jetzt spendenspenden

450 Euro für die schnelle Hilfe

zurück

In Odendorf trat in der Flutnacht der Orbach massiv über die Ufer und zerstörte ganze Häuser. Aus Spendengeldern für die Diakonie Katastrophenhilfe wurden vor Ort bis heute etwa 70.000 Euro an Soforthilfe ausbezahlt. Ein Besuch vor Ort.

Odendorf erlebte in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli eine enorme Überschwemmung. Und danach stand der Ort tagelang im Schlamm. Der Grund: Die nahe Steinbachtalsperre drohte zu brechen, viele Stellen wurden somit hermetisch abgeriegelt, die Einwohner evakuiert. Eine Rückkehr war erst einige Tage später möglich.

Ingrid Meier (*) war massiv von der Flut betroffen. Als Mieterin flüchtete sie vor dem Orbach in den ersten Stock. Der Keller und das komplette Erdgeschoss waren überschwemmt. Viele Möbel, ihre Waschmaschine und Erinnerungen gingen im Schlamm verloren.

Mit 450 Euro Soforthilfe aus Spendengeldern für die Diakonie Katastrophenhilfe bezahlte Meier einen neuen Kühlschrank. Und einen Therapietermin, den die Praxis kurz nach den traumatischen Tagen in Odendorf nicht kostenlos stornieren wollte.

Sozialberatungen gegen die Folgen der Flut

Christiane Reiferscheid hat die Auszahlung solcher Soforthilfe-Gelder in den Wochen nach der Überschwemmung koordiniert. "Ich habe die Auszahlung der Soforthilfen immer mit einem persönlichen Gespräch verbunden", so die Sozialarbeiterin des hier zuständigen Diakonischen Werkes Bonn und Region. "Es war hier apokalyptisch, wie nach einem Krieg." Seit der Überschwemmung hat sie so etwa 70.000 Euro an Soforthilfe ausgezahlt. Diese wird sowohl aus Spendengeldern, die an die Diakonie Katastrophenhilfe gegangen sind, als auch aus solchen, die von der Evangelischen Kirchengemeinde Swisttal gesammelt wurden, bezahlt.

Reiferscheid ist in der Gemeindenahen Sozialberatung der Diakonie beschäftigt, führte zusätzlich in den Wochen nach der Überschwemmung etwa 120 Gespräche mit Flutbetroffenen durch und half mit Soforthilfen weiter. "Natürlich geht es hier auch weiterhin vor allem um die Folgen der Flut", so Reiferscheid. "Immer mehr wird deutlich, wie traumatisierend diese Erlebnisse sind." Im Rahmen dieser Sozialberatung bietet Reiferscheid offene Sprechstunden an, fährt direkt zu den Betroffenen und arbeitet eng mit dem sehr schnell ins Leben gerufenen Fluthilfeteam des Diakonischen Werkes Bonn und Region zusammen.

(*) Der Name wurde auf Wunsch der Betroffenen von der Redaktion geändert.

zurück