K-DEU-2023-4019
Soziale Gemeinschaften - Förderung resilienter Nachbarschaften durch ausgebaute Katastrophenvorsorge und bedarfsorientierte Quartiersarbeit
(Katastrophen-)Vorsorge
Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e. V. Diakonie
Europa
01.04.2023 - 31.12.2026
4.161.380,00 Euro
Hintergrund
Auch viele Jahre nach der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 leiden die Betroffenen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen noch immer unter den Folgen der Flut. Neben den Herausforderungen rund um den staatlichen und privaten Wiederaufbau treten auch die negativen sozialen Folgen für die Menschen immer mehr in den Vordergrund. Dies liegt unter anderem auch daran, dass wichtige, haltgebende soziale Netzwerke verloren gingen, als Gemeinschaften durch das Hochwasser zerstört wurden. Menschen mussten ihre Heimatorte (temporär) verlassen und physische sowie institutionalisierte Orte der Begegnung und des Austauschs wie Marktplätze, Gemeindehäuser, Sport- und Spielplätze sowie Vereine und ähnliche Gruppen wurden zerstört.
Hilfsmaßnahmen
Ziel des Projekts ist es, die Resilienz der Bewohner:innen in hochwasserbetroffenen Gemeinden zu stärken. Durch gezielte Quartiersarbeit, Katastrophenvorsorge und Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels sollen Menschen besser auf zukünftige Extremwetterereignisse vorbereitet werden. Das Projekt wird an zehn Standorten in besonders vom Hochwasser betroffenen Regionen umgesetzt. Die Standorte liegen zwischen Mosel, Kyll, Ahr, Wupper, Ruhr und Volme.
Diakonische Einrichtungen, Kirchengemeinden sowie Akteure der Gemeinwesenarbeit können an den zehn Standorten Fördermittel für ihre Projektideen beantragen. Die Antragstellung erfolgt zunächst in Form kurzer Projektskizzen. Nach einer positiven Entscheidung werden die konkreten Maßnahmen gemeinsam mit einem Quartiersmanager:innen weiterentwickelt. Diese erfassen vor Ort in einem partizipativen Ansatz die Bedarfe der Menschen im Quartier und stimmen die Aktivitäten eng mit den Bewohner:innen ab.
Für die Umsetzung stehen den Quartiersmanager:innen Mittel aus einem Fonds zur Verfügung. Diese können sowohl für Infrastrukturmaßnahmen als auch für konkrete Aktivitäten genutzt werden. Die Maßnahmen werden in zwei zentralen Bereichen umgesetzt:
Von den Aktivitäten profitieren direkt rund 2.400 Personen.