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Schutz für Kinder in Upper Nile

Projeknummer

K-SSD-2026-4014

Bezeichnung

Thriving Futures: A Holistic Approach to Child Well-being and Community Resilience

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

Nile Hope

Kontinent

Afrika

Land

Südsudan

Gesamtlaufzeit

01.01.2026 - 31.12.2026

Budget

395.000,00 Euro

Drittmittelgeber

Sonstige

Hintergrund
Viele Kinder in Upper Nile, Südsudan wachsen seit Jahren in einer schweren humanitären Krise auf. Trotz eines Friedensabkommens dauern Gewalt, politische Instabilität, Überschwemmungen, Dürren und extreme Armut an. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Upper Nile, wo sich die Lage für Kinder und Frauen zuletzt weiter verschärft hat. Mehr als 65 % der Bevölkerung sind von Hunger betroffen. Viele Kinder leiden unter akuter Unterernährung, die sich durch neue Gewaltausbrüche seit März 2025 weiter verschlimmert hat. Infolge der Kämpfe wurden 70.000 bis 120.000 Menschen vertrieben, überwiegend Frauen und Kinder. Vertriebene Familien leben in überfüllten Notunterkünften, Schulen oder im Freien – oft ohne sauberes Wasser, sanitäre Einrichtungen oder medizinische Versorgung. Krankheiten wie Cholera breiten sich aus, und Kinder sind besonders gefährdet. Tausende Kinder haben im Konflikt ihre Eltern verloren; viele müssen arbeiten, um zum Überleben der Familie beizutragen. Gleichzeitig zieht sich humanitäre Hilfe aufgrund von Unsicherheit und fehlenden Geldern zurück. Derzeit benötigen 5,4 Millionen Menschen im Südsudan, mehr als die Hälfte davon Kinder, dringend lebensrettende Unterstützung.

Hilfsmaßnahmen
Um die dramatische Lage von Kindern in Upper Nile zu verbessern, setzt die Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe, Nile Hope, ein umfassendes Hilfsprojekt um. Ziel ist es, unterernährte Kinder und ihre Familien zu versorgen, Kinder zu schützen und traumatisierten Kindern gezielt zu helfen. 

Das Projekt unterstützt unterernährte Kinder, Schwangere und stillende Mütter durch Ernährungsuntersuchungen und therapeutische Zusatznahrung. Besonders gefährdete Familien – darunter Haushalte mit Waisenkindern oder Kindern als Hauptverdienern – erhalten Hilfe zur Sicherung ihres Lebensunterhalts, zum Beispiel durch Saatgut, Fischereiausrüstung und Werkzeuge. Vertriebene und besonders gefährdete Familien bekommen lebenswichtige Hilfsgüter wie Hygieneartikel, Kochutensilien, Moskitonetze und Solarlampen. Gleichzeitig werden Gemeinden zum Kinderschutz und zu Hygiene geschult, um Missbrauch, Gewalt und Krankheiten vorzubeugen. Traumatisierte Kinder erhalten psychosoziale Unterstützung, Beratung und sichere Orte zum Spielen und Lernen. Zudem hilft das Projekt dabei, unbegleitete Kinder mit ihren Familien wieder zusammenzuführen.

Insgesamt erreicht das Projekt rund 4.000 Kinder und wird finanziell von BILD hilft e. V. „Ein Herz für Kinder“ unterstützt.

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