In Djérotchiré, einem kleinen Dorf in Niger, war Wasser lange ein Auslöser für Not und Konflikte. Heute ist steht es für Zusammenhalt und Wandel. Was als akuter Mangel begann, entwickelte sich durch das Engagement der Dorfgemeinschaft und die Unterstützung internationaler Organisationen zu einer nachhaltigen Erfolgsgeschichte. Nun gibt es einen Brunnen, sauberes Wasser für über 1.000 Haushalte und neue Perspektiven für ein friedliches Miteinander.
In Djérotchiré, einem Dorf mit über 1.000 Haushalten in der Landgemeinde Dargol, war Wasser lange Zeit ein knappes Gut. Während der Trockenzeit versiegten die traditionellen Brunnen. Frauen und Kinder mussten kilometerweit laufen, um Wasser zu holen. Binnenvertriebene, die in dem Dorf siedelten, waren eine zusätzliche Gruppe, die ebenfalls Wasser benötigte. Es kam zu Konflikten zwischen den Dorfbewohnenden und neuen Siedler*innen.
Die lokalen Organisationen ADA und Kundji Fondo fragen die Bevölkerung nach ihren Problemen im Ort und welche Unterstützung sie sich wünschten. Die Antwort war, dass dringend besserer Zugang zu sauberem Wasser gebraucht werde. Vor allem werde wegen der gewachsenen Bevölkerung eine größere Menge Wasser benötigt, gaben die Bewohnenden von Djérotchiré an.
Die lokalen Organisationen in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und der Diakonie Katastrophenhilfe boten Hilfe an. Jedoch konnte kein Brunnen mit einer solarbetriebenen Pumpe ohne zusätzliche Finanzierung realisiert werden. Die Dorfbevölkerung und neuen Siedler*innen war bereit, sich ebenfalls zu beteiligen. Sie nutzen gesparte Budgets zweiter Dorfgruppen und schließlich konnte ein Brunnen gebohrt werden.
Dieser Brunnen versorgt nun 1.000 Haushalte mit sauberem Wasser, Frauen und Kinder sind entlastet und das Miteinander zwischen der ursprünglichen Dorfbevölkerung und den Binnenvertriebenen ist verbessert.
Die Dorfgemeinschaft entschied weiterhin, dass ihnen ein Wasserreservoir zur optimalen Speicherung und Verteilung des Wassers fehlt. Durch Netzwerkarbeit ist es ihnen gelungen LM International, eine schwedische Organisation, zu mobilisieren, einen Wassertank zu installieren und ein System zur Wasserqualitätskontrolle zu finanzieren.
Das Engagement der Menschen in Djérotchiré zeigt eindrucksvoll, wie eine initiale Förderung weitere Unterstützung nach sich ziehen kann und damit nachhaltige Wirkung entfaltet.