes
Micheline Saint Cyr ist freut sich über Wellblech und Latten. Damit kann sie das zerstörte Dach ihres Hauses reparieren. Foto: Thomas Lohnes
Hier werden Hygiene, Essens- und Notfallpakete mit Plastikplanen, Decken und Seilen an vorher ausgesuchte und registrierte Betroffene verteilt. Foto: Thomas Lohnes
Haiti Hurrikan

Neuanfang nach Wirbelsturm

Am 4. Oktober 2016 traf Hurrikan Matthew, ein Wirbelsturm der Kategorie 4, der zweithöchsten Stufe, mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 225 km/h auf den Südwesten Haitis. Besonders betroffen waren die Regionen Grand´Anse und Sud. Hier leben rund eine Million Menschen. Mit starken Winden, schweren Regenfällen und sturmflutartigen Wellen traf der Sturm auf die Südküste des Inselstaates und verursachte dort lebensgefährliche Springfluten und Erdrutsche. Das Ausmaß der Katastrophe ist immens. Der Sturm hinterließ ein Bild der Verwüstung: Häuser wurden zerstört, Felder überschwemmt, Straßen und Brücken von den Wassermassen überflutet und weggerissen. Mehr als 500 Menschen sind durch den Hurrikan ums Leben gekommen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit dem verheerenden Erdbeben 2010 im Land aktiv geblieben und konnte die Hilfe bereits wenige Tage nach dem Hurrikan starten. Zusammen mit dem internationalen Hilfsnetzwerk ACT Alliance und lokalen Partnern verteilten die Organisationen Hilfsgüter. Wochenlang waren sie mit mehreren Teams unterwegs, um auch die Menschen an weit abgelegen Orten mit Hilfsgütern zu versorgen. Erneute Starkregen und Überschwemmungen erschwerten dabei die Bedingungen für die Betroffenen sowie die Helfenden: Zerstörte Brücken machten die Zugangswege zu vielen Gemeinden immer wieder unpassierbar – oft blieb nur der Transport per Hubschrauber.

Hygiene bedeutet Schutz

Nach der Katastrophe stieg auch die Zahl der Cholera-Erkrankungen rasant an. Um hier zu helfen, engagierte sich die Diakonie Katastrophenhilfe aktiv gegen die Krankheit und verteilte Hygieneartikel. Insgesamt konnten mehr als 1000 Familien mit Hygiene- und Schutzpaketen versorgt werden. Daneben wurden die Menschen darin geschult, wie sie die Risiken an Cholera zu erkranken, minimieren können. Dazu gehörten Themen wie persönliche Hygiene, der Gebrauch von Aquatabs sowie der Umgang mit Abwasser und Abfall. „Sauberes Trinkwasser und eine gute Hygiene sind der beste Schutz vor der tödlichen Cholera“, sagt Sylvie Savard, die das Projektbüro in Port-au-Prince leitet, welches das Hilfswerk gemeinsam mit dem Lutherischen Weltbund (LWF) betreibt.

Lebensgrundlagen schaffen

„Nach der Soforthilfe geht es nun darum, der betroffenen Bevölkerung zu helfen, sich wieder eine Existenz aufzubauen. Die Notunterkünfte, die nach der Katastrophe errichtet wurden, schließen nach und nach. Die Menschen kehren nach Hause zurück. Doch da ist nichts mehr. Kein Saatgut, um ein Feld zu bestellen, kein Material, um ein Haus zu reparieren oder ein neues zu bauen, wenn das alte komplett zerstört wurde. Der Hilfsbedarf ist einfach enorm“, schildert Daniela Simm, Kontinentalverantwortliche für Lateinamerika, die aktuelle Lage vor Ort.

Daher stehen jetzt Maßnahmen im Vordergrund, mit denen die Menschen wieder eine Lebensgrundlage erhalten. „Wir stimmen uns gerade mit unserem Partnernetzwerk ab und prüfen die Möglichkeiten vor Ort, beschädigte Häuser zu reparieren. Dabei geht es vor allem um das Beschaffen geeigneter Baumaterialien. „Uns ist es wichtig, Häuser nicht nur notdürftig zu reparieren – sie sollen auch künftigen Katastrophen besser Stand halten. Deshalb prüfen wir die technischen Möglichkeiten und verfügbaren Materialien sehr genau, auch wenn das etwas mehr Zeit beansprucht.“

Häuser: Reparatur und Wiederaufbau

Im November 2016 hat die Diakonie Katastrophenhilfe mit ihren Partnern aus dem Hilfsnetzwerk ACT Alliance in den Gemeinden Chantal, Torbeck und Camp Perrin analysiert, was die Menschen dort am dringendsten brauchen. Nun wird die Reparatur der Häuser von insgesamt 27 Familien vorbereitet und ein Wiederaufbau-Konzept ausgearbeitet. Die begünstigten Familien werden dabei in die Bauarbeiten miteinbezogen.

Ernährung sichern

Des Weiteren sollen 1.200 Familien mindestens 50 Prozent der durch den Hurrikan zerstörten landwirtschaftlichen Produktionsmittel wieder erlangen – als Basis für eine ernährungssichernde Lebensgrundlage. Zum einen werden dabei Familien in sogenannte „cash-for-work“ Aktivitäten eingebunden: Sie helfen beim Wiederaufbau der landwirtschaftlichen Produktion und erhalten dafür ein kleines Einkommen. Zum anderen werden Geräte und Saatgut angeschafft. Damit wird jetzt in Grand´Anse Yams angebaut sowie die nächste Anbausaison vorbereitet. Zusätzlich werden die begünstigten Familien in nachhaltiger und ökologischer Landwirtschaft geschult.

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