Frauen und Mädchen in Afghanistan erleben seit der Machtübernahme der Taliban vor fünf Jahren drastische Einschränkungen. Nur sieben Prozent der Frauen sind noch erwerbstätig, und das Fehlen von Ärztinnen hat lebensgefährliche Folgen für Frauen und Mädchen.
Frauen und Mädchen erfahren seit der Machtübernahme der Taliban vor fünf Jahren enorme Rückschritte und Einschränkungen. Afghanistan ist weltweit das einzige Land, das Mädchen den Besuch weiterführender Schulen ab der 7. Klasse strikt untersagt. Rund 2,4 Millionen Mädchen sind dadurch von Bildung ausgeschlossen.
Frauen dürfen nicht an Universitäten studieren. Laut Human Rights Watch sind Frauen von fast allen Jobs im öffentlichen Dienst, in Unternehmen und bei NGOs ausgeschlossen. Nur sieben Prozent der Frauen stehen noch im Erwerbsleben. „Wenn es keine praktizierenden Ärztinnen mehr gibt, um Frauen behandeln zu können, oder wenn humanitäre Helferinnen nicht mehr tätig sein dürfen, um Frauen in Notlagen zu unterstützen, dann nimmt man billigend in Kauf, dass Frauen und Mädchen sterben“, warnt Martin Keßler.