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„Ich bin wieder zuversichtlich!“

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„Es war ein Samstag, der 24. Oktober 2020“, erinnert sich Maombi Kavugho Pirirpiri. Der Tag veränderte ihr Leben. Hier erzählt Maombi, Betroffene von sexualisierter Gewalt, ihre Geschichte und berichtet, wie unsere Partneroganisation der Händlerin und Mutter helfen konnten.

Gemeinsam mit vielen anderen hatte sich die Händlerin an jenem Samstag zu einem Tomatenbauern auf einem Feld in Mutembo aufgemacht, etwa 10 Kilometer von Kirumba entfernt. Seit sie im August 2020 aus Kibirizi im Territorium Rutsuru nach Kirumba geflohen ist, bringt sie sich und ihre neun Kinder mit dem Weiterverkauf von Tomaten über die Runden.

„Leider war der Andrang so groß, dass ich erst als eine der letzten an die Reihe kam“. Allein machte sie sich in den Abendstunden zu Fuß auf den Weg zurück. „Auf halbem Weg hielt mich plötzlich eine Gruppe von Männern mit Schusswaffen an. Drei von ihnen vergewaltigten mich und ließen mich bewusstlos liegen“, beschreibt sie, was dann geschah. Trotz der Schmerzen und des Schocks schaffte sie es bis nach Hause. Dort malte sie sich zwei Tage lang allein und verzweifelt die Folgen für ihre Gesundheit, ihre Ehe und ihre soziale und wirtschaftliche Zukunft aus.

Gesundheitszentrum bietet medizinische Versorgung und Schutz vor HIV-Infektion

Dann fiel ihr ein, dass es in ihrer Nachbarschaft eine Frauengruppe gibt, die sich um Opfer sexueller Gewalt kümmert. Am nächsten Morgen ging Maombi dorthin und vertraute sich ihnen an. Eine Beraterin überwies sie an das Gesundheitszentrum in Bulinda. Dort wurde sie medizinisch versorgt und erhielt ein PEP-Kit zum Schutz vor HIV/Aids. Die behandelnde Schwester gab ihr zudem einen Gesprächstermin bei PAP-RDC. „Etwa zwei Monate lang wurde ich durch regelmäßige Beratungsgespräche begleitet. Das hat mir sehr geholfen, den Vorfall zu verarbeiten,“ berichtet Maombi. PAP-RDC vermittelte ihr auch den Kontakt zum Team von ODAF, mit dem sie Gespräche über ihre beruflichen Möglichkeiten führte.

Folgen von sexueller Gewalt sind langfristig

Kurze Zeit später begann sie einen Ausbildungskurs zur Konditorin. „Die Unterstützung, die Gespräche, Beratung und Nachsorge, die ich bei PAP-RDC und ODAF erhalten habe, haben mich wieder stabiler gemacht“, schildert die neunfache Mutter, wie sich ihr Leben seither gewendet hat. „Ich bin wieder zuversichtlich, obwohl die Probleme immer noch enorm sind“, sagt Maombi heute. „Nach der Ausbildung will ich mich als Konditorin selbstständig machen.“ Da sie die Tätigkeit in der Stadt ausüben kann, besteht weniger Gefahr, erneut überfallen zu werden. Wenn alles gut läuft, möchte sie ein Grundstück kaufen und ein Haus bauen, um sich mit ihrer Familie dauerhaft in Kirumba niederzulassen.

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