Medien berichten wenig über die Angst und Gewalt im Sudan, wo Krieg, Flucht und ökonomischer Zusammenbruch Millionen Frauen und Mädchen sexualisierter Gewalt aussetzen. Ache Djoudou floh nach Birao und fand durch Traumabegleitung und eine kleine Existenzgründung nicht nur Einkommen, sondern auch ein Stück ihrer Würde zurück.
Nur selten berichten unsere Medien über die Angst und Gewalt, die im Sudan herrschen. Das Zusammenspiel von Krieg, Flucht, wirtschaftlichem Zusammenbruch und fehlenden Schutzmechanismen führt dazu, dass Millionen Frauen und Mädchen von geschlechtsspezifischer Gewalt bedroht sind.
Frauen wie Ache Djoudou. Sie floh mit ihren Kindern vor dem Krieg im Sudan, als die Gewalt und die ständige Angst für sie nicht mehr erträglich waren. Nach einer langen und gefährlichen Reise kam sie schließlich in Birao in der Zentralafrikanischen Republik an – vollkommen mittellos. Doch ihre Erinnerungen reisten mit ihr. „Ich konnte nicht mehr schlafen. Ich hatte ständig Angst. Ich fühlte mich gebrochen.“
Ache Djoudou nahm an Einzel- und Gruppengesprächen teil, die von einer Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe für Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt hatten, angeboten wurden. So konnte sie das Erlebte aufarbeiten und ihre Angst nimmt langsam ab.
Zusätzlich zu dieser Unterstützung erhielt Ache Djoudou finanzielle Starthilfe, um ein kleines Geschäft zu gründen. Auf dem Markt von Birao verkauft sie Artikel des täglichen Gebrauchs. Diese Möglichkeit hat ihr Leben verändert. „Eine neue Einkommensquelle zu finden hat mir nicht nur finanziell geholfen, sondern mir auch meine Würde zurückgegeben,“ sagt sie heute stolz. Gegen das Vergessen Ache Djoudou wird den Krieg im Sudan und ihre traumatischen Erfahrungen wohl nie vergessen.