K-IDN-2024-4056
Aufbau einer nachhaltigen Resilienz zur Reduzierung landschaftsbasierter Katastrophen- und Klimawandelrisiken für Gemeinden in Zentral-Sulawesi und West-Nusa Tenggara, Indonesien
(Katastrophen-)Vorsorge
Society for Health Education Environment and Peace (SHEEP)
Asien
01.01.2025 - 31.12.2026
400.000,00 Euro
Hintergrund
Indonesien zählt zu den katastrophengefährdetsten Ländern der Welt. Aufgrund seiner Lage am pazifischen Feuerring ist das Land regelmäßig von Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüchen betroffen. Gleichzeitig nehmen Überschwemmungen, Erdrutsche, Dürren und extreme Wetterereignisse infolge des Klimawandels deutlich zu. Diese sogenannten hydrometeorologischen Katastrophen machen heute den Großteil aller Naturkatastrophen im Land aus. Allein im Jahr 2023 wurden tausende Katastrophenereignisse registriert, vor allem Überschwemmungen. Auch 2024 setzte sich diese Entwicklung fort. Besonders betroffen sind Regionen wie Zentralsulawesi, während auch West Nusa Tenggara weiterhin erheblichen Risiken ausgesetzt ist, unter anderem durch aktive Vulkane. Die zunehmenden Katastrophen belasten lokale Gemeinschaften stark und machen eine gezielte Katastrophenvorsorge und Risikominderung dringend notwendig. Bisher fehlen jedoch kleinräumige Risikoanalysen und angepasste Maßnahmen, die Natur und lokale Gegebenheiten stärker einbeziehen. Frauen tragen in vielen Familien die Hauptverantwortung für Versorgung und Fürsorge, sind in Krisen besonders belastet, jedoch kaum in Entscheidungsprozesse eingebunden. Ihre spezifischen Bedürfnisse werden oft nicht ausreichend berücksichtigt.
Hilfsmaßnahmen
Ziel des Projekts ist es, Gemeinden in Zentralsulawesi und West Nusa Tenggara besser vor Naturkatastrophen und den Folgen des Klimawandels zu schützen. Die Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe, SHEEP, wird gemeinsam mit staatlichen Stellen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und lokalen Gemeinschaften nachhaltige Lösungen entwickeln, die sich an den natürlichen Gegebenheiten der Regionen orientieren.
Auf politischer Ebene unterstützt das Projekt Regierungen dabei, klimafreundliche und risikominimierende Strategien zu entwickeln. Dazu gehören Forschung, Raumplanung, Fachworkshops sowie Dialoge zwischen Politik, Zivilgesellschaft und weiteren Akteuren. Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyarbeit tragen dazu bei, Katastrophenvorsorge langfristig zu verankern. Auf lokaler Ebene stärkt das Projekt Dörfer und Gemeindestrukturen, damit sie Risiken besser erkennen und vorbeugen können. Schulungen, Dorfanalysen, Gebietskartierungen und praktische Demonstrationsflächen helfen den Gemeinden, Natur und Ressourcen nachhaltig zu nutzen und ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Aufbau frühzeitiger Warnsysteme, die Gemeinden rechtzeitig vor Überschwemmungen, Erdrutschen oder anderen Gefahren warnen. Dafür werden bestehende Lücken analysiert, lokale Arbeitsgruppen aufgebaut und Warnsysteme gemeinsam getestet. Zusätzlich stärkt das Projekt zivilgesellschaftliche Organisationen und lokale Netzwerke, damit sie sich wirksam für Katastrophenvorsorge, Klimaschutz und die Bedürfnisse der Bevölkerung einsetzen können. Von den Projektaktivitäten werden 43.127 Menschen erreicht.