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Diakonie Katastrophenhilfe zur Hilfskonferenz für Afghanistan

„Wir sind bereit zu helfen“

In Afghanistan sind mindestens 14 Millionen Menschen angesichts einer sich drastisch verschärfenden Hungerkrise auf internationale Hilfe angewiesen

Zur Hilfskonferenz der Vereinten Nationen für Afghanistan, die heute in Genf stattfindet, erklärt die Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe, Dagmar Pruin:

„Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, die Augen vor der Not der Menschen in Afghanistan nicht zu verschließen. Der weitaus größte Teil der Bevölkerung hat keine Möglichkeit, das Land zu verlassen. Die Diakonie Katastrophenhilfe ist bereit zu helfen. Dafür brauchen wir als Hilfsorganisation jedoch Sicherheiten und Handlungsfreiheit. Humanitäre Hilfsprogramme dürfen nicht an Bedingungen geknüpft werden, ausschlaggebend ist allein die Bedürftigkeit der Menschen.

Wir erwarten von den neuen Machthabern Sicherheitsgarantien, die den Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleisten. Zudem muss garantiert werden, dass ins Land gelangende Finanzmittel nur für die geplanten humanitären Zwecke eingesetzt werden. Da aktuell keine Überweisungen nach Afghanistan möglich sind, müssen dringend sichere Finanzkanäle geöffnet werden. Angesichts vieler Unwägbarkeiten im Land muss finanzielle Förderung für Hilfsorganisationen von staatlicher Seite mit größtmöglicher Flexibilität gewährt werden.“

 

Hintergrund:

In großen Teilen Afghanistans herrscht eine anhaltende Dürre, die bereits zu massivem Hunger geführt hat. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass fast die Hälfte der 38 Millionen Menschen in Afghanistan auf humanitäre Hilfe angewiesen ist. Die Handelswege sind eingeschränkt, Grenzen geschlossen. Die Landeswährung hat stark an Wert verloren. Die Preise für Grundnahrungsmittel steigen. Schätzungen zufolge wurden durch Dürre und Konflikt allein im Jahr 2021 mehr als 600.000 Menschen innerhalb des Landes vertrieben.

 

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Thomas Beckmann

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