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Erdbeben in Ecuador

Hilfe nach dem Beben

Am 16. April 2016 hat ein Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Richterskala große Teile von Ecuadors Küste schwer getroffen. Es war das schwerste Erdbeben der letzten 70 Jahre. Dabei sind rund 660 Menschen getötet und fast 28.000 Menschen teils schwer verletzt worden. Ein Großteil der Infrastruktur wurde in weiten Teilen des Landes zerstört, die Strom- und Wasserversorgung ist zusammengebrochen, ebenso das Kommunikationsnetz. Beschädigte Gebäude, Geröll und Erdlawinen machten viele Zugangswege unpassierbar. Besonders betroffen war die Küstenprovinz Manabí. Die Diakonie Katastrophenhilfe konnte vor Ort in verschiedenen Bereichen Hilfe leisten.

Sauberes Trinkwasser für die vom Erdbeben betroffenen Menschen. An mehr als 1.300 Familien wurden Wasserfilter verteilt. Foto: FEPP
Die Zerstörung nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,8 im April 2016 ist groß. Foto: FEPP
Kinder erhalten Kunsttherapie, um das Erlebte zu verarbeiten. Foto: FEPP
Die Versorgung mit Trinkwasser hatte nach dem Beben Priorität. 1.200 Familien wurden mit Wassertanks zum Aufbewahren von 500 Litern ausgestattet. Foto: FEPP
In Workshops zu Hygiene lernen die vom Erbeben betroffenen Menschen, wie sie diese verbessern können. Foto: FEPP
Kinder und Jugendliche werden psyochsozial begleitet. Foto: FEPP
In spielerischer Form lernen Kinder und Jugendliche, Strategien des Selbstschutzes zu entwickeln. Foto: FEPP

Allgemeine Situation im Land

Ecuador ist eines der ärmsten Länder Südamerikas – Gesundheitsversorgung und Infrastruktur sind generell unzureichend. Nach dem schweren Erdbeben haben hunderte von Nachbeben die Situation der Menschen weiter verschlechtert. Zudem liegt das Land auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Kontinental- und Ozeanplatten stoßen hier aufeinander. Erdstöße sind keine Seltenheit. Um die Anfälligkeit der Bevölkerung gegenüber Naturkatastrophen zu verringern, hat die Diakonie Katastrophenhilfe in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen mehrere Katastrophenvorsorge-Projekte betreut. Ziel der Projekte war es unter anderem, Notfall- und Evakuierungspläne zu erarbeiten sowie in einigen Orten und Gemeinden Komitees zur Katastrophenprävention aufzubauen.

So hilft die Diakonie Katastrophenhilfe

Nach dem Beben konnte die Nothilfe der Diakonie Katastrophenhilfe dank des weltweiten kirchlichen Netzwerkes ACT Alliance sofort in der Provinz Esmeraldas anlaufen. Parallel dazu wurden Hilfsmaßnahmen in der Provinz Manabí mit Finanzierung durch das Auswärtige Amt umgesetzt. Beide Provinzen waren stark vom Erdbeben betroffen. Hier wurden in den letzten Monaten die Trinkwasserversorgung und die Hygienebedingungen sowie die Unterkünfte verbessert. Außerdem erhielten 400 Familien Bargeldhilfen, um ihre Lebensgrundlage zu sichern und zu stärken.

Zunächst stand die Versorgung mit Trinkwasser im Vordergrund. So wurden Wasserfilter an mehr als 1.300 Familien verteilt. Damit konnten diese ihr Wasser zu Trinkwasser aufbessern. Zudem wurden mehr als 1.250 Familien mit Tanks zum Aufbewahren von 500 Liter Wasser ausgestattet. Um die Hygienesituation der Betroffenen zu verbessern, wurden etwa 2.500 Hygienekits verteilt. Mehr als 640 Familien konnten darüber hinaus an Workshops zu Hygienemaßnahmen teilnehmen. Außerdem wurden die Familien mit Material zum Ausbessern der sanitären Anlagen ausgestattet und im Bau von Latrinen geschult. In vier Gemeinden wurden 100 Familien bei der Reparatur der Wasserzuleitungssysteme begleitet. Neben der Verbesserung der Trinkwasser- und Hygienesituation für die Betroffenen wurden 500 besonders bedürftige Familien mit den notwendigsten Dingen des täglichen Bedarfs ausgestattet und erhielten Decken, Matratzen und Moskitonetze.

Mit Kunst und Tanz gegen Traumata

Eine weitere Komponente der Projekte ist die psychosoziale Unterstützung auf Gemeindeebene. Um das Erlebte zu verarbeiten und sich mit der veränderten Lebenssituation abzufinden, wird für Erwachsene Tanztherapie und für Kinder und Jugendliche Kunsttherapie angeboten. Auch musisch-künstlerische Workshops werden angeboten. In sieben Notunterkünften findet begleitend Gruppentherapie statt und die Gemeinde wird darin gestärkt, Kinder und Jugendliche zu schützen.

Spiel und Weiterbildung

Neben den bereits geschilderten Maßnahmen wurden in Manabí in sieben Gemeinden gemeinschaftlich die Gemeindeunterkünfte und ihre Umgebung gereinigt. Um Kinder und Jugendliche auf psychosozialer Ebene zu stärken, wurden mit ihnen in spielerischer Form Strategien des Selbstschutzes entwickelt und ihre Freizeit diesbezüglich positiv gestaltet. Zudem erhielten über 450 Familien die Möglichkeit, sich weiterzubilden. Alle Hilfsmaßnahmen, die in Manabí durchgeführt wurden, wurden mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes finanziert. Insgesamt können rund 10.700 Menschen von diesen Hilfsmaßnahmen profitieren.

So hilft Ihre Spende

  • Mit 25 Euro können wir Hygienesets für zwei Familien bereitstellen. Diese bestehen aus jeweils einem Kilo Waschpulver und Zahncreme, fünf Zahnbürsten, Handtüchern, Seife, Shampoo, Desinfektionsmittel, Damenbinden, einer Waschschüssel sowie einem Nähset.

  • Mit 78 Euro können drei Familien mit Wasserfiltern ausgestattet werden. Damit können sie ihr Wasser zu sicherem Trinkwasser aufbereiten.

  • Ein Wassertank für eine Familie kostet 108 Euro. Er hilft der Familie auch nach der akuten Nothilfephase, Wasser sauber aufzubewahren.

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E-Mail: service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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...leistet seit 60 Jahren weltweit dort Hilfe, wo die Not am größten ist. Sie unterstützt Menschen, die Opfer von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung geworden sind und diese Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Sie hilft unabhängig von Religion, Hautfarbe und Nationalität.

So hilft Ihre Spende

Für 25 Euro können wir Hygienesets für zwei Familien bereitstellen. Diese bestehen aus je 1 Kilo Waschpulver, Zahncreme und 5 Zahnbürsten, Handtücher, Seife, Shampoo, Desinfektionsmittel, Damenbinden, einer Waschschüssel sowie einem Nähset .

Mit 78 Euro können 3 Familien mit Wasserfiltern ausgestattet werden.

Ein Wassertank für eine Familie kostet 108 Euro. Damit kann die Familie auch nach der akuten Nothilfephase Wasser sauber aufbewahren.

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