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Vergessene Krisen sichtbar machen

Einige humanitäre Katastrophen stehen prominent im Fokus der Öffentlichkeit. Es gibt jedoch auch Krisen, Konflikte und Naturkatastrophen, in denen die betroffene Bevölkerung keine oder nur unzureichende internationale Hilfe bekommt. Sie werden dadurch zu sogenannten vergessenen Krisen.

Vergessen hat zahlreiche Ursachen

Warum eine Krise in Vergessenheit gerät oder warum sie eventuell nie in den Fokus des Interesses gelangt, hängt von vielen Faktoren ab. Ein wichtiger Grund: Die meisten Staaten richten ihr Handeln stark nach eigenen politischen Interessen aus. In der Folge gelangen finanzielle Mittel nicht immer in Regionen der Welt mit dem größten Hilfsbedarf.

Von vergessenen Krisen sind oft gerade marginalisierte und diskriminierte Gruppen betroffen. Ihnen fehlt die Möglichkeit, auf die eigene Not aufmerksam zu machen. Damit diesen Menschen trotzdem geholfen wird, unterstützen wir sie gezielt mit unseren Hilfsprojekten – unabhängig vom öffentlichen Interesse an der Not dieser Gruppe.

Informieren, um von der Not zu berichten

Fehlt eine intensive Berichterstattung durch große Medien, mangelt es in vielen Krisenfällen auch an öffentlicher Aufmerksamkeit und damit an Spenden für die humanitäre Hilfe. So ist es entscheidend, ob Medien Zugang zu einer Krisenregion bekommen, solange das internationale Interesse hoch ist.

Gezielte Programme für den Schutz der Menschen vor Krieg und Konflikt, Verfolgung oder Diskriminierung, sind der Öffentlichkeit oft nur schwer zu vermitteln. Entsprechend gelangen sie selten in den politischen Fokus und bleiben in der Konsequenz unterfinanziert. Doch nur mit diesen Programmen lassen sich Dialoge befördern und eine langfristige Unterstützung sicherstellen. Wir setzen als Hilfsorganisation genau hier an.

Helfen und Bewusstsein schaffen

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist stark in internationale Netzwerke eingebunden. Dadurch erhalten wir Informationen aus erster Hand über die Situation und Bedürfnisse der Menschen in vielen Krisenregionen der Welt. Wir konzentrieren uns darauf, unsere Hilfsprogramme unabhängig von politischen Konjunkturen oder der Medienberichterstattung aufzusetzen.

Indem wir zweckungebundene Spenden bereitstellen, sind wir in der Lage den Betroffenen in vergessenen Krisen langfristig wirksame Hilfe zu leisten. So können wir unsere Unabhängigkeit von staatlicher Instrumentalisierung, aber auch von medialem Kriseninteresse sichern und unsere Unterstützung ganz nach den Bedürfnissen der Menschen ausrichten.

Wir setzen uns mit Caritas international in der gemeinsamen Aktion „Die größte Katastrophe ist das Vergessen“ für ein starkes öffentliches Bewusstsein für vergessene Krisen ein. Wir arbeiten mit anderen Hilfsorganisationen zusammen und mischen uns in den politischen Dialog ein – denn nur so wächst die Aufmerksamkeit für akute, anhaltende und vergessene Notlagen.

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