Betroffene berichtet vom Überlebenskampf

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Die 20-jährige Joaquina José kletterte auf einen Baum, um sich vor den Fluten zu retten. Auf ihrem Rücken trug sie ihre 3-jährige Tochter. Sie verbrachten drei Tage und Nächte in den Ästen. Hier erzählt sie ihre Geschichte.

Bopira ist ein abgelegenes Dorf in der Region Guara Guara und liegt etwa vier Stunden Autofahrt über unbefestigte Straßen von Beira entfernt. Die Bewohner von Bopira leben in einfachen Häusern aus Holz und Strohdächern, die Schäden nach dem Zyklon sind dementsprechend groß. Als Idai auf Land traf, verwandelten die Niederschläge des Sturms das Flusstal um Bopira in einen riesigen, rund drei Meter tiefen See.  Die 20-jährige Joaquina José kletterte auf einen Baum, um sich vor den Fluten zu retten. Auf ihrem Rücken trug sie ihre 3-jährige Tochter und auch ihre Schwiegermutter Marta Manuel und die anderen Familienmitglieder retten sich auf den Baum. Sie verbrachten drei Tage und Nächte in den Ästen. „Ich hatte große Angst, dass der Baum umfallen könnte", erinnert sich Joaquina.

„Wir hatten nichts zu essen, wir konnten nicht schlafen, wir haben uns einfach nur festgehalten." Als das Wasser schließlich zurückging und nur noch knietief stand, konnten sie hinunterklettern. Es vergingen noch einmal zwei Tage, bis sie zu ihrem Haus zurückkehren konnten. „Alles war mit Schlamm bedeckt", sagt Joaquina.  „Das Haus war weg. Die Ernte war weg. Um zu überleben aßen wir verfaulten Mais." In der dritten Woche nach Idai brachte ein Hubschrauber Brot und Mehl. CEDES versorgte die Gemeinde mit Nahrungsmitteln und Wasseraufbereitungstabletten und vermittelte Hygienewissen. Für die Familie wurde ein neuer Brunnen gegraben, aber das Wasser muss gereinigt werden, bevor es getrunken werden kann. CEDES verteilt auch Saatgut und landwirtschaftliche Geräte, denn die Anbausaison beginnt im August und September.  „Ich hoffe, wieder in die Landwirtschaft zurückzukehren", sagte Joaquina. „Ich will Hühner und Ziegen züchten, damit wir sie verkaufen können und wieder ein Einkommen haben“.

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