100 Tage nach den Erdbeben in Venezuela haben die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partnerorganisationen tausende Menschen mit lebenswichtiger Hilfe unterstützt und begleiten sie beim Wiederaufbau.
In den ersten drei Monaten nach den Erdbeben haben die Partnerorganisationen mehr als 21.000 Menschen in den betroffenen Bundesstaaten Falcón, Carabobo, Yaracuy, La Guaira, Miranda, Aragua und im Distrito Capital von Caracas erreicht. Sie verteilten Wasserfilter, Eimer sowie Hygienekits und Lebensmittel. Außerdem boten geschulte Teams medizinische Hilfe, psychosoziale Begleitung und psychologische Gespräche an. Parallel klärten sie zu verschiedenen gesundheitsbezogenen Themen auf. In Guarenas halfen sie dabei, die Wasserversorgung eines integrierten Gesundheitszentrums zu reparieren. Davon profitieren heute mehr als 7.300 Menschen.
Die Partnerorganisationen setzen ihre Unterstützung fort und gehen von der Nothilfe verstärkt in den Wiederaufbau über. „Im Oktober starten wir mit drei Partnerorganisationen ein Pilotprojekt, in dem wir bis Februar rund 35 Häuser neu aufbauen werden“, erklärt Rodolfo Arce, Nothilfekoordinator der Diakonie Katastrophenhilfe. „Parallel erneuern wir weiterhin Wasserversorgungssysteme, statten Gesundheitszentren aus und bieten psychosoziale Begleitung an. Es ist deshalb ein Pilotprojekt, weil wir mit den gewonnenen Erfahrungen dann den Wiederaufbau im Jahr 2027 erweitern können und so die herausfordernden Wohnbedingungen vieler Familien verbessern, die alles verloren haben“, sagt Arce.