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Vorbeugen, Aufklären, Eindämmen — Schutz für südsudanesische Gemeinden vor Ebola

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An der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo sorgt die lokale Partnerorganisation Reconcile mit Unterstützung der Diakonie Katastrophenhilfe gegen Ebola vor. In den besonders gefährdeten südsudanesischen Distrikten Yei River, Morobo, Kajo-Keji und Tambura leben rund 770.000 Menschen. Reconcile klärt die Einwohner*innen durch Radiosendungen, Plakate und mobile Teams auf. Zusätzlich werden Gesundheitszentren mit Schutzmaterialien und Hygieneartikeln ausgestattet, und medizinisches Personal und Freiwillige werden geschult. Durch bessere Vernetzung können Verdachtsfälle schneller erkannt, gemeldet und eingedämmt werden. Das mindert das Risiko für die Bevölkerung und die Verbreitung des Virus nach einem Ausbruch.

Radio Journalisten informieren in ihrer Show Zuhörer, wie sich vor einer Ebola Infektion schützen

Im Südsudan unterstützt unsere Partnerorganisation Reconcile Vorsorgemaßnahmen im Grenzgebiet zur DR Kongo, um Ebola-Infektionen vorzubeugen. Wegen des regen Grenzverkehrs sind Menschen dort besonders gefährdet, sich mit dem Visus anzustecken. Die grenznahen Distrikte Yei River, Morobo, Kajo-Keji und Tambura in den Bundesstaaten Zentral- und West-Equatoria des Südsudan sind von einer besonders schwachen Gesundheitsinfrastruktur betroffen. Es fehlen Laborkapazitäten, die Wasser- und Sanitärversorgung ist lückenhaft. In der Region leben ca.  770.000 Menschen.

Ein Ebola-Ausbruch in den südsudanesischen Grenzgebieten würde bedeuten, dass das schwache Gesundheitssystem rasch überlastet wird. Eine Ausbreitung wäre kaum zu kontrollieren. Schulen müssten geschlossen und der Handel eingeschränkt werden. Dadurch wären die fragilen Lebensgrundlagen der Menschen bedroht. 

Geplante Hilfsmaßnahmen

Mitarbeitende von Reconcile klären die Einwohner*innen der Grenzgebiete auf, wie sich vor einer Ebola Infektion schützen können. Sie organisieren gemeinsam mit lokalen Behörden und Mitarbeitenden des Gesundheitssystems gezielte Informationsveranstaltungen, in denen Schutzmaßnahmen gegen Ebola empfohlen und praktische Verhaltensregeln demonstriert werden. Ergänzend dazu strahlen lokale Sender Radiobeiträge aus, die über die Risiken einer Infektion aufklären. Es werden großflächige Plakate und Banner an zentralen Orten aufgehängt. Mobile Aufklärungsteams suchen das Gespräch mit Risikogruppen. Ziel ist, Fehlinformationen zu begegnen und Menschen so zu befähigen, Risikosituationen früh zu erkennen und richtig zu reagieren.

Zusätzlich werden Gesundheitszentren mit wichtigen Materialien zur Infektionsprävention ausgerüstet. Dazu werden Schutzanzüge, Fieberthermometer, Desinfektionsmittel sowie Handwaschstationen bereitgestellt und dort installiert, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Parallel dazu schulen die Teams von Reconcile Angehörige des Gesundheitspersonals und lokale Freiwillige und vernetzten diese mit Mitarbeitenden lokaler Behörden. So können Abläufe für Meldung, Isolierung und Weiterleitung von Verdachtsfällen optimiert werden. 

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