Viele Kinder und Jugendliche vor allem in ländlichen Regionen Kolumbiens brechen die Schule ab oder werden von bewaffneten Gruppen zwangsrekrutiert. Die Partnerorganisation LACID der Diakonie Katastrophenhilfe macht ein breites Angebot für Schüler und Schülerinnen, Lehrkräfte und Eltern, sodass junge Menschen ihre Schullaufbahn zu Ende bringen.
Bewaffnete Konflikte in Kolumbien treffen vor allem Frauen und Kinder. Gewalt und Übergriffe erschweren Kindern und Jugendlichen ihren Zugang zu Bildung. Die Schulabbruchquoten hoch sind. Jungen sind davon etwas stärker betroffen. Denn sie verlassen oft die Schule, um schon in jungen Jahren informelle Tätigkeiten anzunehmen. Bewaffnete Gruppen und kriminellen Netzwerken zwangsrekrutieren schon Grundschulkinder. Viele Kinder und Jugendliche treten den Gruppen allerdings auch freiwillig bei, weil ihnen Geld angeboten wird.
Die Mitarbeitenden der Partnerorganisation LACID der Diakonie Katastrophenhilfe gehen in Schulen und klären darüber auf. Sie schützen Jugendliche vor Zwangsrekrutierungen, indem Schüler*innen Lehrerkräfte und Eltern lehren, die Warnzeichen für eine Rekrutierung zu erkennen und die Risiken zu verstehen. LACID unterstützt, Schülerradios und Frühwarnsysteme aufzubauen und stellt Fonds bereit, die Schulen die Finanzierung zusätzliche Bildungsangebote ermöglicht. Schüler*innen lernen traditionelles Handwerk oder bauen Gemüse in Schulgärten an. Das macht den jungen Menschen Freude und gibt ihnen Möglichkeiten, kleine Einkommen zu erwirtschaften.
Dank der Arbeit der Mitarbeitenden der Partnerorganisation LACID erhalten Kinder und Jugendliche eine Perspektive und gehen weiter zur Schule, anstatt sich bewaffneten Gruppen anzuschließen.