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Lebensgrundlagen und Schutz für Menschen in Nasir

Projeknummer

K-SSD-2025-4043

Bezeichnung

Provision of Integarated Lifesaving Protection, Food Security and Livelihoods Support for Conflict and Flood affected population in Nasir County of Upper Nile State

Thema

Gesundheit

Träger

Nile Hope und Narrative Hub

Kontinent

Afrika

Land

Südsudan

Gesamtlaufzeit

01.10.2025 - 31.03.2026

Budget

135.000 Euro

Hilfsmaßnahmen:
Der Südsudan ist weiterhin von politischer Instabilität und wiederkehrenden Gewaltausbrüchen geprägt. Die Wirtschaft steht vor dem Zusammenbruch und 90 Prozent der Bevölkerung lebt in Armut. Der humanitäre Bedarf ist immens: Laut IPC-Bericht (Juni 2025) sind etwa 7,73 Millionen Menschen — rund 57 Prozent der Bevölkerung — von Hunger und Konflikten bedroht. Klimaschocks wie Überschwemmungen und Dürren zerstören zusätzlich die Lebensgrundlagen. Der Landkreis Nasir im Bundesstaat Upper Nile ist darüber hinaus von schweren Überschwemmungen und einem massiven Zustrom von Rückkehrern und Flüchtlingen aus dem Sudan betroffen. Ohne rasche politische Versöhnung, tiefgreifende Wirtschaftsreformen und internationale Hilfe droht die Krise im Land weiter zu eskalieren.

Hilfsmaßnahmen:
Gemeinsam mit der Partnerorganisation Nile Hope leistet die Diakonie Katastrophenhilfe im Landkreis Nasir County, im Bundesstaat Upper Nile, einen Beitrag zum Schutz und zur Sicherung der Lebensgrundlagen der Bevölkerung. 

  • 100 besonders notleidende Familien erhalten eine einmalige Bargeldhilfe in Höhe von rund 127 Euro, um sich mit dringend benötigten Gütern und Nahrungsmitteln zu versorgen.
  • Zur Stärkung der Ernährungssicherheit und der Lebensgrundlagen werden 300 Familien mit Angel- und Gemüsesets ausgestattet. Der Inhalt der Fischerei- und Gemüsesets wurde im Voraus mit den Begünstigten besprochen und umfasst zwei Angelsehnen und eine Packung Angelhaken, die auf die am häufigsten vorkommenden Fische zugeschnitten sind. Die Gemüsesets bestehen aus je einem 20-Gramm-Beutel Saatgut für Okra, Auberginen, Kürbisse und Wassermelonen. Darüber hinaus werden im Rahmen des Projekts 12 Fischereigruppen gegründet, die sich aus Frauen (60 %) und Männern (40 %) zusammensetzen und jeweils 25 Mitglieder umfassen. Diese Gruppen werden in verbesserten Fischereipraktiken und der Wertschöpfung und Vermarktung von Gemüse geschult.
  • Eine weitere Projektkomponente wird mit der Partnerorganisation Narrative Hub durchgeführt und dient der Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt und der Hilfe für Überlebende. Hierzu werden acht Fachkräfte und Sozialarbeiter geschult, die anschließend in geschützten Räumen für Frauen, Mädchen und marginalisierte Gruppen arbeiten. Zudem wird ein Fallmanagement aufgebaut, so dass Betroffene an spezialisierte Einrichtungen überwiesen werden können. Neben Gesprächen und Informationsaustausch wird in den geschützten Räumen zu geschlechtsspezifischer Gewalt, reproduktiver Gesundheit und Menstruationshygiene sensibilisiert. Betroffenen Frauen werden spezielle Hygiene-Sets zur Verfügung gestellt.   

Von den Projektaktivitäten profitieren 5.400 Menschen, davon sind zwei Drittel Frauen. 

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