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Brille nach Erdbeben: Sehbehinderte Frau gewinnt Selbstständigkeit

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Auch nach dem Erdbeben in Myanmar 2025 waren Menschen mit Beeinträchtigungen am stärksten von den Folgen der Naturkatastrophe betroffen. Sehbeeinträchtigte Überlebende drohte durch fehlende Brillen, unsichere Wege oder nicht-barrierefreie Unterkünfte die Isolation. Sie sind zusätzlichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Die Geschichte einer 35-jährigen Friseurin zeigt, wie eine einfache Brille Arbeit, Selbstständigkeit und Lebensqualität zurückgeben kann.

Eine Friseurin hat eine Brille bekommen

Das Erdbeben in Myanmar bedeutete für Überlebende mit Seheinschränkungen, im Alltag ständige Herausforderungen zu bewältigen. Viele Menschen verloren ihre Brillen oder andere Hilfsmittel und konnten sich kaum in Notunterkünften orientieren. Barrierefreie Übergangsquartiere waren rar. Ohne verlässliche Informationen in taktiler oder akustischer Form, ohne sichere Wege durch zerstörte Straßen und ohne funktionierende Gemeinschaftsnetzwerke sind seheingeschränkte Menschen in einer Katastrophensituation von Isolation, Ernährungs- und Gesundheitsrisiken bedroht. 

Eine Brille ermöglicht neue Einkommensquellen

So erlebte es eine 35-jährige Frau. Sie ist seit ihrer Geburt auf dem linken Auge erblindet. Aufgewachsen in einer sehr armen Familie, die sich kaum medizinische Versorgung leisten konnte, war ihre Sehbeeinträchtigung schon immer eine große Herausforderung. Trotz ihrer Beeinträchtigung verdiente sie als Friseurin ein bescheidenes Einkommen von umgerechnet etwa 3 Euro am Tag, wenn Arbeit verfügbar war. Ihre Kundinnen waren hauptsächlich Nachbarinnen.

Doch nach dem Beben waren diese mit anderen Dingen beschäftigt und die 35 jährige Frau war ohne Einkommen. Durch eine lokale Organisation und mit Unterstützung der Diakonie Katastrophenhilfe erhielt die Frau eine Brille. Weil sie nun viel besser sehen konnte, ist sie heute in der Lage, auch andere kleine Gelegenheitsjobs anzunehmen und Geld zu verdienen. „Mit der Brille haben sich meine Arbeit, meine Effizienz, meine Selbstständigkeit und meine Lebensqualität deutlich verbessert“, erzählte Sie. Ihre Geschichte zeigt, wie eine kostengünstige und gezielte Hilfe durch eine Brille entscheidend sein kann, damit Menschen am Leben teilhaben können.

 

 

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